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Selb

Der "Schlaue Fuchs" geht an ITW

Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall verleiht den Preis für die "Null- Unfall-Strategie" des Selber Unternehmens. Das System ist einfach, aber wirkungsvoll.



Sicherheitsbeauftragter Hermann Ondruschka (mit dem Preis in der Hand) ist stolz auf die Mitarbeiter des Selber ITW-Werkes. Für das hohe Engagement im Arbeitsschutz zeichnete die Berfufsgenossenschaft Holz und Metall das Unternehmen mit dem "Schlauen Fuchs" aus. Foto: Silke Meier
Sicherheitsbeauftragter Hermann Ondruschka (mit dem Preis in der Hand) ist stolz auf die Mitarbeiter des Selber ITW-Werkes. Für das hohe Engagement im Arbeitsschutz zeichnete die Berfufsgenossenschaft Holz und Metall das Unternehmen mit dem "Schlauen Fuchs" aus. Foto: Silke Meier  

Selb - Bei einem Lehrgang der Berufsgenossenschaft Holz und Metall ist Hermann Ondruschka auf den Sicherheitspreise "Der Schlaue Fuchs" aufmerksam geworden. Ondruschka ist im Selber Werk der ITW Automotive zuständig für den Arbeits- und Umweltschutz. Die Bewerbung für den mit 1000 Euro dotierten Preis war erfolgreich, die Jury entschied sich für das Arbeitsschutzsystem der ITW Automotive. Preise und Urkunden wurden jetzt an 31 Mitarbeiter und das Unternehmen überreicht.

Der "Schlaue Fuchs" wird für gelebte Präventionskultur verliehen. Die Chance zur Neuausrichtung war vor zwei Jahren gegeben, als der US-Konzern den Selber Automobilzulieferer am Schreinersteich übernahm. Mit der Übernahme wurden die Betriebsorganisation und der Arbeitsschutz umstrukturiert. "Wichtig war uns, dass alle Beschäftigten aktiv an den Verbesserungen beteiligt sind", betonte Ondruschka bei der Verleihung. Der Schutz der Mitarbeiter sei ein großes Anliegen. Den Arbeitsschutz gestaltet Ondruschka seit 16 Jahren in dem Unternehmen.

Mit der Belegschaft sei das Ziel vereinbart worden, für sicheres und gesundheitsförderndes Arbeiten zu sorgen. Eigens dafür sei ein Projekt entwickelt worden, die "Null-Unfall-Strategie". Dazu zählen auch strategische Sicherheits- und Ergonomie-Workshops. Die Mitarbeiter können sich mit funktionierenden Vorschlägen in offener, transparenter Kommunikation aktiv beteiligen.

Beispiele der gelungenen Präventionskultur und das hohe Engagement in der Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz erkannte die Berufsgenossenschaft Holz und Metall mit dem Verleih des "Schlauen Fuchs" an. Der Preis gilt allen Mitarbeitern, denn im Mittelpunkt des Arbeitssicherheitsprojektes stehen die Beschäftigten, die bei ihren Tätigkeiten den Schutz bedenken sollen.

Das ganze funktioniert so: Fällt einem Mitarbeiter eine Sicherheitslücke auf, kann er sie über einen "Pocket Check" melden. Gemeint sind damit Formulare, die einfach vom Stapel gerissen werden können. Risiken und lauernde Gefahren werden so schnell notiert und direkt dem Verantwortlichen überreicht. "Der kleine Zettel muss persönlich der Abteilung ,Health, Safety, Environment’ überreicht werden und, die mangelhafte Situation wird sofort angesehen", sagte Ondruschka. Wenn möglich, werde der Mangel sofort behoben.

Wird ein "Pocket Check" positiv bewertet, werden dem Mitarbeiter auf einer Bonuskarte fünf Euro gutgeschrieben. Und falls es einmal nicht möglich ist, den Mangel sofort zu beheben, schließen sich Sicherheitsworkshops mit den Beschäftigten der jeweiligen Abteilung und den Führungskräften an.

Ondruschka setzt auf die Erfahrung und die Kompetenz der Mitarbeiter, die seiner Meinung nach letztlich am besten wissen, wie die Sicherheit und Gesundheit im täglichen Arbeitsumfeld verbessert werden kann. Durch konstruktive Zusammenarbeit zwischen Vorgesetzten und Werksleitung könne die Arbeitssicherheit im Unternehmen gesteigert werden.

"Die Mitarbeiter auf allen Ebenen einzubeziehen, schafft Vertrauen und erhöht die Achtsamkeit beim Arbeitsschutz", ist sich Ondruschka sicher. Bisher wurden 113 Pocket Checks bearbeitet und 28 Verbesserungsworkshops durchgeführt. Die Null-Unfall-Strategie werde inzwischen in zwei weiteren ITW-Werken angewandt. Die Maßnahmen zeigen Wirkung: Seit Oktober 2017 hat es im Werk in Selb keinen meldepflichtigen Unfall gegeben.

Carolin Schleyer, Präventionsmitarbeiterin der Berufsgenossenschaft Holz und Metall, zeigte sich bei der Übergabe der Preise beeindruckt von der Idee, die nach ihren Worten einfach und wirkungsvoll sei. Zudem werde durch die persönliche Meldung und das umgehende Feedback die Kommunikation gefördert und das Engagement der Mitarbeiter wertgeschätzt.

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Silke Meier
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Veröffentlicht am:
04. 12. 2018
16:44 Uhr

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Silke Meier

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04. 12. 2018
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