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Selb

Bilder zeigen ein anderes Leben

Robert Mück fotografiert aus Leidenschaft. Für den Verein "Leben und Lernen in Kenia" reist er auf den afrikanischen Kontinent. Dort packen viele Helfer mit an, um Kindern eine bessere Zukunft zu bieten.



"Das ist mein Lieblingsbild", sagt Fotograf Robert Mück. Er hat elf Tage im kenianischen Nakuru verbracht und dort die Arbeit des Vereins "Leben und Lernen in Kenia" dokumentiert. Am 6. April stellt er viele der dabei entstandenen Bilder zur Selber Kunstnacht aus, wo sie zugunsten des Vereins versteigert werden sollen. Einen Vorgeschmack auf weitere Bilder gibt es unter dem Stichwort "Fototour Kenia" auf Yotube.
"Das ist mein Lieblingsbild", sagt Fotograf Robert Mück. Er hat elf Tage im kenianischen Nakuru verbracht und dort die Arbeit des Vereins "Leben und Lernen in Kenia" dokumentiert. Am 6. April stellt er viele der dabei entstandenen Bilder zur Selber Kunstnacht aus, wo sie zugunsten des Vereins versteigert werden sollen. Einen Vorgeschmack auf weitere Bilder gibt es unter dem Stichwort "Fototour Kenia" auf Yotube.   » zu den Bildern

Selb/Nakuru - Vielleicht sagt ein Bild manchmal wirklich mehr als tausend Worte. Robert Mück hat solche sprechenden Bilder gemacht; sie erzählen von großer Armut und noch größerer Hoffnung.

Robert Mück ist von Beruf Elektriker und arbeitet an der Hochschule in Hof. Aber er ist auch Fotograf aus Leidenschaft. "Ich denke, dass man mit Bildern Gutes tun kann", sagt der Selber. Er engagiert sich beispielsweise in der Gruppe "Selb fotografiert", die im vergangenen Jahr einen Kalender veröffentlicht hat. Der Erlös aus dem Verkauf kam dem Jugend- und Kulturzentrum Jam zugute. Weil Robert Mück also weiß, dass die Fotografie etwas bewegen kann, hat er sich kürzlich auch auf die Reise nach Kenia eingelassen.

Brique Zeiner ist die Vorsitzende des Vereins "Leben und Lernen in Kenia". Sie bat den Fotografen, sich einer Gruppe ehrenamtlicher Helfer anzuschließen. In Nakuru betreibt der Verein ein Hilfsprojekt, das Kindern den Schulbesuch ermöglicht und zu einer Ausbildung verhilft. Medizinische Versorgung, eine warme Mahlzeit am Tag und Unterstützung der Familien geben den Menschen aus den Armutsvierteln der Großstadt eine Perspektive. Die Reisekosten zu stemmen, sei nicht ganz einfach gewesen, berichtet Robert Mück. Dankbar ist er seinen Sponsoren, ohne die es nicht gegangen wäre.

Rund 30 Vereinsmitglieder aus der Region, aber auch aus dem Ruhrgebiet und Holland hatten sich auf den Weg gemacht. Vor Ort packte jeder an: Manche halfen, einen Spielplatz zu bauen, andere beteiligten sich an der Gartenarbeit, halfen beim Bemalen der Lehrsäle oder musizierten mit den Kindern. "Meine Aufgabe war es, Fotos zu machen", sagt Robert Mück. Fast 5000 Bilder hat er geschossen, über 160 Kinder porträtiert; die Bilder gehen an die sogenannten Paten, die mit ihrer Spende die Ausbildung der Kinder finanzieren. Wer noch keinen Paten hat, der soll mit Hilfe eines Fotos einen finden können. Aber auch Mitarbeiter hat Robert Mück fotografiert, um für den Verein die Arbeit vor Ort zu dokumentieren. Handwerker hat er fotografiert, und das Küchenteam. "Mit denen hab ich mich besonders gut verstanden", sagt er lachend. Bitter sei dagegen der Ausflug in die Slums gewesen, wo die Kinder leben. "Da wohnen fünf bis sechs Menschen auf neun Quadratmetern, es gibt keine Zimmer, nur Vorhänge zum Abtrennen; die Leute kochen über Erdlöchern mit Kohlen. Ich habe Menschen gesehen, die in Kartons unter Brücken lebten."

Robert Mück hält inne. Dann fährt er nachdenklich fort: "Danach weißt du wieder, wie gut es dir geht." Besonders beeindruckt habe ihn aber, wie die Menschen ihr Schicksal meistern. "Diese Einstellung ist faszinierend." Und so hat Robert Mück ein ums andere Mal Menschen fotografiert, die ihm und dem Leben ein Lächeln schenkten. Apropos schenken: Neben den Spendengeldern fließen auch kreative Geschenke nach Nakuru. So haben sich etwa Künstler für "Leben und Lernen in Kenia" engagiert: Nicholas Bodde und Patrick Moya zum Beispiel. Designer Sebastian Herkner hat Sitzgelegenheiten konzipiert - wer 460 Euro spendet, beschert den Kindern einen Tisch und zwei Bänke. Rund 480 junge Menschen besuchen Dank der Spender zurzeit Schule, College, Berufsschule und Universität. Acht Klassenzimmer sind schon fertig; für den Bau von Speise- und Mehrzwecksaal fehlen noch 22 000 Euro und eben die Möbel. Einen Teil sollen die Bilder von Robert Mück einbringen: Er stellt sie bei der Selber Kunstnacht am 6. April im André-Turm aus, wo sie Teil einer Auktion werden sollen. "Der Erlös geht dann an ,Leben und Lernen in Kenia‘." Womöglich komme auch ein Benefiz-Kalender für 2020 infrage.

—————

Wer gleich helfen will, kann spenden:

Leben und Lernen in Kenia e.V.

Sparkasse Hochfranken

IBAN: DE43 7805 0000 0200 0721 14

SWIFT-BIC: BYLADEM1HOF

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Tamara Pohl
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
15. 01. 2019
17:30 Uhr

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15. 01. 2019
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