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Länderspiegel

Pläne für Stromtrasse betreffen oberfränkische Landkreise massiv

Tennet stellt die möglichen Varianten vor. Der Bereich Hof zählt zu den Brennpunkten in Bayern. Das Fichtelgebirge bleibt trotz aller Proteste ebenfalls in der Diskussion.



Der Verlauf der Stromtrassen durch Oberfranken löst in der Region weiterhin heftige Diskussionen aus. Nach jetziger Planung würde der Süd-Ost-Link als Erdverkabelung gebaut.  

Oberfranken - Die mit großer Spannung erwartete Grobplanung für die Stromtrassen durch Oberfranken liegen vor. Am Dienstag hat der Netzbetreiber Tennet mit Sitz in Bayreuth die möglichen Trassenverläufe für den umstrittenen Süd-Ost-Link vorgestellt, eine Höchstspannungs-Gleichstromleitung, die von Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt nach Landshut führt. Trotz aller Proteste bleiben der Landkreis Hof und das Fichtelgebirge in der Planung. Die Region Hof ist sogar einer der Brennpunkte in Bayern, denn hier legt Tennet gleich drei mögliche Varianten vor. Alle Trassen sind als Erdverkabelung geplant.

Auch das Fichtelgebirge bleibt in der Diskussion. Der Netzbetreiber hat dafür zwei Varianten ausgearbeitet: Eine, die im Westen um das Fichtelgebirge teilweise entlang der A 9 von Stammbach bis Bindlach verläuft und eine östliche Variante, die von Schwarzenbach an der Saale über Kirchenlamitz Richtung Marktredwitz geplant ist. Diese östliche Lösung würde nördlich von Kirchenlamitz auf den Ostbayernring treffen - die bereits bestehende Hochspannungsleitung von Redwitz im Kreis Lichtenfels über Mechlenreuth bei Münchberg bis Schwandorf. Durch das Fichtelgebirge würden diese beiden Stromleitungen auf einer Trasse verlaufen - nach jetziger Planung würde der Süd-Ost-Link als Erdverkabelung gebaut, während der Ostbayernring weiterhin mit Freileitungen vorgesehen ist, wie Tennet gestern auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte.

Die Korridore, die Tennet per Internet der Öffentlichkeit vorgestellt hat, sind nur vorläufige Planungen. Jetzt können Politik, Ämter und die Öffentlichkeit ihre Einwände vorbringen. Kritik kommt von vielen Seiten. Sie betrifft die hohen Kosten von mehreren Milliarden Euro, die starken Eingriffe in die Landschaft und die Planungsgrundlagen. Bürgerinitiativen, namhafte Wissenschaftler wie der Berliner Professor Christian von Hirschhausen und der Bund Naturschutz bezweifeln, dass es die Trasse überhaupt braucht.

In ersten Planungen im Jahr 2012 hatte es geheißen, die Stromleitung müsse spätestens im Jahr 2022 fertig sein, wenn in Bayern die letzten Atomkraftwerke vom Netz gehen. Inzwischen steht aber fest, dass auf der Trasse frühestens im Jahr 2025 Strom von Norddeutschland nach Bayern fließen wird. Bayern

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Von Elfriede Schneider
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Veröffentlicht am:
27. 09. 2016
00:00 Uhr

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27. 09. 2016
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