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Länderspiegel

Wegen Marihuana-Einfuhr: Staatsanwältin beantragt bis zu acht Jahre Haft

Im Prozess um die illegale Einfuhr von bis zu einer Tonne Marihuana vor dem Landgericht Hof hat die Staatsanwaltschaft Freiheitsstrafen von bis zu acht Jahren beantragt.



Hof - Wie berichtet, ist das Verfahren gegen die beiden Hauptangeklagten, zwei Geschäftsmänner aus Köln und Bonn, abgetrennt worden. Verhandelt wird gegenwärtig nur gegen Helfer und Kuriere. Doch auch die müssen mit hohen Strafen rechnen. Acht Jahre Haft fordert Staatsanwältin Annette Zeus für den 57-jährigen Johannes L. aus Berlin. Er hatte in Deutschland Lagerhallen angemietet, in denen die aus Spanien kommenden Lkw mit dem Rauschgift entladen wurden. Johannes L. hatte das Marihuana dann in Parkgaragen gefahren, wo es von unbekannten Käufern abgeholt wurde.

Für Zeus war - der geständige - Johannes L. daher ein Bestandteil der Rauschgiftbande. Dessen Verteidiger, der Hofer Rechtsanwalt Jürgen Schmidt, sah das ganz anders. Er verwies darauf, dass sein Mandant keinerlei Einblick in die Pläne der mutmaßlichen Bandenchefs gehabt habe. Er habe auch die Abnehmer des Rauschgifts nicht gekannt. Daher könne man ihm kein strafverschärfendes, bandenmäßiges Handeln zur Last legen. Hinzu komme, dass Johannes L. schwer alkoholabhängig gewesen sei, als er sich zum Mitmachen entschlossen habe. Nach seiner Festnahme habe er früh ein Geständnis abgelegt. Aus allen diesen Gründen müsse die Strafe für ihn wesentlich geringer ausfallen, als die Staatsanwaltschaft dies fordere.

Die anderen Angeklagten, beide Rumänen, waren die Lkw-Fahrer, die in Berg bei Hof sowie in Köln mit der brisanten Fracht von jeweils 100 Kilogramm erwischt wurden. Für Ion T., der mehrere Kurierfahrten gestanden hatte, beantragte Staatsanwältin Zeus sieben Jahre und sechs Monate, für Vasile P. der nur eine Fahrt unternommen hatte, vier Jahre und sechs Monate.

Auch die Verteidiger von Ion T., die Rechtsanwälte Eric Reuter und Wolf-Michael Bonn, bezweifelten, dass ihr Mandant ein vollwertiges Bandenmitglied gewesen sei.
Zudem wiesen sie auf Widersprüche in der Aussage eines weiteren Rumänen, des Kronzeugen der Anklage, hin. Aus all diesen Gründen dürfe
die Strafe nicht höher als vier Jahre ausfallen. Für Vasile P. beantragte dessen Verteidiger Stefan Klüber
einen Freispruch. Es sei seinem
Mandanten nicht nachweisbar,
dass er gewusst habe, was er transportiere. Joachim Dankbar

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Veröffentlicht am:
11. 07. 2019
21:22 Uhr

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Angeklagte Landgericht Hof Personen aus Rumänien Staatsanwaltschaft Staatsanwälte
Hof
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11. 07. 2019
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