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Bewahrer eines theologischen Schatzes

Das "Institut Papst Benedikt" in Regensburg gibt es seit zehn Jahren. Pfarrer Henkel und Kirchenpfleger Barthold aus Erkersreuth nehmen am Festakt teil.



Ökumenischer Austausch in Regensburg: Kirchenpfleger Rainer Barthold, Gerhard Kardinal Müller, Pfarrer Dr. Jürgen Henkel und Dr. Christian Schaller, der stellvertretende Direktor des "Instituts Papst Benedikt VI." der Diözese Regensburg (von links), vor einer Büste des "bayerischen Papstes". Foto: pr.
Ökumenischer Austausch in Regensburg: Kirchenpfleger Rainer Barthold, Gerhard Kardinal Müller, Pfarrer Dr. Jürgen Henkel und Dr. Christian Schaller, der stellvertretende Direktor des "Instituts Papst Benedikt VI." der Diözese Regensburg (von links), vor einer Büste des "bayerischen Papstes". Foto: pr.  

Selb/Regensburg - Es war einmal ein "bayerischer Papst". Mit dem damaligen Glaubenspräfekten Joseph Kardinal Ratzinger war 2005 erstmals seit rund 500 Jahren wieder ein Deutscher zum Papst gewählt worden. Dass dies auch noch einer der Ihren war, kann die Bayern aller Konfessionen und Kirchen bis heute mit Stolz erfüllen. Seit 2008 gibt es ein "Institut Papst Benedikt" in Regensburg, das derzeit alle Schriften Ratzingers in einer Edition veröffentlicht.

Jüngst feierte das Institut nun zehnjähriges Bestehen, und auch die evangelische Kirchengemeinde Erkersreuth war dabei vertreten. Pfarrer Dr. Jürgen Henkel und Kirchenpfleger Rainer Barthold nahmen als ökumenische Gäste an dem Festakt mit Kardinal Gerhard Müller aus Rom und dem Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer teil.

Bei Festgottesdienst und anschließendem Festakt würdigten die Redner die überragende Theologie von Joseph Ratzinger, der lange Jahre Theologieprofessor in Regensburg war. Von 1978 bis 1982 war er Erzbischof von München und Freising und von 1982 bis zu seiner Wahl zum Papst als Nachfolger von Papst Johannes Paul II. stand er der wichtigen Glaubenskongregation vor.

Pfarrer Dr. Henkel schätzt Papst Benedikt sehr: "Joseph Ratzinger ist einer der größten und bedeutendsten Theologen aller Zeiten, auch wenn die mediale Wahrnehmung und Darstellung dieses Ausnahme-Theologen vor allem in Deutschland meist massiv einseitig und negativ war. So voreingenommen, feindselig und unfair wie in Deutschland wurde dieser Papst in keinem anderen Land behandelt. Dabei ist er der größte Theologe auf dem Papstthron aller Zeiten, eine faszinierende Persönlichkeit von großer Bescheidenheit und Demut trotz aller überragenden intellektuellen Größe und Überlegenheit."

Kein anderer Papst habe ein so umfassendes theologisches Werk geschaffen wie Joseph Ratzinger alias Benedikt XVI. "Selbst nach der Wahl zum Papst 2005 beließ er es nicht bei den üblichen Enzykliken, sondern veröffentlichte noch drei hervorragende Bücher über Jesus von Nazareth", hält Pfarrer Henkel fest. "Mit seinen Enzykliken und seinem theologischen Werk hat Joseph Ratzinger seiner katholischen Kirche, aber auch den anderen Christen und Kirchen weltweit grundlegende Einsichten zum christlichen Glauben vermittelt und hinterlassen. Auch evangelische Christen können seine Werke mit Freude lesen und sich davon in ihrem Glauben inspirieren lassen."

2007 überzeugte der damalige Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller Joseph Ratzinger, dass dessen gesamtes wissenschaftliches Werk erschlossen und beim Herder-Verlag in einer eigenen Reihe herausgegeben werden sollte. Mit dem Segen des Papstes wurde 2008 in Regensburg das "Institut Papst Benedikt XVI." eingerichtet, um das umfangreiche wissenschaftliche Werk Ratzingers systematisch zu erfassen und herauszugeben. Dieses Institut ist mittlerweile eine Pilgerstätte für Theologen aus aller Welt. Auch Pfarrer Henkel und Kirchenpfleger Barthold sind diesem Institut der Diözese Regensburg seit Langem verbunden.

Kardinal Gerhard Müller nannte Benedikt XVI. beim Festakt einen "Kirchenvater von heute". Er habe mit seinen Schriften ein "Geschenk für die ganze Kirche" hinterlassen.

Pfarrer Henkel und Kirchenpfleger Barthold beglückwünschten das Institut zu dessen zehnjährigem Bestehen. "Es ist wichtig, dass der für die Kirche weltweit so wichtige große Schatz der Theologie von Joseph Ratzinger immer wieder neu entdeckt wird. Das Regensburger Institut leistet dazu einen unverzichtbaren Beitrag", machte Pfarrer Henkel im Gespräch mit Kardinal Müller deutlich. "Mich persönlich hat kein anderer Theologe so geprägt wie Joseph Ratzinger. Ich habe viel von ihm gelesen und gelernt." Und Kirchenpfleger Rainer Barthold hielt fest: "Es ist beeindruckend zu sehen, wie sehr die Theologie von Joseph Ratzinger und er selbst weltweit geschätzt wird." J. H.

Mich persönlich hat kein

anderer Theologe so geprägt wie Joseph Ratzinger.


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Dr. Jürgen Henkel, evangelischer

Pfarrer in Selb


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Jürgen Henkel
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Veröffentlicht am:
27. 12. 2018
17:56 Uhr

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Jürgen Henkel

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27. 12. 2018
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