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Peggy im Blickfeld der Rechten

Nach dem Fund einer DNA-Spur des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt am Fundort der getöteten Schülerin Peggy schließt die Staatsanwaltschaft Bayreuth eine Verunreinigung der Probe weiterhin nicht aus.



Bayreuth - Die Ermittler wollen daher den Weg der Spur genau nachvollziehen. "Wie ist sie an den Fundort gekommen und wie zur Untersuchung?", sagte am Montag der Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel. Es müsse zweifelsfrei ausgeschlossen werden, dass die DNA-Spur durch einen Zufall oder aus Versehen mit dem Fall Peggy in Verbindung gebracht wurde.

Am Donnerstag hatten die Ermittler überraschend mitgeteilt, dass am Fundort der Skelettteile der 2001 verschollenen Peggy genetisches Material von Böhnhardt entdeckt wurde. Die Rechtsmedizin der Uni Jena, wo im November 2011 Böhnhardts Leichnam obduziert und im Juli Peggys Knochen untersucht wurden, schloss eine versehentliche Übertragung von DNA am eigenen Institut aus. Die damals neunjährige Peggy war 2001 im oberfränkischen Lichtenberg verschwunden. Im Juli wurden Skelettteile von ihr in einem Wald in Thüringen entdeckt.

Wie die Welt online meldet, verdichten sich inzwischen die Hinweise auf eine Verbindung des Falls in die rechtsextreme Szene. Nach Medienberichten erhielt Peggys Mutter nur wenige Tage nach dem Verschwinden ihrer Tochter einen von Neonazis verfassten Brief. Das schreibt die Zeitung unter Berufung auf Ermittlungsakten der "Soko Peggy". Demnach habe die Polizei den "maschinengeschriebenen" Brief nach Peggys Verschwinden aus ermittlungstaktischen Gründen abgefangen. Nach einem Aktenvermerk sei das Schreiben "beleidigenden Inhalts" und in schlimmster Weise von einem offensichtlich äußerst rechts orientierten Menschen geschrieben, heißt es im Internetangebot der Welt. Die Mutter habe ein "so arisches Kind wie Peggy nicht verdient". Knobloch sei bei Überreichung des Briefes in Tränen ausgebrochen und hätte sich kaum beruhigen können. red

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Veröffentlicht am:
18. 10. 2016
00:00 Uhr

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18. 10. 2016
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