Topthemen: Fall Peggy KnoblochHofer Kaufhof wird HotelGerchRegionale Videos: Eisbaden, Robokids

Selb

500.000 Euro gegen den Leerstand

Selb bietet für die Sanierung von Häusern in der Innenstadt ein Förderprogramm an. Damit soll ein Anreiz für Modernisierungen geschaffen werden.



Hoffen auf das Interesse der Immobilienbesitzer in der Innenstadt: der Selber Stadtumbaumanager Stefan Manthey (links) und Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch. Foto: Florian Miedl
Hoffen auf das Interesse der Immobilienbesitzer in der Innenstadt: der Selber Stadtumbaumanager Stefan Manthey (links) und Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch. Foto: Florian Miedl   » zu den Bildern

Selb - Der Kampf gegen den Leerstand ist auch in Selb ein großes Thema. Deswegen bietet die Stadt bereits seit Herbst 2018 ein Programm zur Förderung von privaten Sanierungsvorhaben in der Kernstadt an. In den Genuss des Programms, das zu großen Teilen aus der Förderoffensive Nordostbayern finanziert wird, kommen all jene Hausbesitzer, deren Immobilie teilweise oder ganz leer steht oder von Leerstand bedroht ist. Die Details erläuterten jetzt Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und Stadtumbaumanager Stefan Manthey.

Der Geltungsbereich

Wer seine leer stehende Immobilie in der Innenstadt sanieren oder modernisieren und in den Genuss des Förderprogramms kommen möchte, kann sich beim Stadtumbaumanager Stefan Manthey im Bauamt des Selber Rathauses melden. Er gibt gerne weitergehende Informationen. Erreichbar ist er unter der Telefonnummer 09287/883-176 sowie per

E-Mail unter der Adresse

stefan.manthey@selb.de.

Die Fördersumme ist kein Pappenstiel: Sanierungsvorhaben von leer stehenden Immobilien können mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten beziehungsweise mit bis zu 50 000 Euro gefördert werden. Weitere 10 000 Euro können für die Gestaltung der Außenanlagen fließen. Insgesamt also 60 000 Euro. 90 Prozent davon steuert der Freistaat Bayern über die Förderoffensive bei, zehn Prozent übernimmt die Stadt. Wie Stefan Manthey sagt, kommen dazu noch steuerliche Vorteile, die der Hausbesitzer geltend machen kann.

 

Allerdings müssen die Hausbesitzer dafür auch eine umfassende Sanierung in Angriff nehmen. Eine reine Fassadensanierung reiche nicht aus. Dafür soll bis Mitte des Jahres ein weiteres Förderprogramm zur Verschönerung von Fassaden, Dächern oder Fenstern aufgelegt werden, über das man aber gerade noch verhandle.

Ziel im aktuellen Leerstandsprogramm ist es laut Manthey, die Gebäude so umfassend zu sanieren, dass sie einen zeitgemäßen und nachgefragten Standard erreichen. Gemeint sind dabei zum Beispiel der Umbau von leeren Ladengeschäften oder die grundlegende Sanierung der Elektrik.

Grundlage für die Sanierung ist die 2018 ausgearbeitete Gestaltungsfibel, die auch auf der Homepage der Stadt Selb abrufbar ist. Die gibt den Rahmen für die Sanierung und Modernisierung vor. Wer seine leer stehende Immobilie für die Förderung anmelden will, kann sich einfach an Stefan Manthey wenden. Zusammen mit einem von der Stadt Selb beauftragten Architektenbüro wird dann das Gebäude besichtigt. "Der Architekt macht natürlich keine richtige Planung, kann aber Ideen für eine Sanierung oder einen Umbau geben", sagt Manthey. Nach einem Beratungsgespräch mit dem Architekten schließt die Stadt dann mit dem Hausbesitzer eine Sanierungsvereinbarung ab. "Dann kann mit den Arbeiten begonnen werden", sagt Manthey. Bereits zuvor begonnene Arbeiten können nach seinen Worten nicht bezuschusst werden.

Für die Förderung stehen aus 2018 noch 150 000 Euro zur Verfügung, im Jahr 2019 sind 350 000 Euro eingeplant, insgesamt also 500 000 Euro. Wie Manthey sagt, sind vier Beratungen bereits abgeschlossen, sechs weitere Hausbesitzer seien interessiert.

