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Rehau

Rasch heimisch in der Natur

Sie lernen Tierstimmen kennen, suchen Ameisen und Käfer: Acht Kindergruppen erkunden mit Försterin Nina Ledermüller den Wald.



Ein Hirschgeweih ist imposant und noch beeindruckender, wenn man es in Händen hält. Foto: privat
Ein Hirschgeweih ist imposant und noch beeindruckender, wenn man es in Händen hält. Foto: privat  

Rehau - Mit einem ausgeklügelten Mitmach-Programm hat Försterin Nina Ledermüller, seit 2016 für das Forstrevier Rehau-Selb zuständig, Kinder und Jugendliche zu Waldexpeditionen eingeladen. Im Rahmen des Bildungspakets der Stadt Rehau kamen acht Kindergruppen aller Altersstufen in den Genuss dieser lehrreichen und mitreißenden Naturexkursionen. "Willkommen im Wald", hieß es stets, wenn die Forst-Expertin die Gäste unter dem Blätterdach begrüßte. So konnten sich die Kinder gleich heimisch fühlen.

"Hier in der Natur gibt es so viel zu entdecken. Schließt erst einmal die Augen und hört genau hin", forderte Nina Ledermüller die jungen Gäste auf. Fernab vom Auto- und Stadtlärm lauschten die Kinder den Vogelstimmen, dem Klopfen der Spechte und den summenden Insekten; so fanden sie erstaunlich schnell zur Ruhe. Geräusche und Tierstimmen wurden analysiert; Ledermüller erklärte die dazugehörigen Verhaltensweisen der tierischen Waldbewohner.

Die 37-jährige Försterin hatte gemeinsam mit ihren Kolleginnen Carola Prinz und Sabrina Rettich auch Spiele und Mitmach-Aktionen vorbereitet, sodass sich die Kinder aktiv mit den Besonderheiten der Natur befassen konnten. So galt es, im Dickicht versteckte Tierpräparate wie Marder, Greifvogel und Eichhörnchen zu finden oder Bäume anhand der Rinde zu erfühlen. Die sogenannten Abwurfstangen eines Hirsches wurden genau unter die Lupe genommen und Spuren jeglicher Art auf dem Waldboden gesucht. Mit dem Messer trennte die Försterin die Rinde vom Fichtenstamm, um den Kindern die Schäden durch den Borkenkäfer zu verdeutlichen. Alle erhielten kleine Rechen und Hacken, sodass sie im Waldboden nach Kleintieren wie Ameisen, Spinnen und Käfer graben und diese dann kurzzeitig in Becherlupen beobachten konnten. "Insekten bestäuben nicht nur Pflanzen, sondern helfen auch, dass altes Gehölz und Blätter wieder zu Erde verarbeitet werden", erklärte die Fachfrau die Bedeutung der Tiere für den Naturkreislauf.

Ausdauernd beschäftigten sich die Kinder mit Wurzeln und kleinen Lebewesen in abgestorbenem Holz; sie bauten aus Ästen kleine Lager und bestaunten die Emsigkeit der Ameisen. "Es ist für die Entwicklung der Kinder wichtig, raus in die echte Natur zu gehen", betonte Nina Ledermüller, die mit ihren Veranstaltungen neue Akzente für das Naturverständnis setzt. Die Kinder saugten die stressfreie und ruhige Atmosphäre im Wald regelrecht auf.

Die Stadt Rehau bedankte sich herzlich bei Nina Ledermüller und ihrem Team des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

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Nähere Informationen über das Bildungspaket der Stadt Rehau gibt es bei Familienbeauftragter Sandra Hilbig, Telefonnummer 09283/898560.

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Veröffentlicht am:
19. 06. 2018
20:56 Uhr

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