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40 neue Bauplätze für Rehau

"Fichtig Süd" heißt das neue Baugebiet, das die Stadt ausweist. Bauwillige sollen hier "großzügige Freiheiten" für ihre Häuser bekommen. Der Stadtrat stimmt zu.



Zwischen Hasenheim, Stauffenberg- und Hedwigstraße in Richtung B 189 erstreckt sich das neue Baugebiet "Fichtig Süd". Die Kunigundenstraße soll im Zuge der Erschließung verlängert werden. Foto: Gödde
Zwischen Hasenheim, Stauffenberg- und Hedwigstraße in Richtung B 189 erstreckt sich das neue Baugebiet "Fichtig Süd". Die Kunigundenstraße soll im Zuge der Erschließung verlängert werden. Foto: Gödde  

Rehau - Die Stadt Rehau will ein neues innenstadtnahes Wohngebiet ausweisen. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Mittwochabend die entsprechenden Schritte der Bauleitplanung beschlossen. Mehrere Standorte waren vorher im Gespräch gewesen, doch letztlich hatten sich die Räte für ein Gebiet entschieden, das sich im Bereich Hasenheim, Berliner Allee und Stauffenbergstraße befindet. Wie Bürgermeister Michael Abraham erklärte, ist das der nächste wichtige Schritt, nachdem die Stadt seit rund vier Jahren freie innerstädtische Grundstücke vermittelt hatte. Um die 40 Plätze hatte man an den Käufer gebracht und damit, nach Ansicht der Stadtverwaltung, das Potenzial bei der "Nachverdichtung" weitgehend ausgeschöpft, so dass nun neues Bauland her musste. Die Nähe zur Innenstadt, so wurde es gestern deutlich, hatte den Ausschlag für das Areal gegeben, das künftig "Fichtig Süd" heißt. Die Pläne, die seit gut eineinhalb Jahrzehnten hier noch die Ansiedlung eines Seniorenparks vorsahen, sind damit vom Tisch.

Im Hintergrund liefen die Vorbereitungen für die Erschließung schon längere Zeit, gestern wurden die Pläne zum ersten Mal öffentlich. Bis zu 40 Wohneinheiten können in "Fichtig Süd" entstehen. Der Bebauungsplan, den der Rat gestern ebenso wie eine Änderung des Flächennutzungsplans verabschiedet hat, sieht eine Art geordneter Freiheit bei der Wahl der Bauformen vor. Wie Stadtbaumeister Martin Kugler ausführte, wolle man den Bauwilligen mit diesem Bebauungsplan möglichst weit entgegenkommen. Bürgermeister Michael Abraham fasste zusammen: "Jeder kann in Rehau bauen, was er will, er braucht nur das richtige Grundstück." Was bedeutet, dass Bauformen, die in dem einen Baugebiet eventuell untersagt werden, in einem anderen möglich sind. Neben der Erschließung des Baugebiets sind auch Straßenbaumaßnahmen nötig. So soll unter anderem die Kunigundenstraße, die jetzt eine Sackgasse ist, verlängert werden.

Die Zustimmung zum neuen Baugebiet hätte im Stadtrat nicht größer sein können. Harald Ehm (CSU) nannte diesen Schritt einen "Meilenstein" und einen Befreiungsschlag. "Es ist unser erklärtes Ziel, möglichst viele Einpendler als Neubürger zu begrüßen", sagte Ehm. In dieser Hinsicht sei "Fichtig Süd" ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung. Das Vorgehen, zunächst die innerstädtischen Grundstücke zu verdichten und anschließend ein neues Baugebiet anzubieten, sei das einzig richtige. Dem stimmte auch Hagen Rothemund für die SPD "100-prozentig" zu. Er zeichnete noch einmal nach, dass es für die Bauherrn weitgehende, aber nicht völlige Freiheit gebe. Daraufhin entgegnete Bürgermeister Abraham, dass man eben versuchen müsse, alle Belange unter einen Hut zu bekommen. Was dem Bauherrn gefalle, könne dem Nachbarn schon wieder missfallen. Gerhard Puchta (FUWR) signalisierte ebenfalls die Unterstützung für dieses Vorgehen der Stadtverwaltung: "Die Verdichtung in der Innenstadt ist fortgeschritten, und alles kann man nicht vermarkten", sagte er. Damit spielte er darauf an, dass die Stadt in den vergangenen Jahren als Vermittlerin zwischen Grundstückseigentümern und Bauwilligen aufgetreten ist. Allerdings hat die Stadt laut ürgermeister eben keinen zugriff auf alle Grundstücke, die sich in privater Hand befinden, sodass sich eine noch konsequentere Verdichtung der innerstädtischen Flächen schwierig gestaltete. Auf einer Karte im Foyer des Rathauses hatte die Stadt einst die freien Grundstücke dargestellt, so dass sich Interessenten direkt einen Überblick über das Angebot an Grundstücken in der Rehauer Kernstadt informieren konnten. Eine Dienstleistung, die sich laut Abraham ausgezahlt hat.

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Patrick Gödde

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Veröffentlicht am:
25. 09. 2019
22:08 Uhr

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Patrick Gödde

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25. 09. 2019
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