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Anliegerin bemängelt Informationsfluss

Die Mitglieder des Ferienausschusses stimmen den Veränderungen an drei Übergängen im Zuge der Reaktivierung der Bahnlinie Asch - Selb-Plößberg zu. Erika Jaworin meldet sich als direkt Betroffene in der Bürgersprechstunde zu Wort.



Beim ehemaligen Bahnwärterhaus zwischen der Landesgrenze und Wildenau kommt es im Zuge der Reaktivierung der Bahnlinie Asch - Selb-Plößberg zu Veränderungen. Die Besitzerin des Hauses, Erika Jaworin, weiß allerdings noch nichts davon. 	Foto: Hannes Bessermann
Beim ehemaligen Bahnwärterhaus zwischen der Landesgrenze und Wildenau kommt es im Zuge der Reaktivierung der Bahnlinie Asch - Selb-Plößberg zu Veränderungen. Die Besitzerin des Hauses, Erika Jaworin, weiß allerdings noch nichts davon. Foto: Hannes Bessermann  

Selb - Die Reaktivierung der Bahnstrecke ist ein Thema gewesen, über das die Selber Stadträte in der Ferienausschusssitzung am Donnerstag beraten haben. Konkret ging es um die Änderungen bei drei Bahnübergängen zwischen Landesgrenze und Plößberg. Das Gremium stimmte den Planungen zu, da auf deren Grundlage ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt wird. Allerdings meldete sich in der anschließenden Bürgersprechstunde Erika Jaworin zu Wort, die als Besitzerin des Anwesens Wildenau 40a direkt betroffen ist, bisher aber weder von der Bahn noch vom beauftragten Ingenieurbüro über die Änderungen informiert wurde.

Das Ingenieurbüro Fuchs, Chemnitz, ist von der DB Netz AG damit beauftragt worden, die Entwurfs- und Genehmigungsplanungen für die Erneuerung der Bahnübergänge zu erstellen. Das Ingenieurbüro hat nun die Stadt Selb gebeten, die Planungsunterlagen zu prüfen und zu bestätigen.

Laut Planungsbüro soll der Bahnübergang zwischen Wildenau und der Landesgrenze geringfügig nach Westen beziehungsweise Nordwesten verschoben werden, sodass die Straße weiter vom Wohnhaus Wildenau 40a abrückt. Auch soll die zum Anwesen gehörende Garage abgebrochen und an anderer Stelle neu errichtet werden. Die Feldwege werden neu angebunden. Gesichert werden soll der Übergang laut Kreuzungsplan mit der üblichen Beschilderung und mit Halbschranken.

Der zweite Bahnübergang im Planungsgebiet liegt am Ortsausgang von Erkersreuth in Richtung Wildenau/Lauterbach. Auch hier ist die Sicherung mittels Schilder und Halbschranken vorgesehen. Die Einmündung des westlich der Straße liegenden und nördlich der Bahnlinie verlaufenden Feldwegs soll neu gebaut und rund 50 Meter nach Norden verschoben werden.

Der dritte Bahnübergang liegt zwischen Erkersreuth und Plößberg. Die Sicherung ist wie für die beiden anderen geplant, die nördlich der Straße WUN 15 gelegene Feldzufahrt soll geringfügig in westliche Richtung verlagert werden.

Wie Uwe Hofmann vom Tiefbauamt der Stadt Selb mitteilte, halte die Verwaltung neben einigen kleineren Korrekturen bei der Beschilderung keine weiteren Änderungen bei der Planung für notwendig. Allerdings werde man bereits beim jetzigen Stand der Planung darauf hinweisen, für die Anwohner entlang der Bahnstrecke ausreichenden Lärmschutz zu berücksichtigen. Dem Antrag stimmten die Stadträte zu, allerdings wollte Roland Schneider verbrieft haben, dass durch die Verlegung der Wege keine Kosten auf die Stadt zukommen. Dies könne noch im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens näher erörtert werden, betonte Hofmann.

In der Bürgersprechstunde meldete sich dann Erika Jaworin als Betroffene und machte deutlich, dass sie unmittelbare Anliegerin des Bahnübergangs zwischen Wildenau und Landesgrenze sei. Mit keiner Silbe sei mit ihr bisher über die Planungen (Versetzung der Garage und Verschiebung des Übergangs) gesprochen worden. Vielmehr habe sie bereits vor längerer Zeit der Bahn geschrieben und zur Antwort bekommen, sie werde rechtzeitig informiert. "Bisher ist niemand mit mir in Verbindung getreten", sagte Jaworin. Zudem unterstrich sie, dass sie in ihrem Anwesen einen Hundesalon betreibe und daher auch ihre berufliche Existenz mit den Veränderungen verbunden sei.

Uwe Hofmann verwies auf das Planfeststellungsverfahren, machte aber deutlich, dass man dieses im vorliegenden Fall nicht abwarten sollte. Er sicherte der Anliegerin zu, die Stadt werde in Kontakt mit der Bahn und dem Planungsbüro treten.

Die Mitglieder des Ferienausschusses beschlossen ferner die Widmung eines Teilstückes des sogenannten Brücken-Radwegs zum beschränkt-öffentlichen Weg mit der Beschränkung "Nur für Fußgänger und Radfahrer". Dabei handelt es sich um das Stück zwischen der Franz-Heinrich- und der Talstraße.

Ebenso Zustimmung fand die Voranfrage zum Bau einer Garage auf dem Anwesen Dürrloh 1. Das Areal ist im Flächennutzungsplan zwar als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen, kann aber wegen des Zusammenhanges mit bestehenden Gebäuden nicht entsprechend genutzt werden. Da eine Beeinträchtigung öffentlicher Belange nicht vorliegt, empfahl das Bauamt die Genehmigung des Vorhabens. Die Mitglieder des Ferienausschusses schlossen sich einstimmig der Empfehlung an.

Bisher ist weder die Bahn noch das Planungsbüro mit mir in Verbindung getreten.

Erika Jaworin


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Von Gisela König
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Veröffentlicht am:
31. 08. 2013
00:00 Uhr

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Von Gisela König

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31. 08. 2013
00:00 Uhr



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