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Länderspiegel

Strohhäcksler löste das Inferno aus

Die Polizei gibt erste Informationen zur Brandursache auf dem Bauernhof in Menchau. Zehn Menschen wurden durch das Feuer verletzt. Zehn Rinder und zwei Schweine starben.



Das Wohnhaus der Familie ist ebenso ein Raub der Flammen geworden wie die Scheunen und Stallungen. Den ganzen Freitagvormittag waren Hilfskräfte damit befasst, das immer noch glimmende Heu und Stroh abzufahren, das als Winterfutter für die Tiere in den Scheunen gelagert war. Fotos: Melitta Burger
Das Wohnhaus der Familie ist ebenso ein Raub der Flammen geworden wie die Scheunen und Stallungen. Den ganzen Freitagvormittag waren Hilfskräfte damit befasst, das immer noch glimmende Heu und Stroh abzufahren, das als Winterfutter für die Tiere in den Scheunen gelagert war. Fotos: Melitta Burger   » zu den Bildern

10.10.2019 - Bauernhof in Schutt und Asche - Foto: Melitta Burger

Bauernhof in Schutt und Asche
Bauernhof in Schutt und Asche
Bauernhof in Schutt und Asche
Bauernhof in Schutt und Asche
Bauernhof in Schutt und Asche
Bauernhof in Schutt und Asche
Bauernhof in Schutt und Asche
Bauernhof in Schutt und Asche
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Bauernhof in Schutt und Asche
Bauernhof in Schutt und Asche
Bauernhof in Schutt und Asche
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Bauernhof in Schutt und Asche
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Bauernhof in Schutt und Asche
Bauernhof in Schutt und Asche
Bauernhof in Schutt und Asche
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Bauernhof in Schutt und Asche
Bauernhof in Schutt und Asche
Bauernhof in Schutt und Asche
Bauernhof in Schutt und Asche
Bauernhof in Schutt und Asche

Thurnau/Menchau - Nach dem verheerenden Feuer, das (wie berichtet) am Donnerstagnachmittag in Menchau den gesamten Bauernhof der Familie Groppweiß vernichtet hat, hat die Polizei am Freitagnachmittag mit dem Hinweis auf die weiter laufenden Ermittlungen erste Äußerungen zur Ursache gemacht: Vermutlich wurde der Großbrand auf dem Vierseithof beim Häckseln von Stroh ausgelöst, heißt es aus dem Bayreuther Polizeipräsidium. Am Freitagmorgen konnten die Spezialisten der Kriminalpolizei ihre Ermittlungen am Brandort fortsetzen und erste Spuren sichern. Unterstützung erhielten die Beamten auch von der Besatzung eines Polizeihubschraubers, die Aufnahmen aus der Luft fertigte. Richtig klare Bilder konnten dabei aber immer noch nicht gemacht werden. Am Freitagmittag stand nach wie vor eine riesige Rauchwolke über dem völlig niedergebrannten Anwesen. Auch die Polizei spricht inzwischen von einem Millionenschaden. Bei dem Feuer waren sowohl das Wohnhaus der Familie Groppweiß als auch zwei große Scheunen und zwei Viehställe vollständig vernichtet worden.

Zehn Menschen, so die Bilanz am Freitagmittag, als die Löscharbeiten noch immer nicht vollständig abgeschlossen waren, sind durch das Feuer verletzt worden. Der 42-jährige Hofbesitzer Harald Groppweiß liegt mit Brandverletzungen im Krankenhaus, seine 36-jährige Frau Petra kam mit leichteren Verletzungen davon. Auch acht Feuerwehrleute und Helfer haben bei den Löscharbeiten entweder zu viel Rauch eingeatmet oder sich verletzt, teilt die Polizei mit. Sie wurden von Notärzten und dem Rettungsdienst am Brandort versorgt und zum Teil in Krankenhäuser gebracht.

