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Rehau

Ein Herz für Onawa

Die Namibia-Hilfe Rehau sammelt erneut Spenden für einen Kindergarten. Die namibischen Kinder leiden unter Armut und Vernachlässigung, wie Mark Rüdiger berichtet.



Kindergärtnerin Paulina (sitzend) und die Kinder aus dem Onawa Community Kinder Garden: Sie könnten die Unterstützung der Menschen gebrauchen.
Kindergärtnerin Paulina (sitzend) und die Kinder aus dem Onawa Community Kinder Garden: Sie könnten die Unterstützung der Menschen gebrauchen.  

Rehau - Namibia ist nicht nur ein Land mit einer wechselvollen Geschichte, sondern auch mit einer atemberaubenden Landschaft und einer vielfältigen Bevölkerung. Letztere ist einerseits eine große kulturelle Bereicherung, andererseits die Keimzelle großer sozialer Probleme zwischen den Ethnien. Das, die Folgen von Aids und große Armut tragen dazu bei, dass vor allem die Kinder unter den schwierigen Umständen leiden. Die Namibia-Kinderhilfe Rehau kümmert sich seit Jahren darum, dass namibische Kinder es im Alltag etwas leichter haben. "Wir sind nicht die Unicef und können mit 50 000 Euro mal eben eine Schule hinstellen, aber wir tun, was wir können", sagt der Vorsitzende Mark Rüdiger. Der Rehauer Wirt reist oft in das südwestafrikanische Land und weiß, wie es vor Ort aussieht. Nun schickt der Verein erneut einen Spendenaufruf. Diesmal soll das Geld vor allem dem Onawa Community Kinder Garden im Norden des Landes zugutekommen.

Spendenkonto

Wer die Namibia-Hilfe Rehau unterstützen möchte, kann Geld an das Spendenkonto mit der IBAN D73 7601 0085 0085 9468 57 überweisen.

Nähere Informationen zu Praktika vor Ort sowie geführten Reisen mit Besuch des Onawa Community Kinder Garden erteilt Vorsitzender Mark Rüdiger. Er ist am besten per E-Mail an ruedigermark@gmail.com zu erreichen.

 

In diesem für hiesige Verhältnisse mehr als spartanischen Kindergarten kümmert sich die Kindergärtnerin Paulina um mehr als 20 Kinder, die ansonsten in Familienverbänden außerhalb der namibischen Zivilisation leben. "Die Eltern sind tot oder kümmern sich nicht wirklich um die Kinder", sagt Mark Rüdiger. Die meisten Kinder tragen selbst den HIV-Virus in sich. Im Kindergarten kommen die Kinder zusammen und können sich beschäftigen. "Sonst sitzen sie den ganzen Tag herum und haben nichts zu tun", sagt Rüdiger. Schon das sei eine große Errungenschaft des Kindergartens: Die Kinder kommen zusammen und können miteinander spielen.

 

Im Januar reist Mark Rüdiger nach Namibia, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Er hofft, dass er dann einige Dinge mitbringen kann, die den Kindern und Paulina den Alltag etwas angenehmer machen. Der Kindergarten ist eine einfache Wellblechhütte ohne Fußboden und es gibt lediglich sechs Plastikstühle für mehrere Dutzend Kinder. Daher hofft Mark Rüdiger, dass die Menschen sich kurz vor dem Fest der Liebe einen Ruck geben und ihre Portemonnaies für Menschen öffnen, denen es nicht so gut geht. "Es ist egal, ob jemand einen Euro oder zehn Euro gibt. Wichtig ist, dass sich die Leute mal Gedanken machen. Uns geht es doch viel zu gut", sagt Mark Rüdiger.

Ein Euro ist in Namibia deutlich mehr Wert als hierzulande: "Für 100 Euro bekommt man 1000 Mahlzeiten", rechnet Rüdiger vor. Millipap, der Brei aus Maismehl, ist das Nationalgericht und die Hauptnahrungsquelle für die namibischen Kinder. Variationen gibt es so gut wie gar nicht: "Wenn da mal etwas Zucker oder Salz drankommt, dann ist das für die Kinder wie Weihnachten", sagt Mark Rüdiger. Am wichtigsten ist, dass die Kleinen nicht hungern müssen und einen Zugang zu Bildung erhalten.

Die größeren Organisationen sind laut dem Vorsitzenden eher im Süden des Landes aktiv, die Kinder im Norden würden da eher vergessen. "Das liegt auch an der sehr schlechten Infrastruktur. Man braucht schon ein Geländefahrzeug, sonst ist man aufgeschmissen", sagt Mark Rüdiger.

Und ein solches Fahrzeug leiht er sich von Bekannten, um die Hilfsgüter im Januar dann dorthin zu fahren, wo es gebraucht wird. "Vor zwei Jahren haben wir einen Container nach Namibia geschickt und die Sachen dann auf die verschiedenen Einrichtungen verteilt", sagt Mark Rüdiger. Diesmal wird der Umfang der Spenden eine Nummer kleiner ausfallen - und eben nur dem Onawa Community Kinder Garden zugutekommen. Matratzen, Kochkessel, Sonnenofen - all das sind Dinge, die die Kinder gut gebrauchen könnten.

Übrigens informiert die Namibia-Hilfe Rehau über Praktika, die Freiwillige in Namibia absolvieren können, um so dort den Kindern zu helfen. Welche Voraussetzungen dafür nötig sind und was einen dort erwartet, erklärt Mark Rüdiger auf Anfrage.

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Patrick Gödde

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Veröffentlicht am:
14. 12. 2018
18:58 Uhr

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