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Sturmtief "Fabienne": Frau wird von Baum erschlagen - Zugverkehr teilweise eingestellt

Das Sturmtief „Fabienne“ ist am Sonntagnachmittag über Franken gezogen und hat zahlreiche Schäden verursacht.



Sturmtief "Fabienne" setzt Klinikum in Naila unter Wasser
Das Sturmtief "Fabienne" hat am Sonntag die Klinik in Naila unter Wasser gesetzt.   Foto: News5/Fricke » zu den Bildern

Bamberg/Bayreuth/Hof –  Bei Ebrach im Landkreis Bamberg starb eine 78-jährige Spaziergängerin auf einem Campingplatz, sie wurde von einem Baum erschlagen. Bei der Polizei in Oberfranken gingen zwischen 17 und 20.30 Uhr 300 Notrufe ein.

In Betzenstein stürzte ein Strommast um, im Raum Pegnitz fielen Internet und Strom aus. Auf der A93 bei Weiden kam es wegen umgestürzter Bäume zu einer Sperrung. Betroffen vom Sturm waren auch die Landkreise Hof und Wunsiedel: Am Abend berichtete die Leitstelle Hochfranken von 50 Feuerwehreinsätze in den beiden Kreisen. In Naila war der Eingangsbereich des Krankenhauses überschwemmt. Auch in Kulmbach hat das Unwetter seine Spuren hinterlassen.

Der erste schwerere Sturm im kalendarischen Herbst behinderte am Sonntagabend außerdem den Bahnverkehr. Zwischen Erfurt und Nürnberg – auf der DB-Prestigestrecke Berlin-München – sei kein Verkehr möglich, hieß es von der Bahn. „Die ICE-Züge werden zurückgehalten und warten das Ende der Sperrung ab.“ Auch die Strecken Aschaffenburg-Würzburg und Würzburg-Nürnberg wurden in beiden Richtungen gesperrt.

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Sturmtief Fabienne fegt durch Naila
Viel Regen und starken Wind brachte wie angekündigt das Sturmtief Fabienne mit sich. Unsere Aufnahme entstand am Sonntagabend in Naila.
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Auf den Strecken des Alex-Nord, der Oberpfalzbahn und der Vogtlandbahn wurde aus Sicherheitsgründen und wegen zahlreicher umgestürzter Bäume am Sonntagabend der Betrieb komplett eingestellt. Laut Mitteilung der Länderbahn fuhren die Züge noch zu den nächstgrößeren Bahnhöfen und blieben dort. Einen Busnotverkehr habe man nicht einrichten können, da auch die Busunternehmen den Verkehr größtenteils eingestellt hätten. Die Länderbahn habe sich um die Reisenden gekümmert und deren Weitertransport mit Taxi organisiert. Das Unternehmen rechnet auch zum morgendlichen Betriebsstart an diesem Montag mit Beeinträchtigungen, da zunächst die Schienen geräumt werden müssten.

Auf einer Kreisstraße im Bereich Pegnitz fiel ein Baum auf ein vorbeifahrendes Auto und der Fahrer verletzte sich leicht. Im Stadtgebiet Pegnitz musste die Bundesstraße B2 komplett gesperrt werden, da der Sturm das Dach einer angrenzenden Brauerei abdeckte und dadurch die Fahrbahn blockierte.

In Pottenstein beschädigten umgestürzte Bäume acht Wohnhäuser, wobei deren Dächer zum Teil abgedeckt wurden.

Feuerwehren, Straßenmeistereien und Polizei sind aufgrund mehrerer durch umgestürzte Bäume blockierter Straßen weiterhin im Dauereinsatz. An verschiedenen Örtlichkeiten kommt es zu Überflutungen und vollgelaufenen Kellern.

Eine Angabe zur Gesamtsumme der entstandenen Schäden ist seitens der oberfränkischen Polizei am Sonntagabend noch nicht möglich.

In Aschaffenburg wurden zahlreiche Dächer abgedeckt, Bäume stürzten um, wie die Feuerwehr am Sonntagabend mitteilte. Besonders heftig sei es in Großostheim gewesen. Dort wehte der Wind ein Sportflugzeug um – Kraftstoff lief aus. Verletzte gab es dabei nicht, in dem Flugzeug saß niemand. Außerdem wurde das Baggerschiff eines Kieswerkes umgestoßen.   

Der Raum Coburg blieb vom Sturm bis auf heftige Windböen zumindest bis 21 Uhr verschont. "Wir haben keine besonderen Vorfälle in Stadt und Land", sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Coburg unserer Zeitung auf Anfrage.

Laut Deutschem Wetterdienst können die Unwetter aber noch bis in den frühen Montag mit gebietsweisem Hagel anhalten.

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Redaktion
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
23. 09. 2018
20:18 Uhr

Aktualisiert am:
24. 09. 2018
08:32 Uhr

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Schienenverkehr Sturmtiefs
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23. 09. 2018
20:18 Uhr

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24. 09. 2018
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