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Programmieren wie die Profis

Das Projekt "Coding Kids" an der Gutenbergschule in Rehau geht zu Ende. Die Schüler bekommen eine Urkunde und ziehen Bilanz - und die fällt sehr positiv aus.



Selina und Henry (vorne) haben zusammen mit zehn anderen Viertklässlern der Gutenbergschule ihr eigenes Spiel konzipiert und programmiert.	Fotos: Schobert (2), Archiv
Selina und Henry (vorne) haben zusammen mit zehn anderen Viertklässlern der Gutenbergschule ihr eigenes Spiel konzipiert und programmiert. Fotos: Schobert (2), Archiv  

Rehau - Die einen schießen mit Pfeilen auf feuerspeiende Drachen, die anderen weichen in Windeseile einem Meteoritenschauer aus. Beim Projekt "Coding Kids" erschaffen sich Grundschüler ihre ganz eigene Fantasiewelt und programmieren ihr persönliches Computerspiel.

"Coding Kids" ist ein Projekt des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft Hof. Durchgeführt wird die Aktion von der eigens dafür gegründeten Kompetenz-Akademie Hof an insgesamt 14 Schulen im Landkreis. Schüler der vierten Jahrgangsstufe lernen die visuell basierte Programmiersprache Scratch. Damit können die Kinder nicht nur einfache Animationen entwickeln, sondern sogar komplexe Computerspiele ausarbeiten.

Gestern haben zwölf Schüler der Gutenberg-Grundschule in Rehau zum Schuljahresabschluss ihre Teilnahme-Urkunden überreicht bekommen. Dr. Dorothee Strunz, Geschäftsführerin der Firma Lamilux und Initiatorin des Projekts "Coding Kids", verteilte das heiß ersehnte Stück Papier unter den Viertklässlern. "Ich bin begeistert, was ihr hier für tolle Spiele entwickelt habt", lobte Strunz die Nachwuchs-Programmierer. Auf die Frage, ob der Kurs Spaß gemacht habe, bekam die Projekt-Initiatorin eine eindeutige Antwort: "Ja!"

Die Kinder sind sich einig: So etwas wollen sie noch mal machen. Vor allem von ihren beiden Tutoren Michael Schulz und Jonas Schmitt sind die Kleinen begeistert. "Die zwei könnten doch eine Programmierschule gründen. Da gehen wir dann alle hin", schlägt einer der Viertklässler vor. "Wir freuen uns sehr, dass die Kinder das Projekt so genossen haben", sagt Strunz.

Den offiziellen Abschluss von "Coding Kids" im Schuljahr 2017/2018 nutzt auch Schulrat Reiner Frank für eine positive Bilanz: "Wenn die Kleinen von jedem Fach so begeistert wären, das wäre toll." Zu verdanken habe man den Erfolg in erster Linie dem Arbeitskreis SchuleWirtschaft. "Aber auch die Lehrkräfte und ganz besonders die verantwortlichen Tutoren haben großartige Arbeit geleistet", betont Frank.

Die Teilnahme am Projekt ist freiwillig. Die Viertklässler können sich für den Programmierkurs anmelden. In neun Doppelstunden lassen sie sich von fachkundigen Tutoren die Grundkenntnisse des Programmierens einführen. "Es fällt immer schwer, am Schuljahresende die Klasse zu verlassen", erzählt Michael Scholz. Er war schon im Vorjahr Tutor an der Gutenberg-Grundschule. "Es freut mich dann umso mehr, wenn uns die Kinder auf dem Gang wiedererkennen und sich freuen."

Ein positiver Nebeneffekt der Kurse seien Beharrlichkeit und Konzentrationsfähigkeit, die dabei gefördert würden, sagt Projekt-Initiatorin Strunz. "Beim Programmieren sind diese Fähigkeiten wichtige Tugenden." In Zeiten zunehmender Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelt sei das Projekt "Coding Kids" somit ein zukunftsweisender Weg. Strunz stellt den kleinen Computer-Experten bereits ein neues Projekt in Aussicht. "Robo Kids" soll es heißen und Kinder ebenfalls so früh wie möglich mit Technik in Berührung bringen. "Das Ziel ist, Kinder in jungen Jahren in den sogenannten MINT-Bereichen zu fördern", erklärt sie. Auch Mädchen sollen dadurch den Spaß an Technik und Naturwissenschaften für sich entdecken.

Spaß hatten die Jungs und Mädels der Gutenberg-Grundschule in Rehau allemal. Begeistert zeigen sie den Anwesenden ihre ganz persönlichen Computer-Spiele. "Wir wollen unsere Spiele zu Hause weiter bearbeiten", da sind sich die zwölf Viertklässler einig. Und das geht auch: "Die Kinder haben einen Code bekommen, mit dem sie sich zu Hause einloggen können und weiter spielen und programmieren dürfen", erklärt Tutor Michael Scholz.

Auf die Frage von Schulrat Frank, wer sich vorstellen könne, später selbst als Programmierer zu arbeiten, schnellen die meisten Finger nach oben. Das eine oder andere Mädchen ist aber noch unsicher: "Es war richtig cool, aber ich würde schon lieber Tierärztin werden."

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Nadine Schobert
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Veröffentlicht am:
11. 07. 2018
18:34 Uhr

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11. 07. 2018
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