 

Lesen Sie hier die weiteren Artikel zum Großbrand in Menchau >>>

 

Viele Stunden haben mehr als 300 Einsatzkräfte der Feuerwehren, des THW, des BRK und auch der Polizei am Einsatzort in Menchau verbracht, nachdem gegen 14.30 Uhr am Donnerstag die Alarmierung erfolgt war. Gegen 19 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Doch zu Ende war dieser Großeinsatz noch lange nicht. Als auch in der Nacht zum Freitag immer wieder offene Flammen aufloderten, entschlossen sich die Einsatzkräfte, mit einem Raupenbagger eines Abrissunternehmens die bereits weitgehend verkohlten Überreste der Scheunen abzubrechen, um besser an das brennende Stroh und Heu heranzukommen, das die Löscharbeiten so kompliziert machte. Glücklicherweise ist es den Feuerwehrleuten gelungen, die unmittelbar neben dem Bauernhof gelegenen Anwesen zu schützen. Auf einer Seite hatten die Flammen in der dichten Bebauung in der Menchauer Ortsmitte bereits eine Garage des Nachbarhofs erfasst.

Doch auch am Freitag gingen die Löscharbeiten weiter. Das noch glimmende Stroh wurde auf Kipper verladen und aus dem Ort gebracht. Auf einem Feld wurde es endgültig gelöscht. Ein Statiker wurde an den Brandort gerufen, um festzustellen, ob das völlig ausgebrannte Wohnhaus noch standfest ist. Koordiniert hat den riesigen Einsatz der Thurnauer Feuerwehrkommandant Jörg Schneider. Er war am Donnerstag am frühen Nachmittag mit als erster ausgerückt und war am Freitag gegen Mittag immer noch am Brandort. Er war nicht der einzige unter den Einsatzkräften, die sich die ganze Nacht um die Ohren geschlagen haben. Immer wieder wurden erschöpfte Helfer abgelöst. Gegen 4 Uhr nachts übernahmen an vielen Stellen frische Kräfte die Löscharbeiten, um 6 Uhr wurden weitere Helfer gewechselt. So lange der Vierseithof noch lichterloh brannte, waren nach Angaben von Jörg Schneider 230 Feuerwehrleute, 60 Kräfte des Technischen Hilfswerks und 30 vom BRK sowie mehrere Polizeistreifen gleichzeitig im Einsatz. Gegen 22 Uhr wurde dann auch das Abrissunternehmen mit einbezogen. Durch das Auseinanderziehen des brennenden Futters seien die Löscharbeiten deutlich erleichtert worden.

Amtstierarzt Bernhard Schurr vom Kulmbacher Veterinäramt war am Donnerstag stundenlang in Menchau, um alle Tiere zu untersuchen. Am Freitagmorgen zieht Schurr eine erste Bilanz. Neun Rinder starben in den Flammen, ein weiteres kam zwar lebend raus, hatte sich aber offenbar beim Versuch, dem Feuer zu entkommen so schwer verletzt, dass es eingeschläfert werden musste. Auch zwei Schweine, die Brandverletzungen erlitten hatten, musste ein Tierarzt erlösen. Noch sei nicht sicher, ob weitere Tiere aus dem Bestand von 120 Rindern und etwa zehn Schweinen getötet werden müssen. Bei einigen Rindern gebe es Behandlungsbedarf, sagt Schurr. Dem Hoftierarzt obliege die Entscheidung, wie es mit diesen Tieren weitergeht. Trotzdem ist der Amtstierarzt überzeugt: "Gemessen an dem, was noch alles hätte passieren können, ist es großartig, was hier geleistet wurde. Ein ganz großes Lob an die Landwirte und alle Einsatzkräfte. Das war körperlich und auch psychisch eine Riesenleistung. Alle haben sich wahnsinnig engagiert."

Lesen Sie dazu den Kommentar "Gaffer am Werk" >>>

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Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
11. 10. 2019
16:28 Uhr

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Thurnau Menchau
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Melitta Burger

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11. 10. 2019
16:28 Uhr



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