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CSU auch ohne OB-Kandidat

Großen Beifall bekommt bei der Nominierungsversammlung die Liste für den Stadtrat. Kandidaten und Mitglieder geben sich kämpferisch und optimistisch.



Wollen die gestaltende Kraft in Selb sein: die Kandidatinnen und Kandidaten der Selber CSU für die Kommunalwahl im März 2020 bei der Nominierung am Freitag. Rechts im Bild der Landratskandidat Peter Berek, der die Wahlen leitete. Foto: Andreas Godawa
Wollen die gestaltende Kraft in Selb sein: die Kandidatinnen und Kandidaten der Selber CSU für die Kommunalwahl im März 2020 bei der Nominierung am Freitag. Rechts im Bild der Landratskandidat Peter Berek, der die Wahlen leitete. Foto: Andreas Godawa  

Selb - "Wir wollen die stärkste Kraft im Stadtrat sein." Dieses Ziel hat der Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes Selb, Matthias Müller, bei der Nominierung der Kandidatenliste ausgegeben. Und für ihn steht auch fest: "Wir haben top motivierte Kandidaten und attraktive Inhalte. Wir sind auf einem sehr guten Weg."

Die Kandidaten der CSU

Die Frauen und Männer treten an:

1. Carsten Hentschel, 47 Jahre, Lehrer

2. Matthias Müller, 45, Diplom-Wirtschaftsingenieur

3. Wolfgang Kreil, 61, Oberbürgermeister a. D.

4. Christine Hippmann, 66, Studienrätin i. R.

5. Hannes Siegeris, 35, Geschäftsführer, selbstständig

6. Dr. Hermann Friedl, 66, Amtstierarzt a. D.

7. Stefan Merz, 58, Polizeibeamter

8. Anne-Sophie Göbel, 21, Studentin

9. Matthias Häußer, 37, Betriebswirt (VWA)

10. Sebastian Pawletta, 35, Personalreferent

11. Sebastian Eichinger, 38, Betriebswirt (VWA)

12. Andreas Erhard, 41, Speditionskaufmann

13. Marisa Gebhardt, 23, Studentin

14. Willy Neupert, 67, Rentner, Landwirt

15. Alexander Wandel, 32, Wirtschaftsfachwirt

16. Matthias Heinritz, 33, Automobilverkäufer (IHK)

17. Martin Wölfel, 28, Controller

18. Detlev Beaa, 54, Unternehmer

19. Heidi Eichinger, 62, Hausfrau

20. Martin Damrot, 29, Niederlassungsleiter

21. Sabine Diesing, Hausfrau

22. Ludwig Irrgang, 35, Controller

23. Julia Hobiger, 34, Hausfrau

24. Rudolf Limmer, 60, Geschäftsführer

Ersatzkandidaten: Julia-Nina Harnisch, 18, Schülerin, und Dr. Dennis Häckl, 36, Geschäftsführer


Allerdings war Müller am Freitag im Hotel im Hotel Schmidt mit einem Dämpfer in den Abend gestartet. Wie er bekannt gab, wird die CSU Selb keinen Oberbürgermeisterkandidaten aufstellen. "Das war keine leichtfertige Entscheidung", sagte Müller, immerhin diskutiere man das Thema bereits seit 2017, auch in vielen persönlichen Gesprächen "mit mehr als zwei Personen". Allerdings hätten persönliche Umstände, Zeitmangel und andere Gründe gegen eine Kandidatur gesprochen. Damit stellen weder CSU, SPD noch FWS einen OB-Kandidaten in Selb.

Nichtsdestotrotz werde man die Liste und vor allem die Inhalte in den Vordergrund stellen. Der Ortsvorsitzende versprach einen sachlichen Wahlkampf, in den "wir mit einer superstarken Liste gehen".

In die gleiche Kerbe schlug der Bezirksvorsitzende Dr. Hans-Peter Friedrich. Er sei begeistert, wie gut die Listen seien, die die CSU aufstelle. "Auch die Kommunalpolitik ist ein Ehrenamt, das Kraft und Zeit kostet und nicht immer sehr dankbar ist", lobte er die Kandidaten. "Wir zeigen dem Bürger, dass die CSU die Stadt gestalten und nach vorne bringen will." Zum Thema OB-Kandidat stärkte Friedrich dem Ortsverband den Rücken: Gerade bei einer OB-Kandidatur brauche es Ernsthaftigkeit. "Noch schlimmer als kein OB-Kandidat wäre ein reiner Zählkandidat", sagte Friedrich. Und in sechs Jahren werde die Situation wieder ganz anders aussehen. Man müsse deswegen nicht in eine Politikdepression verfallen. Vielmehr könne eine aktive Fraktion sehr wohl die Geschicke der Stadt mitgestalten.

