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Rehau

Rehau wächst weiter

In der Bürgerversammlung stellt Bürgermeister Michael Abraham fest: "Die Stadt steht gut da." Auch der heimischen Wirtschaft gehe es gut.



Thomas Gerbeth
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Rehau - Zur Rehauer Bürgerversammlung begrüßte Bürgermeister Michael Abraham zahlreiche Besucher im Festsaal des Alten Rathauses. Zunächst ging er auf die Geschichte der "Modellstadt Bayerns" ein: Rehau habe dank Baukondukteur Baumann, der im Auftrag der bayerischen Kreisregierung Rehau neu aufbaute, durch die architektonische Bauweise ein Alleinstellungsmerkmal in Bayern. Damit lasse sich sehr gut werben, unterstrich der Bürgermeister.

Bürgeranfragen

Thomas Gerbeth brachte die Kulturtage ins Gespräch: Ob ein besseres Angebot nicht mehr Menschen nach Rehau ziehen würde, fragte er. Abraham erklärte, die Kulturtage in Rehau würden im nächsten Jahr anders gestaltet: Sie würden nicht mehr auf drei Tage beschränkt, sondern es werde einen "Kulturherbst" geben. So lasse sich ein Angebot über vier Wochen bereitstellen. "Aber vielleicht ist es auch besser man bündelt die Angebote und holt sich einen bekannten Act; dies ist aber immer eine Frage des Geldes", betonte Michael Abraham. "Es muss immer eine Abwägung der Verhältnismäßigkeit geben. Wenn Sie ein tolles Angebot machen und es kommen dann zehn Mann mehr, rechnet sich das nicht."

Georg Sack kam auf die in Rechnung gestellten Straßenausbaubeiträge der Anwohner im Reutlichweg zu sprechen. Stadtkämmerer Ulrich Beckstein erläuterte, dass die Stadt wegen der Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung vor neuen Aufgaben stehe. Damit Klarheit in die Sache kommt, müsse die Staatsregierung ein Gesetz erlassen, "und solange es kein Gesetz gibt, gibt es keine neue Situation. Sobald wir Näheres wissen, werden wir ganz aktiv die Bürger im Reuthlichweg informieren." Die Verärgerung der Bürger sei verständlich. "Die Gesetzeslage ist aber so, dass die Stadt Rehau jetzt nicht einfach das Geld zurückzahlen darf."


Einwohnerzahlen: Abraham berichtete, dass die Einwohnerzahl in Rehau weiter steigt und sich momentan bei 9492 bewegt (2014: 9303). Ebenfalls steigt die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze, die er auf 5800 bezifferte (2014: 5745); dadurch stiegen auch die täglichen Einpendler auf 4144.

Rückblick: Was Rehau in diesem Jahr bewegte, war der nächste Punkt in Abrahams Bericht. Hier berichtete er vom Besuch der französischen Partnerstadt Bourgoin-Jallieu, über das Stadtfest, die neue Perlenkönigin Katherina Bryant, den Neubau der Duschanlagen im Hallenbad, die Mitfahrbank in Pilgramsreuth, den Umbau des Martin-Luther-Kindergartens, die Sanierung des Gebäudes des Alten Landgerichtes am Maxplatz 10, den Neubau der Zehstraße, vom Umbau und Umzug der Gewog, vom neuen Info-Terminal, dem Abbruch der "Wolfschlucht" und dem Neubau einer modernen Wohnanlage; weiter erwähnte er die Sanierung des Rathauses, den neuen Rewe- Markt in der Siedlung und die Sanierung der Hofer Straße, die in einer Rekordzeit fertiggestellt worden sei.

Das Gedicht: Besonders bewegt hat Rehau in diesem Jahr ein Gedicht, das die Stadt im ganzen Bundesgebiet bekannt gemacht habe; sie habe es damit sogar in die Tagesschau geschafft. "Man hat dem Gedicht Avenidas vom Eugen Gomringer in Rehau eine neue Heimat gegeben, und ich habe noch nie so viele positive Zuschriften erhalten wie in diesem Fall", sagte der Bürgermeister.

Ausblick: Im Jahr 2019 werde das neue Feuerwehrhaus in Angriff genommen, der Bau des ersten Abschnitts des Perlenradwegs von Eulenhammer nach Schönwald werde beginnen. Über die "Marktwiesen" wird momentan mit einem neuen Investor besprochen, ein neues Bistro wird am Maxplatz eröffnet, die Sanierung der Regnitzlosauer Straße wird beginnen; die Strunz-Stiftung wird am ehemaligen ASV-Gelände einen neuen Kindergarten bauen. In Rehau stehen zirka 50 Bauplätze zum Verkauf. Weiter betonte Abraham, dass alle städtischen Einrichtungen wie Bücherei, Hallenbad oder Sportzentrum uneingeschränkt weitergeführt werden können.

Außerdem werden Konzepte zur Weiterentwicklung des städtischen Freibades samt Minigolfanlage erarbeitet, um die Attraktivität des Bades langfristig zu erhalten. Weiter soll die Umsetzung des Bahnhofkonzepts mit Neugestaltung des Vorplatzes einschließlich Neubau der Bahnhofstraße bis zur Goethestraße in Angriff genommen werden.

Ferner soll geprüft werden, ob es im Stadtgebiet moderne und zeitgemäße Räumlichkeiten für größere Veranstaltungen gibt. Es werde in das Stadtmarketing investiert, um Rehau als Standort für Wohnen, Einkaufen und Dienstleistungseinrichtungen intensiver zu vermarkten.

Aus dem Haushalt: Die Einnahmen aus Gewerbesteuern mit 6,5 Millionen Euro und aus der Lohn- und Einkommensteuer mit 4,6 Millionen Euro seien beachtliche Beiträge, die Unternehmen und Bürger leisteten. Im nächsten Jahr können laut Abraham zahlreiche wichtige Maßnahmen begonnen oder fortgesetzt werden. Abraham nannte Investitionen in die Kinderbetreuung und die Schulausstattung, Schulsanierung, Erneuerung des Feuerlöschteiches in Kühschwitz und Kanalbau. Geichzeitig können die Schulden um rund 100 000 Euro abgebaut werden. Rehau stehe also gut da. Auch der Wirtschaft gehe es gut, insgesamt seien die Rahmenbedingungen sehr ordentlich. Da der Haushalt 2019 ohne Neuverschuldung auskommt, müsse er nicht durch das Landratsamt genehmigt werden und könne daher ab Januar umgesetzt werden.

Auszeichnung: Familie Heinz Hörath erhielt für die Fassadensanierung ihres Anwesens Am Sattelberg 7 eine Urkunde. Dies hatte der Bausenat der Stadt Rehau am im November beschlossen

Polizeibericht: Erster Polizeihauptkommissar Hans Runge berichtete über die Sicherheit in Rehau; die Situation stimme ihn "im Großen und Ganzem sehr positiv".

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Uwe von Dorn
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Veröffentlicht am:
30. 11. 2018
20:00 Uhr

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Uwe von Dorn

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30. 11. 2018
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