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Hopfen aus Rehau

Die Mitglieder der Kommunbräu legen einen Hopfengarten an, wie es ihn früher in der alten Pilgramsreuther Straße gab. Die Pflanzen stammen aus der Hallertau.



Werner Kotschenreuther beim Abspannen der Halteseile für die Hopfenranken. Foto: Metzner
Werner Kotschenreuther beim Abspannen der Halteseile für die Hopfenranken. Foto: Metzner  

Rehau - Die Rehauer Kommunbräu, die übrigens im kommenden Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern kann, legt in Rehau wie früher üblich wieder einen eigenen Hopfengarten an. Rehau hat schon bei seiner Stadterhebung im Jahr 1427 sein eigenes Braurecht erhalten. Früher konnte man den zum Brauen benötigten Hopfen ja nicht so einfach importieren. Folglich legten die Rehauer an der alten Pilgramsreuther Straße - an der Stelle standen bis vor einigen Jahren noch Scheunen - ihre Hopfenpflanzung an. An diese Zeit erinnerte bis vor einigen Jahren unweit der heutigen Kommunbrauerei das Gasthaus "Zur Hopfenblüte", am damaligen oberen Hofer Steig, also der heutigen Bahnhofstraße.

Wie Werner Kotschenreuther, derzeitiger Vorsitzender des Kommunbräuvereins, erläutert, befindet sich heute die Brauerei im Gebäude der ehemaligen Ludwigsbräu, die in den Wirren der Wirtschaftskrise nach dem Ersten Weltkrieg den Betrieb einstellen musste. Das Braurecht ließ sie aber nie erlöschen. Auf dieser Grundlage gründete sich vor nunmehr fast zehn Jahren der Verein, der zurzeit 245 Mitglieder umfasst.

Zur Brauerei gehört inzwischen ein kleines, aber feines Museum, das auch an die Braugeschichte Rehaus erinnert, mit all den verschiedenen und oft traditionsreichen Brauereien. Da liegt es nahe, wieder einen wenn auch kleinen, so doch vorzeigbaren eigenen Hopfengarten anzulegen, um den Besuchern auch den Hopfenanbau nahezubringen.

Folglich nahm man Verbindung zu einem Hopfenbauern in der Hallertau auf mit dem Ziel, erst mal mit 20 Pflanzen vier verschiedener Aroma-Arten auf drei Beeten gleich neben den Brauereigebäuden den Garten anzulegen - nicht nur als Schaugarten, sondern auch zur eigenen Ernte. Für Letzteres fehlt zurzeit noch die zum Rösten erforderliche Hopfendarre, aber das kann ja noch werden. Der Verein, der vom Idealismus seiner Mitglieder getragen wird, hat bestimmt noch so manche Pläne.

Am vergangenen Wochenende wurde erst mal der Grundstock gelegt mit dem Setzen der Pfähle und dem Abspannen der Rankseile für die mehrjährigen Hopfenpflanzen. Der harte Kern des Vereins packte mit an, der immer bereitsteht,wenn es was zu tun gibt.

Die eigentliche Pflanzung wird im Beisein des Hallertauer Hopfenbauern, der auch die Pflanzen geliefert hat, erst im Herbst stattfinden.

Autor

Dietrich Metzner
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Veröffentlicht am:
22. 07. 2020
18:08 Uhr

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Dietrich Metzner

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22. 07. 2020
18:08 Uhr



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