Für Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch ist das Förderprogramm auch Ausfluss des Masterplans Innenstadt. Aus diesem könne man drei Schwerpunkte herausgreifen. Einzelhandel, Wohnen und Gastronomie. Diese drei Bereiche wolle die Stadt unterstützen und Lösungsansätze konsequent verfolgen.

Im Masterplanprozess habe sich herausgestellt, dass rund 80 Prozent der Hauseigentümer auch wirklich in Selb leben. "Und viele davon wollen auch etwas tun und investieren", ist Pötzsch überzeugt. Und genau diese Hauseigentümer könne man mit dem Leerstandsprogramm unterstützen. Zum einen fachlich mit dem beauftragten Architektenbüro, zum anderen finanziell mit dem Förderprogramm.

"Wir wollen für die Besitzer, aber auch für alle, die vielleicht ein Haus in der Innenstadt kaufen wollen, einen Anreiz schaffen, das Gebäude zu sanieren."

Autor

Andreas Godawa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 01. 2019
16:44 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Architekturbüros Euro Förderung Hauseigentümer Häuser Innenstädte Leerstände Sanierung und Renovierung Ulrich Pötzsch
Selb
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Rosenthal möchte sein Outlet erweitern und darf nicht. Die CSU/Freie Wähler-Fraktion fordert Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch auf, eine tragbare Lösung zu finden.	Foto: Uwe von Dorn

25.01.2019

CSU und Freie Wähler Selb sehen Lösung

Die Erweiterung des Rosenthal-Outlets scheitert an widersprüchlichen Gutachten. Kann eine neue Klassifizierung des Areals helfen? » mehr

Geschäftsführer Gianluca Colonna würde das Rosenthal-Outlet gerne erweitern.

18.01.2019

Rosenthal sieht sich blockiert

Der Porzellanhersteller würde sein Outlet in Selb gerne erweitern. Platz, Geld und interessierte Mieter sind vorhanden. Was fehlt, ist die Genehmigung der Stadt. » mehr

Die Stadt Selb wird ihren Teil zur Sanierung des Jochen-Klepper-Hauses in Selb-Plößberg beitragen. Foto: Andreas Godawa

29.11.2018

44 000 Euro für das Jochen-Klepper-Haus

Der Stadtrat stimmt einer Kostenbeteiligung für die Sanierung zu. Das Geld steht 2020 bereit. » mehr

Viel Platz für Industrieunternehmen ist auf der Fläche zwischen der Autobahnausfahrt Selb-West und der Staatsstraße. Hier soll nach dem Willen des Selber Stadtrates ein Gewerbegebiet entstehen. Foto: Florian Miedl

13.12.2018

Selb schafft Platz für Unternehmen

Der Bauausschuss berät über das Gewerbegebiet nordwestlich der Anschlussstelle Selb-West. Laut Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch gibt es einen Interessenten. » mehr

Impulsprojekt für Selber Innenstadt

18.12.2018

Impulsprojekt für Selber Innenstadt: 17 Wohnungen und eine Bücherei

Im Bürgerpark setzen die Investoren Patrick Müller, Uwe Schlote und Oberbürgermeister Pötzsch den ersten Spatenstich. Im Herbst 2020 soll das Gebäude bezugsfertig sein. » mehr

Die Stadt Selb erwirtschaftet Geld für ihre Investitionen aus eigener Kraft. Foto: Sven Hoppe/dpa

21.12.2018

Hohe Investitionen ohne neue Schulden

14 Millionen Euro sind im Haushalt 2019 eingeplant. Der Selber Stadtrat stimmt dem Etat zu. Lob gibt es von allen Seiten. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

"Let it beat" in der Hofer Freiheitshalle

"Let it beat" in der Hofer Freiheitshalle | 16.02.2019 Hof
» 28 Bilder ansehen

Wish you were Beer! CVG-Party in Schwingen

Wish you were Beer! CVG-Party in Schwingen | 15.02.2019 Schwingen
» 33 Bilder ansehen

Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 9:3

Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 9:3 | 15.02.2019 Weiden
» 35 Bilder ansehen

Autor

Andreas Godawa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
17. 01. 2019
16:44 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".