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Staatsanwältin fordert Haft für Wolbergs

Regensburg - Im Korruptionsprozess gegen den suspendierten Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs hat die Staatsanwaltschaft vier Jahre und sechs Monate Haft für den Angeklagten gefordert.



Regensburg - Im Korruptionsprozess gegen den suspendierten Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs hat die Staatsanwaltschaft vier Jahre und sechs Monate Haft für den Angeklagten gefordert. Staatsanwältin Ingrid Wein legte ihm am Montag vor dem Landgericht Bestechlichkeit, Vorteilsannahme und Verstoß gegen das Parteiengesetz zur Last. Auch für den angeklagten Bauunternehmer Volker Tretzel forderte sie eine viereinhalbjährige Freiheitsstrafe. Den 76-Jährigen bezeichnete sie als Wolbergs‘ "persönlichen Mäzen" und warf ihm Bestechung, Vorteilsgewährung sowie Verstoß gegen das Parteiengesetz vor. Zwischen den Angeklagten habe eine "korruptive Dauerbeziehung" bestanden.

Wolbergs habe, sagte die Staatsanwältin, mit hoher krimineller Energie gehandelt und die Straftaten seien in einem langen Zeitraum und in einem komplexen, korruptiven System geschehen. Im Zentrum des Verfahrens steht die Frage, ob bei der Vergabe eines Bauprojektes der Stadt an Tretzel dessen Spenden an die SPD im Kommunalwahlkampf 2014 sowie an den Sportverein Jahn Regensburg eine Rolle gespielt haben. Wolbergs hat die Vorwürfe gegen ihn stets zurückgewiesen.

Die Staatsanwaltschaft sieht eine gegenseitige Abhängigkeit bei Wolbergs und Tretzel jedoch als erwiesen an. Strafmildernde Gründe für die Angeklagten Wolbergs und Tretzel sah Wein nicht. Es gehe um sehr hohe Spendensummen und einen langen Tatzeitraum. Der Prozess soll am 20. Mai mit den Plädoyers der Verteidiger fortgesetzt werden. dpa

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Veröffentlicht am:
06. 05. 2019
20:04 Uhr

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06. 05. 2019
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