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Rehau

Arnika soll weiterblühen

Auch nach dem Auslaufen der Förderung soll das Arnika-Projekt fortgesetzt werden. Es soll zusammen mit anderen Themen auch Außenwirkung erzielen.



Im Namen der Arnika (von links): der Rehauer Bürgermeister Michael Abraham, dessen Teuschnitzer Amtskollegin Gabriele Weber, der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär, Frankenpost -Redakteur und Diskussionsleiter Matthias Will, Sabine Böhm vom Verein "Faßmannsreuther Erde" und Sebastian Norck vom Institut für Geografie in Bayreuth. Foto: hawe
Im Namen der Arnika (von links): der Rehauer Bürgermeister Michael Abraham, dessen Teuschnitzer Amtskollegin Gabriele Weber, der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär, Frankenpost -Redakteur und Diskussionsleiter Matthias Will, Sabine Böhm vom Verein "Faßmannsreuther Erde" und Sebastian Norck vom Institut für Geografie in Bayreuth. Foto: hawe  

Rehau/Hof - Die Arnika ist für die einen eine schöne Blume, für andere ist sie weit mehr. Eine ganze Tagung hat sich am Mittwoch im Hofer Landratsamt der Pflanze gewidmet. Zum Ende der Förderzeit für das Arnika-Projekt trafen sich alle Beteiligten. Nicht, um ein Projekt zu begraben, sondern um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Denn zu Ende ist das Projekt selbst nicht. Daran Anteil hat ein Rehauer Verein, und dem Rehauer Bürgermeister Michael Abraham spielt das in die Karten, wenn er an das Millionen-Projekt Arte Noah in Neuhausen denkt.

Schön und gesund

Der heimischen Arnica Montana schreibt man eine entzündungshemmende und antiseptische Wirkung zu. Die regionale Nachfrage nach der Tinktur in der Region war bisher groß.


Pflanzen sammeln, schneiden, daraus eine Tinktur gewinnen und Werbung für die Arnika Betreiben, darum will sich fortan die "Faßmannsreuther Erde" kümmern, wenn kein Geld mehr vom Bund fließt. Neu ist das nicht, der Verein ist seit Langem Begleiter des Projekts. Darüber hinaus sollen Wander- und Radwege rund um die Arnika Gäste anlocken, nicht zuletzt auch Einheimische, wie Landrat Dr. Oliver Bär während einer Diskussion sagte.

An diesem Podium saßen neben Abraham, Bär und Sabine Böhm vom Verein "Faßmannsreuther Erde" auch Sebastian Norck, der sich am Institut für Geografie mit Regionalentwicklung beschäftigt und das Projekt wissenschaftlich begleitet hat. Und am Tisch saß auch Gabriele Weber, die Bürgermeisterin der "Arnika-Stadt" Teuschnitz, die in den vergangenen Jahren weitreichende Erfahrungen mit dem Werben mit der Arnika gesammelt hat.

Weber nickte auch, als Abraham sagte: "Die Region hat wunderbare Natur im Überfluss." Dieses positive Thema könne die Arnika und was daran hängt, nur verstärken. Die Pflanze trage dazu bei, die Artenvielfalt in der Region glaubwürdig aufzuzeigen. Somit passe sie ideal zum Projekt Arte Noah, dem Erlebnis- und Informationszentrum für Biodiversität, das in Neuhausen entstehen soll.

Allzu hoch wollten die Fachleute der Runde die Arnika-Fahne nicht hissen. Wissenschaftler Norck machte deutlich, allein mit der Arnika könne man kaum Touristen locken, aber immerhin sei Natur-Tourismus im Trend. Wenn man alle Angebote der Region vernetzen könne, wäre viel gewonnen.

In diese Kerbe schlug Landrat Bär. Die Attraktionen könnten sich gegenseitig befruchten. Wichtig sei ihm aber nicht allein der Tourismus. "Primär ist die Begeisterung für die Region", dies gelte für Touristen ebenso wie für die Menschen, die dort leben. Und mit der Arnika, die auch rund um Rehau wachse und deren Wirkstoffgehalt sehr hoch sei, sei man in den High-End-Bereich vorgestoßen. "Es wäre extrem schade, wenn das Projekt zu Ende wäre."

Das wollen Sabine Böhm und ihr Verein verhindern. Der Rehauerin ist dabei offenbar auch nicht bange. Sie erfahre ständig, dass Gesundheit und Natur immer wichtigere Themen bei Urlaubern seien. "Viele unserer Besucher wollen länger bleiben. Auch junge Familien." Und könne man all das nun noch zusätzlich mit der Arte Noah verbinden, "wäre das ein Riesengeschenk für die Region."

Und nicht nur für die. Auch die Teuschnitzer Bürgermeisterin Weber sähe in all dem eine Bereicherung. Konkurrenz sehe sie keine darin. "Wir können es uns gar nicht leisten, es als solche zu betrachten." In ihrem Ort liefen zum Beispiel Seminare um die Heilpflanze sehr erfolgreich, und mit der "Faßmannsreuther Erde" sei der Kontakt enger geworden.

Sebastian Norck appellierte an die Fachleute im Saal, das Projekt weiterzuverfolgen und mit dem Auslaufen der Förderung die Hände nicht in den Schoß zu legen. Zuversichtlich sei er, weil man sich früh um Ehrenamtliche bemüht hat.

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Harald Werder

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Veröffentlicht am:
07. 02. 2018
20:00 Uhr

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Harald Werder

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07. 02. 2018
20:00 Uhr



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