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Schönwald gibt grünes Licht für Radweg

Der Bau der Teilstrecke des Perlenradwegs entlang der Staatsstraße von Eulenhammer bis Grünhaid soll 2018 beginnen. Die Route führt später bis Vielitz-Siedlung.



Die Region will verstärkt in den Radtourismus einsteigen. Der Perlenradweg soll an den Brücken- und den Saale-Radweg angebunden werden.
Die Region will verstärkt in den Radtourismus einsteigen. Der Perlenradweg soll an den Brücken- und den Saale-Radweg angebunden werden.  

Schönwald/Rehau/Regnitzlosau Auch jenseits der Grenzen des Landkreises Hof geht es mit dem Perlenradweg voran. Nachdem der Schönwalder Stadtrat im vergangenen Jahr Planung, Finanzierung und den Bau des Perlenradwegs gebilligt hatte, beschloss er in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr, die Maßnahme umzusetzen.

Der Radweg soll, wie mehrfach berichtet, von Oberkotzau über Rehau, Schönwald und Selb entlang der Staatsstraße gebaut werden und somit an den Brückenradweg und den Saale-Radweg angebunden sein. Im Bereich Schönwald wird der Perlenradweg vom Perlenhaus bis zur Einmündung der Gemeindeverbindungsstraße Grünhaid/Schönlind in die Staatsstraße verlaufen.

Auf der Rehauer Bürgerversammlung bekannte Bürgermeister Michael Abraham, wie komplex die Planung für den Perlenradweg sei. Wichtigster Punkt für Rehau ist hier laut Bürgermeister Abraham die Verbindung von Wurlitz nach Oberkotzau. Grundsätzlich sei es so: "Hier haben wir eine sehr komplexe Planungssituation, in der die Kommunen Oberkotzau, Rehau, Schönwald und Selb alle unter einen Hut gebracht werden müssen", sagte der Rehauer Rathauschef.

Das Projekt entstammt einer Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaft Dreiländereck mit Regnitzlosau und Rehau. Die Arbeit der Gemeinschaft ist auf den Tourismus und die Daseinsvorsorge ausgerichtet. "Beim Perlenradweg kommen wir nun einem Baubeginn näher. Der Bau des Abschnittes Eulenhammer bis Schönwald könnte im kommenden Jahr beginnen", sagte der Schönwalder Bürgermeister Jaschke in der jüngsten Stadtratssitzung.

"Das Ingenieurbüro Wolf und Zwick aus Marktredwitz ist derzeit dabei, die Entwurfsplanung für die verschiedenen Bauabschnitte auszuarbeiten", sagte Bürgermeister Klaus Jaschke. Die Deutsche Bahn bereite fast durchweg durch ihre mangelnde Zuarbeit Probleme. Nicht betroffen ist allerdings der Bauabschnitt zwischen der Staatsstraße 2454, der Einfahrt Eulenhammer bis Schönwald. Deshalb will das Landratsamt Wunsiedel für diese Strecke, die zur Hälfte auf Schönwalder Gemeindegebiet liegt, noch in diesem Jahr den Förderantrag bei der Regierung von Oberfranken stellen.

"Der Radweg wird mit 80 Prozent gefördert", sagte Jaschke. Die Kostenschätzung für diesen Bauabschnitt liege bei 600 000 Euro. Demnach ergebe sich ein Eigenanteil für Schönwald in Höhe von 120 000 Euro. Die Kostenschätzung basiere jedoch noch auf der Grundlage des ursprünglichen Vorschlags. Der Radweg sollte ab der Autobahnausfahrt Schönwald nicht entlang der Staatsstraße, sondern entlang des Anwesens Grünhaid verlaufen.

Bürgermeister Jaschke erklärte: "Nur, wenn der Perlenradweg entlang der Staatsstraße verläuft, gibt es die Fördermittel." Die Zwischenfinanzierung für den Radweg übernehme der Landkreis Wunsiedel. Deshalb werde erst abgerechnet, wenn die Maßnahme abgeschlossen ist. Ab dem Jahr 2021 soll der Radweg weitergeführt werden - entlang der Wun 15 zwischen Schönwald und Vielitz-Siedlung. Die Planung soll in Auftrag gegeben werden.

Die Schönwalder Stadträte waren mit der Maßnahme einverstanden und begrüßten den Perlenradweg. CSU-Fraktionsvorsitzende Ursula Tuscher sah das Vorhaben dennoch mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Dass der Radweg entlang der Staatsstraße verlaufen wird, sei zwar nicht ideal, wegen der Fördermittel aber in Ordnung. Tröstend sei, dass die Landschaft auch an der Straße herrlich sei. "Der Perlenradweg ist eine echte Aufwertung für Schönwald", sagte die Stadträtin. Außerdem sei der Radweg nicht nur für die Touristen eine Bereicherung. Gerade die geplante Fortführung zur Heidestraße mache Sinn, da für Fußgänger und Radfahrer hier bisher nichts vorgesehen war.

Eine Route abseits der Staatsstraße hätte sich auch Michael Rehwagen, Fraktionsvorsitzender der SPD, gewünscht. Aber auch er könne mit der Planung leben. "Der Radweg wird Schönwald wieder ein Stück weiter voranbringen", sagte Rehwagen.

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Magdalena Dziajlo, pg
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Veröffentlicht am:
20. 12. 2017
18:06 Uhr

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Magdalena Dziajlo, pg

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Veröffentlicht am:
20. 12. 2017
18:06 Uhr



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