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Rehau

Siedlergemeinschaft kann auch feiern

Die Regnitzlosauer Siedler feiern ihren 65. Geburtstag mit einem Sommerfest. Lob erntet der Verein dabei für seinen großen Nutzen für alle Bürger der Gemeinde Regnitzlosau.



Vorsitzender Reinhold Sörgel (rechts) ließ beim Sommerfest der Siedler deren Geschichte Revue passieren. Auf die Frauengruppe unter der Leitung von Sigrid Olbrisch (links) stimmte er dabei eine regelrechte Lobeshymne an.
Vorsitzender Reinhold Sörgel (rechts) ließ beim Sommerfest der Siedler deren Geschichte Revue passieren. Auf die Frauengruppe unter der Leitung von Sigrid Olbrisch (links) stimmte er dabei eine regelrechte Lobeshymne an.   » zu den Bildern

Regnitzlosau - Mit einem Sommerfest an den Vereinsgerätehallen hat die Siedlergemeinschaft Regnitzlosau am gestrigen Sonntag ihren 65. Geburtstag gefeiert. Dass ein Fest für die Siedler nicht selbstverständlich ist, erläuterte Vorsitzender Reinhold Sörgel im kurzen offiziellen Teil. "Wir Regnitzlosauer Siedler feiern traditionell selten eigene Feste, doch heute haben wir gleich zwei Gründe dazu", sagte er. Zum einen sei es der 65. Geburtstag der Gemeinschaft, zum anderen besteht seit zehn Jahren die rührige Frauengruppe.

Dass die Zurückhaltung, Feste zu veranstalten, schon von Beginn an gilt, machte der Vorsitzende in seinem Rückblick deutlich. Sörgel zitierte dazu Otto Hoperdietzel, den langjährigen Vorsitzenden aus der Gründungszeit: "Aber die Arbeit im und am Eigenheim lässt es an geselligen Zusammenkünften und Versammlungen fehlen." Vier frisch gebackene Hauseigentümer seien es gewesen, die am 1. Dezember 1952 die Siedlergemeinschaft gründeten. Erst ab dem Jahr 1964 hielt die Gemeinschaft regelmäßig Versammlungen ab und seit 1969 führte sie darüber auch Protokoll.

Wie Sörgel außerdem berichtete, wuchs die Mitgliederzahl im Laufe der Jahre langsam aber stetig. Beim vergangenen Sommerfest vor fünf Jahren gehörten den Siedlern 395 Mitglieder an, aktuell sind es 415. "Damit haben wir so viele Mitglieder wie noch nie."

Parallel zur Mitgliederzahl stieg auch die Anzahl an Geräten, die sich die Mitglieder ausleihen können. Um alles unterzubringen, baute die Gemeinschaft im Jahr 1982 die erste Gerätehalle. Wegen der Fülle an Geräten kam 2007 eine weitere Halle hinzu.

"Lagerhallen und Geräte, das sind materielle Dinge", sagte Sörgel. "Doch vor zehn Jahren ist ein immaterieller Wert entstanden: unsere Frauengruppe." Die Initiative zur Gründung sei vom damaligen Vorsitzenden Max Künzel ausgegangen. Dass Sigrid Olbrisch die Leitung übernahm, sei ein Glücksfall gewesen, befand Sörgel. Sie schaffe es seitdem, mit ihrem Team Monat für Monat und Jahr für Jahr immer wieder für bis zu 30 Frauen interessante Zusammenkünfte zu organisieren. Das Programm reicht von Vorträgen bis hin zu abwechslungsreichen Besichtigungen. "Selbstverständlich gehören auch Abende dazu, an denen nur mal geratscht und gestrickt wird oder Spiele gespielt werden."

Der Vorsitzende widmete sich zudem einem aktuellen Thema - nämlich, das Sommerfest ohne Musik abzuhalten. "Die Besucher sollen miteinander ungestört ins Gespräch kommen", sagte Sörgel bereits vor der Veranstaltung. Gestern bat er die Gäste beim Nachhausegehen, um Rückmeldung dazu.

Im Namen der Gemeinde gratulierte der zweite Bürgermeister Wolfgang Hopperdietzel. Er sprach von einer positiven Entwicklung, die der rührige Verein in den vergangenen Jahren genommen habe. "Die Siedlergemeinschaft ist mittlerweile der zweitgrößte Verein in Regnitzlosau", berichtete er. Bürgern und Mitgliedern stelle er verschiedenste Geräte gegen eine minimale Leihgebühr zur Verfügung. "Das erspart vielen Haushalten die Anschaffung teils teurer Geräte", lobte Hopperdietzel.

Was den Reiz der Siedlergemeinschaft ausmacht, schildern Heidrun und Gert Wunderlich. Sie traten vor zehn Jahren ein. "Die Gemeinschaft bietet mir die Möglichkeit, jede Menge Geräte auszuleihen", sagt er. Sie ergänzt: "Ich habe viele Leute kennengelernt als damals neu Zugezogene"

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Ronald Dietel

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Veröffentlicht am:
19. 08. 2018
20:42 Uhr

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