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Länderspiegel

Tat liegt 27 Jahre zurück: Polizei fasst mutmaßlichen Mörder

1992 wurde in einer Weismainer Asylbewerber-Unterkunft ein 32-Jähriger im Schlaf getötet. Nun haben die rumänische und die oberfränkische Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen.



Polizei
Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist.   Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Weismain/Rumänien - Etwa 27 Jahre nach der Tötung seines Landsmannes in einer Asylbewerberunterkunft in Weismain, sitzt nun der mutmaßliche Täter aus Rumänien in Haft.

Wie die oberfränkische Polizei weiter mitteilt, soll der damals 35-jährige Rumänen in der Nacht zum 27. November 1992 in der Unterkunft in der Weismainer Abt-Knauer-Straße seinen 32 Jahre alten Mitbewohner im Schlaf mit einem Bierkrug erschlagen haben. Der Mann soll dann geflüchtet sein.

Durch die damaligen Ermittlungen der Coburger Kriminalpolizei erhärtete sich rasch der Verdacht gegen den zwischenzeitlich untergetauchten 35-Jährigen, worauf die Beamten nach ihm fahndeten. 1993 wurden die Ermittlungen an die Justiz abgegeben. Das Amtsgericht Kronach erließ einen internationalen Haftbefehl gegen den Mann, von dem seit der Tat jede Spur fehlte.

 

Ermittlungen bringen falsche Personalien ans Licht - Täter untergetaucht

Im Jahr 1997 stellten die Beamten über einen Treffer in der Polizeidatenbank für Fingerabdrücke fest, dass es sich bei einer dort registrierten Person um den Gesuchten aus dem Jahr 1992 handelt. Der Täter hatte damals unter falscher Identität gelebt. Durch weitere Recherchen kam ans Licht, dass der Mann offenbar mit verschiedenen Personalien im Bundesgebiet unterwegs gewesen war.

Wie die Polizisten zudem ermittelten, war der Tatverdächtige unter seinen eigentlichen Personalien im Dezember 1992, kurz nach dem Tötungsdelikt in Weismain, von der Verwaltungsbehörde in München in sein Heimatland abgeschoben worden.

 

Erfolgreiche internationale Zusammenarbeit

Mitte September 2019 stießen Coburger Kriminalbeamte die Recherchen nach dem Aufenthaltsort des mutmaßlichen Mörders in seinem Heimatland wieder an, um den Mann festnehmen zu können. Nur kurze Zeit später teilten die Polizeibehörden in Rumänien mit, dass der Untergetauchte ausfindig gemacht und festgenommen werden konnte. Die Staatsanwaltschaft Coburg beantragte sogleich die Auslieferung des inzwischen 62 Jahre alten Beschuldigten. Die rumänischen Behörden stimmten zu.

 

Kripobeamten holen mutmaßlichen Mörder nach Oberfranken zurück

Am 9. Oktober 2019 reisten Polizisten der Kripo Coburg nach Bukarest und überführten den mutmaßlichen Täter nach Deutschland. Am nächsten Tag eröffnete der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Kronach dem 62-Jährigen den Haftbefehl. Anschließend lieferten ihn Beamte in eine Justizvollzugsanstalt ein.

 

Weitere Ermittlungen und Spurenuntersuchungen

Kripo und Staatsanwaltschaft Coburg ermitteln weiter. Sie versuchen, den Aufenthaltsort damaliger Zeugen herauszufinden.

Zudem untersuchen Rechtsmediziner erneut sämtliche gesicherten Spuren, die mit dem Tötungsdelikt in Zusammenhang stehen.

Die Kriminalbeamten setzen dabei insbesondere auf DNA-Analyse, die zur Tatzeit noch nicht möglich war. Auch durch andere, im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelte Untersuchungsmethoden, können weitere Spurenergebnisse zu wichtigen Sachbeweisen werden, teilt die Polizei weiter mit.

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Veröffentlicht am:
17. 10. 2019
16:11 Uhr

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17. 10. 2019
16:11 Uhr



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