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Ehrliche Information vor Ort

AWO, DGB und SPD Selb begehen mit Interessierten die Stadt. Die Teilnehmer erfahren hautnah, was sich alles ändern wird.



Walter Wejmelka (links) erläuterte den Teilnehmern die Entwicklung des ehemaligen Kaufhauses Storg. Foto: pr.
Walter Wejmelka (links) erläuterte den Teilnehmern die Entwicklung des ehemaligen Kaufhauses Storg. Foto: pr.  

Selb - Der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt, das DGB Ortskartell und die SPD Selb hatten mit der evangelischen Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (afa) zum Thema "Selb verändert sich - eine Innenstadtbegehung" eingeladen. Organisator und AWO-Vorsitzender Rainer Pohl freute sich, dass trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt zahlreiche Interessenten zum Treffpunkt am Porzellanbrunnen gekommen waren, darunter auch die zweite Bürgermeisterin Dorothea Schmid sowie die Stadträte Ayse Tansev, Rudi Kirschneck und Walter Wejmelka, der das Programm moderierte. Der SPD-Fraktionsvorsitzende versprach den Gästen eine "ehrliche Führung durch die Selber Pläne, keine Utopien auf der einen oder Schwarzmalerei auf der anderen Seite".

Erster Stopp war am ehemaligen Kaufhaus Storg. Wejmelka ging zunächst auf die Bauarbeiten im und um das Rathaus ein, das dank eines Förderprogrammes endlich energetisch saniert und barrierefrei umgebaut werden könne. Danach führte er mit einem kleinen Rückblick auf die Geschichte des "Kaufhauses Storg" in die Entwicklung und die Vorhaben der Investorengruppe Munitor ein. Wegen des Erhalts der genehmigten Verkaufsflächen des alten Kaufhauses wäre ein Abriss bis jetzt fatal gewesen. Rudi Kirschneck ergänzte, diese Flächen würde der Investor für sein Vorhaben benötigen.

Weiter ging es zum Sparkassenplatz, wo Wejmelka feststellte: "Nach Ideen einer Brücken- oder gar Unterführungslösung sind die Planer endlich in der Realität angekommen!" Mit zwei abknickenden Straßen und einem Mittelstreifen könne der autofreie Weg vom Factory In zum Storg vollendet werden, sollte das komplette Outlet Wirklichkeit werden.

Von positiven Neuigkeiten, aber auch von einem Ärgernis berichtet Wejmelka beim Stopp vor dem Kino: Es gebe hohe staatliche Fördermöglichkeiten für den Umbau, rückwirkend sogar für den Erwerb des Gebäudes. Jetzt könne man die Sache beruhigter angehen, ohne gleich die Kompromisslösung seiner Fraktion zur Kostendeckelung zu gefährden, ohne die das Selber Kino gestorben wäre. Es gehe auch nicht um ein reines Kino, sondern um eine kulturelle Begegnungsstätte. Er könne sich darin zum Beispiel ein Info- und Begegnungszentrum für die bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen 2023 vorstellen. Rudi Kirschneck merkte an, dass auch der 80er-Jahre-Charme der Fassade aufgepeppt werden müsste.

Die Aufmerksamkeit wechselte schließlich vom Kino zum Dauerärgernis Bürgerpark gegenüber: "Im Grundsatz ist das natürlich ein positives Projekt, schließlich wird die langjährigen Forderung nach einer Randbebauung zur Schillerstraße umgesetzt." Seit der Ankündigung des Baubeginns im April 2018 liege das Areal aber brach. In das Gebäude soll die Stadtbücherei einziehen, es sollte aber auch dringend benötigter Wohnraum als Ersatz für geplante Abrisse in der Marienstraße geschaffen werden. Die Akzeptanz in der Bevölkerung zu den Innenstadtplänen hänge eng mit der Entwicklung am Bürgerpark zusammen: "Wir hoffen inständig, dass den zahlreichen Ankündigungen eines Baubeginns bald Taten folgen."

In einem Punkt waren sich alle Teilnehmer der Runde durch die Innenstadt einig: Es bleibt spannend in Selb! Beim Aufwärmen im Hotel "Louis" bedankte sich Rainer Pohl bei den Teilnehmern und versprach eine Fortsetzung des Stadtspazierganges. Rainer Pohl

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Veröffentlicht am:
13. 11. 2019
16:42 Uhr

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13. 11. 2019
16:42 Uhr



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