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Experte soll Stadt beim Hallenbad beraten

Die SPD-Fraktion kann ihren Antrag zur Öffnung des Selber Hallenbades nicht durchsetzen. Allerdings soll ein Fachmann das geplante Zugangssystem begutachten.



Vom Hallenbad sollen die Besucher zukünftig direkt auf die Freiflächen im Rosenthal-Park gelangen. Foto: Florian Miedl
Vom Hallenbad sollen die Besucher zukünftig direkt auf die Freiflächen im Rosenthal-Park gelangen. Foto: Florian Miedl  

Selb - Lediglich einen Teilerfolg hat die Selber SPD in der jüngsten Stadtratssitzung verbuchen können: Bei den Planungen zur Öffnung des Bades zum Rosenthal-Park hin wird ein Experte das vorgesehene Zugangssystem begutachten. Vermitteln will den Kontakt Kai Hammerschmidt, der beruflich beste Verbindungen zu Badbetreibern hat. Nicht abgestimmt wurde aber über den SPD-Antrag selbst: Demnach hätte der Stadtrat grundsätzlich beschließen sollen, das Hallenbad zeitnah nach außen zu öffnen, und diesem Vorhaben alle anderen Planungen unterzuordnen.

Am Anfang der Diskussion stand eine Klarstellung von Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch: Es gehe um die Öffnung des Bades, nicht - wie in sozialen Medien behauptet - um den Bau eines Außenbeckens.

Den Antrag der SPD begründete Kai Hammerschmidt. Die SPD wolle den Bürgern die Möglichkeit bieten, das Hallenbad auch mit einem nach außen geöffneten Bereich nutzen zu können. Die Öffnung solle zunächst in Form einer Liegewiese umgesetzt werden. Die Öffnung sei einer der meist genannten Wünsche, der an die SPD herangetragen werde, argumentierte Hammerschmidt, Nachdem nun möglicherweise Fördergelder fließen können, sollte die Stadt die Chance jetzt ergreifen.

Oberbürgermeister Pötzsch sagte, die Verwaltung und der Stadtrat hätten sich mit dem Thema intensiv beschäftigt. Ziel sei es auch gewesen, den Rosenthal-Park im Rahmen der bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen an das Hallenbad anzubinden. Und das sei auch gelungen. So sollen im Park direkt anschließend an das Bad ein Holzdeck, Außenduschen sowie Sportflächen entstehen. Die Besucher des Bades bekommen beim Eintritt durch den Haupteingang ein Armbändchen, mit dem sie das Gebäude über ein Drehkreuz in Richtung Park verlassen und auch wieder betreten können. "Dafür hat sich der Stadtrat in seiner Sitzung am 28. November 2018 ausgesprochen", rief Pötzsch in Erinnerung.

Die Neugestaltung des Park könne über die bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen gefördert werden, der Zugang zum Bad aber nicht. Aktuell habe sich allerdings eine Möglichkeit ergeben, dass die Stadt für die Öffnung und die Sanierung des Umkleidetraktes eine Förderung bekommen könnte.

Laut Bauamtsleiter Helmut Resch gibt es gute Chancen, dass die Stadt in ein Förderprogramm kommt. Die Regierung prüfe gerade, in welche Kategorie das Vorhaben falle. Sobald man ein positives Signal bekomme, werde man die Förderanträge stellen und die Hallenbadöffnung mit beantragen.

Hammerschmidt argumentierte, die SPD stelle den Antrag, "weil in dieser Sache fast zwölf Jahre nichts passiert ist". Aus seiner beruflichen Erfahrung heraus könne er sagen, dass es in vielen Bädern einen eingezäunten Außenbereich mit Liegeflächen gebe. Und einen Zaun brauche man auf jeden Fall, allein wegen der Zugangskontrolle. "Wir sollten einfach denken: eine Tür, ein Zaun, 200 Quadratmeter Fläche, Liegen und Sonnenschirme." Das Ganze solle zeitnah und konsequent bis zum Somer umgesetzt werden.

Pötzsch hielt dem entgegen, dass man dann die Planung und das bisherige Vorgehen bei der Park-Umgestaltung konterkarieren und möglicherweise die Kosten nach oben treiben würde. Der Park sei für die Öffentlichkeit bestimmt, das Holzdeck und die Sportflächen nicht nur für Hallenbadbesucher geplant. Die Planung jetzt umzuschmeißen, stelle bei der jetzigen Beschlusslage ein Problem dar. "Wir sind näher an einer Lösung dran als in den vergangenen zwölf Jahren."

Nach Meinung von Rudolf Kirschneck (SPD) ist es neu, dass der Park vom Hallenbad aus zu erreichen sein soll. Dem widersprach Resch. Die Architekten hätten den Plan vorgelegt, der auch so beschlossen worden sei: ohne Zaun und mit einem Holzdeck, das für die Parkbesucher nutzbar ist.

Kai Hammerschmidt bemängelte das Zugangssystem mit Armbändchen, das er für unsicher hält, weil die Bändchen weitergegeben werden könnten. "Ein möglicher Missbrauch ist nicht das Problem", hielt Pötzsch dem entgegen. Problematisch seien eher verlängerte Öffnungszeiten im Sommer mit größerem Personalaufwand. Letztlich einigte man sich darauf, an den bestehenden Beschlüssen festzuhalten, dafür aber einen Experten beim Zugangssystem zu befragen.

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Veröffentlicht am:
24. 10. 2019
16:22 Uhr

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Veröffentlicht am:
24. 10. 2019
16:22 Uhr



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