Friedrich brach außerdem eine Lanze für den CSU-Landratskandidaten Peter Berek. Der sei der richtige Mann, um als Landrat die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Und natürlich ging es auch um die Inhalte der Selber CSU: Wie Ortsvorsitzender Müller sagte, ist der Wahlkampf nur die "Spitze des Eisberges" und verwies auf die Reihe der Stammtischgespräche zu aktuellen Themen. In die heiße Phase des Wahlkampfs werde man im Januar starten und im Februar eine Podiumsdiskussion mit allen Kandidaten organisieren. "Wir wollen die gestaltende Kraft in Selb sein. Wir stehen für Stabilität, Kontinuität und die Zukunft." Müller verwies auch darauf, dass man erstmals seit 47 Jahren wieder mit einer reinen CSU-Liste antrete.

Fraktionsvorsitzender Carsten Hentschel stellte das Wahlprogramm vor. So müssten in der Innenstadt die im Masterplan formulierten Ideen auch umgesetzt werden: "Wir müssen die Innenstadt neu denken." Gefördert werden müssten Wohnen und Gastronomie, auch eine Umgestaltung des Marktplatzes könne eine Aufwertung bringen. Beim Kaufhaus Storg dürfe sich die Stadt die Planungshoheit nicht aus der Hand nehmen lassen, unterstützen wolle die CSU beide Outlets. Ein Thema sei auch die Schaffung von Wohnraum, gerade vor dem Hintergrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung. In einem Wohnraummanagement müssten Ankäufe, etwa des Hauses Marktplatz 1 oder in der Förster-/Jahnstraße, geprüft werden.

Sehr wichtig sei auch die Schaffung einer zertifizierten Notaufnahme am Krankenhaus Selb, um es langfristig zu sichern. Hentschel mahnte eine aktive Wirtschaftsförderung an. In Selb gebe es genügend Flächen mit Potenzial. So könne man Unternehmen unterstützen und fördern. Zudem werde man das Gespräch mit den Landwirten suchen, um Möglichkeiten der Direktvermarktung zu fördern und das Höfesterben zu verhindern. Bei der sozialen Infrastruktur müsse man sowohl an die Belange der Kinder als auch der Senioren denken.

Hentschel fordert zudem die Erweiterung der Fachschule für Produktdesign, ein Thema, das die CSU als erste aufgegriffen habe. Und auch bei der Naherholung gebe es Handlungsbedarf. So müsse Selb der Zugang zum Bike-Zentrum auf dem Kornberg werden. Auch gelte es, das Ehrenamt zu unterstützen, zum Beispiel über eine Erhöhung der Vereinszuschüsse. Immerhin seien viele Kandidaten ehrenamtlich engagiert: "Wir sind die Liste Ehrenamt", schloss Hentschel.

Die Leitung der Wahl übernahm Peter Berek, der gleich die Kandidaten lobte: "Diese Liste schreibt sich von!" Die Kandidatinnen und Kandidaten seien ein tolles Angebot. Im Wahlkampf sei die CSU aufgefordert, Antworten zu geben: "Wir sind die wahre konservative Kraft." Wie Friedrich zuvor grenzte Berek die CSU klar gegen die Grünen ab. Man müsse die kreativen Kräfte auch machen lassen, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Auch Berek nannte die Erweiterung der Fachschule und den Erhalt des Klinikums als wichtige Themen. Nach der einstimmigen Wahl der Kandidaten schwor Berek die CSU-Mitglieder auf den gemeinsamen Einsatz ein: "Ihr zeigt Lust auf Zukunft. Eure Liste wird ganz viel erreichen."

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Andreas Godawa

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Veröffentlicht am:
24. 11. 2019
18:02 Uhr

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Andreas Godawa

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24. 11. 2019
18:02 Uhr



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