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Selb

Après-Ski statt Sonnenbad

Am Selber Gymnasium lernen derzeit auch zwei Gastschüler aus Brasilien und Argentinien. Ihnen gefällt es im Fichtelgebirge. Auch das Essen schmeckt.



Sie freuen sich über die gemeinsamen Wochen, den Schnee und den Winter im Fichtelgebirge (von links): Gastschülerin Ana Clara Böelter Ferreira aus Brasilien, Lena Rogler aus Spielberg, Chiara Gräf aus Niederlamitz und Santiago Reinke Eseuela Alemon aus Argentinien. Foto: Silke Meier
Sie freuen sich über die gemeinsamen Wochen, den Schnee und den Winter im Fichtelgebirge (von links): Gastschülerin Ana Clara Böelter Ferreira aus Brasilien, Lena Rogler aus Spielberg, Chiara Gräf aus Niederlamitz und Santiago Reinke Eseuela Alemon aus Argentinien. Foto: Silke Meier  

Selb - Chiara Gräf ist mit Santiago Reinke Eseuela Alemon am Wochenende Snowboarden gewesen. Und Lena Rogler hat Ana Clara Böelter Ferreira mit zur Prunksitzung der TG Höchstädt genommen. Mit ihren Gästen erleben die beiden Selber Gymnasiastinnen in diesen Wochen ungewöhnliche und spannende Momente. Die Schülerinnen gehen in das Selber Walter-Gropius-Gymnasium, elfte Jahrgangsstufe, und belegten ab der zehnten Klasse Spanisch als zweite Fremdsprache. "Von unserer Lehrerin bekamen wir einen Flyer von Schwaben International, einer Organisation, die Austausch mit Schülern aus Lateinamerika anbietet", erzählt Lena Rogler. Die beiden Sechzehnjährigen haben sich beworben und im Dezember kam die Zusage: Santiago aus Argentinien und Ana aus Brasilien kommen.

Nun sind sie da, im winterlichen Fichtelgebirge. Und sie genießen es, wie sie sagen. "Es ist sehr kalt", sagt Ana und schwärmt von einer Wanderung auf die Kösseine und einem Ausritt mit den Pferden. Familie Rogler lebt in Spielberg. Der Austausch mit einer Gleichaltrigen aus einer anderen Kultur sei "manchmal anstrengend, aber spannend und eine sehr schöne Zeit", stellt Lena Rogler fest. Für die jüngeren Geschwister sei es mitunter schwierig, wenn sich Lena und Ana auf Englisch unterhalten. Sie hören zu, wenn sie erfahren, dass Porto Alegre, die Heimatstadt der Gastschülerin, nicht überall sicher ist. Die Kriminalität sei höher als in Deutschland. Bereichernd sei auch, von den Essgewohnheiten der fremden Länder zu erfahren.

Santiago, der während dem Austausch bei Familie Gräf in Niederlamitz wohnt, mag die deutsche Küche und liebt Klöße. Sein Lieblings-Getränk, Mate-Tee, hat er mitgebracht - und Kekse, die es nur in Argentinien gibt. Santiago mag auch den Winter gerne. Seine Gastfamilie wanderte mit ihm auf den Epprechtstein, fuhr mit ihm Langlauf und Alpin und feierte Après-Ski. Deutschland findet er "super", er würde gerne länger bleiben. Ana vermisst manchmal ihre Familie, hat viel Spaß und findet Deutschland "wunderbar."

Santiago fällt auf, dass die Schulen in Deutschland im Vergleich zu den argentinischen längere Pausen haben und der Unterricht sei besser: Das Fach Wirtschaft falle ihm schwer, Biologie und Unterricht im Labor bereiteten ihm Probleme. Sport, Informatik und deutsche Literatur würden ihm dagegen liegen.

Bevor es im Februar zurück nach Argentinien geht, trifft er in München auf seine Schulklasse und freut sich darauf, Schloss Neuschwanstein zu sehen. Ana trifft ihre Klasse im Norden wieder und wird vor dem Rückflug Hamburg besuchen. Ein Gegenbesuch in Brasilien wird von der Austauschorganisation bisher nicht angeboten, aber nach Argentinien: Am 2. August kann Chiara Gräf über den Atlantik fliegen. Sie freut sich auf das Land und die Familie von Santiago. "Ich muss nur sehen, wann ich zurückkomme; danach geht es gleich auf Abifahrt nach Griechenland." Doch Chiara ist zuversichtlich, dass das klappt.

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Silke Meier
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Veröffentlicht am:
31. 01. 2019
16:44 Uhr

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31. 01. 2019
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