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Bergsteiger-Legende im Rosenthal-Theater

Hans Kammerlander hat Alpingeschichte geschrieben. Im November erzählt er in Selb von seinem Schicksalsberg.



Hans Kammerlander Foto: pr.
Hans Kammerlander Foto: pr.  

Selb - 26 Jahre hat es gedauert. Dann ist Bergsteigerlegende Hans Kammerlander zum 8163 Meter hohen Manaslu in Nepal zurückgekehrt. Jenem Berg, auf dem er seine schmerzvollste Tragödie erlitt. Diesmal wollte er den Gipfel besteigen, um die traumatischen Erlebnisse von 1991, als sein bester Freund und Lehrmeister Friedl Mutschlechner ums Leben kam, zu verarbeiten. Am Montag, 18. November, um 19.30 Uhr berichtet Hans Kammerlander in seinem Multivisionsvortrag "Manaslu - der Geisterberg" im Selber Rosenthal-Theater von dieser Herausforderung.

Als Kammerlander 1991 aufbrach, war dies die erste Expedition, die er selbst organisiert hatte. Mit einer Gruppe Südtiroler Bergsteiger - fast alles Bergführerkollegen und gute Freunde - kam er ein Jahr nach der berühmten Skiabfahrt vom Nanga Parbat zum Manaslu, einem der niedrigeren Achttausender. An dem Tag, an dem ein letzter Gipfelversuch unternommen werden sollte, kam der Grödner Karl Großrubatscher bei einem unbemerkten Absturz nahe des letzten Hochlagers ums Leben. Wenig später wurde Friedl Mutschlechner tödlich vom Blitz getroffen. Kammerlander überlebte die Tragödie knapp, weil es ihm gelang, kriechend das Hochlager zu erreichen.

Es dauerte lange, bis er mit dem Verlust seines besten Freundes einigermaßen umgehen und wieder Freude am Bergsteigen finden konnte. Aus diesem Grund spielte für ihn die vollständige Sammlung der 14 Achttausender keine wichtige Rolle. Dem Manaslu kehrte er den Rücken, bis er 26 Jahre später mit dem Alpinisten Stephan Keck zu seinem Schicksalsberg zurückkehrte.

Kammerlander hat neben zahlreichen Erst- und Solobegehungen in den Alpen Berge in Asien und Südamerika bestiegen, darunter zwölf Achttausender. Gemeinsam mit Reinhold Messner gelang ihm die erste Doppelüberschreitung an Achttausendern: Gasherbrum II, gefolgt vom Hidden Peak. Auch hielt Kammerlander von 1996 bis 2006 den Rekord für die schnellste Besteigung des höchsten Berges der Welt.

Er kommt auf Einladung der Veranstaltungsreihe "50 Grad" des ehemaligen Selbers Holger König ins Rosenthal-Theater. "50 Grad" - das Fichtelgebirge liegt auf dem 50. Breitengrad - ist eine Plattform für Abenteuer-, Extremsport-, Reise und Lifestyle-Vorträge. Weitere Infos gibt es unter www.50-GRAD.com. Für Inhaber der Frankenpost-Abocard sowie Mitglieder des Fichtelgebirgsvereins und des Alpenvereins gelten ermäßigte Ticket-Preise.

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Gisela König

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Veröffentlicht am:
01. 09. 2019
20:56 Uhr

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01. 09. 2019
20:56 Uhr



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