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Selb

FWS fordert mehr Bauplätze

Die Freien Wähler Selb wollen die Einwohnerzahl wieder steigern. Auch soll die Stadt dem Landkreis Druck machen, desolate Straßen zu sanieren.



Der neue FWS-Vorstandssprecher Stephan Rummel. Foto: pr.
Der neue FWS-Vorstandssprecher Stephan Rummel. Foto: pr.  

Selb - Stephan Rummel ist der neue Sprecher der Freien Wähler Selb (FWS). Das ist, wie es in einer Mitteilung heißt, das Ergebnis der Wahl der drei Vorstände Matthias Rogler, Roland Schneider, Stephan Rummel sowie der drei Stellvertreter Adolf Lindner, Niklas Schmidling und Bernd Schaufuß und von Schriftführer Erwin Benker bei der jüngsten Vorstandssitzung. Auf der Agenda der Sitzung standen unter anderem die Bevölkerungs- und Innenstadtentwicklung, der Bürgerpark und der Laden-Leerstand, die Zukunft des Wochenmarktes, das Ortsbild und der "Rote Faden".

Vorstandssprecher Rummel zeigte anhand einer Statistik aus dem Rathaus die Einwohner-Entwicklung auf. Einem stattlichen Zuzug von über 1000 Einwohnern stehe mit knapp 850 Wegzügen in der Einwohnerstatistik ein beachtlicher Verlust gegenüber. "Nicht auf den Zuzug-Zahlen ausruhen, sondern die Wegzüge verringern", forderte daher Matthias Rogler. Einer der Schlüssel hierfür sei neben dem Arbeitsplatzangebot und der starken und expandierenden Wirtschaft die Schaffung von günstigem, hochwertigem Wohnraum. Hier müsse mehr getan werden, waren sich Niklas Schmidling und Roland Schneider einig. Die Pläne der Bebauung des "Filetstücks Hartmannstraße" gingen in die richtige Richtung, sagte Erwin Benker.

Stephan Rummel appellierte an die FWS-Stadträte, sich für die Schaffung von weiteren Bauplätzen starkzumachen. Die zumindest in der Öffentlichkeit wahrgenommene Stagnation bei der Entwicklung der Innenstadt sorge für einige Stirnfalten. Dass gute Planung vor Schnelligkeit gehe, daran bestehe kein Zweifel, sagte Roland Schneider, aber bis zu den bayerisch-tschechischen-Freundschaftswochen 2023 sei es nicht mehr lange hin, und es müsse einiges auf den Weg gebracht werden.

Kritik aus den eigenen Reihen mussten sich die FWS-Stadträte wegen des Abbruchs im Bürgerpark anhören. Die Brache an einem dominanten Platz mitten in der Stadt sei ein Schandfleck. Adolf Lindner stellte fest: "Das hätte man auch zeitnah, kurz vor dem Baubeginn machen können, um ein schöneres Stadtbild zu bewahren." Die Stadträte Rudolf Pruchnow und Roland Schneider erläuterten dazu, dass die Stadtführung vor der Zustimmung zur Räumung klar signalisiert habe, dass der Baubeginn unmittelbar nach dem Verkauf beginne und das Grundstück aus vertraglichen Gründen leer sein müsse. "Das ist nachvollziehbar, aber bei einem Gespräch mit dem Investor wäre es bestimmt auch möglich gewesen, ein späteres Räumen zu vereinbaren", entgegnete Rummel. "Beim Thema Innenstadt kann ich die Einschätzung des dritten Bürgermeisters Klaus von Stetten zum Leerstand nicht teilen. Dem Wunsch nach mehr Gastronomie und die Chancen, die sich durch die Outlets ergeben, verstehe ich noch, ebenso, dass gerade der Einzelhandel im Umbruch ist." Das Engagement der Wirtschaftsförderung werde alleine nicht helfen. Da müssten sich auch die Ladenbesitzer etwas einfallen lassen. - "Sechs Leerstände im Bereich der Ludwigstraße". Diese Aussage in der Zeitung müsse kommentiert werden, waren sich Lindner, Schmidling und Rummel einig, denn diese Zahl stimme bei Weitem nicht. Vom Finanzamt entlang der Ludwig- und der Schillerstraße bis zum Sparkassenplatz seien es gut 20 leer stehende Geschäfte.

Erfreulich, so der FWS-Vorstand, seien die Bemühungen der Stadt, den Wochenmarkt attraktiver zu machen und den "Roten Faden" durch die Stadt zu überarbeiten. Zum "Roten Faden" hatten die FWS bereits 2013 eine Ausarbeitung an OB Pötzsch zur Weiterverwendung übergeben. Rummel will sich mit dem Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus in Verbindung setzen, um die Ideen aus dem Papier mit einzubringen.

Die letzten Punkte der Tagesordnung waren der Straßenzustand und die Wertstoffcontainer im Stadtgebiet. Einige der Straßen in extrem schlechtem Zustand sowie die Wertstoffcontainer lägen im Verantwortungsbereich des Landkreises, sagte Stadtrat Erwin Benker. Hier müsse die Stadt den Druck auf den Landkreis erhöhen. Im Focus sollten hier die Hohenberger Straße und die Franz-Heinrich-Straße stehen, die beide in desolatem Zustand seien. Die abgeschaffte Straßenausbaubeitragssatzung, die bei gleichzeitiger Gehsteigsanierung zu Kosten bei den Anwohnern geführt hätte, sei kein Argument, mit einer Sanierung zu warten, so Matthias Rogler und Niklas Schmidling. Rudolf Pruchnow verwies in diesem Zusammenhang auf die ramponierte Christoph-Krautheim-Straße, die seit vielen Jahren auch von Lkw häufig genutzt werde. Er werde immer wieder von Anliegern angesprochen, die über den Zustand und den Lärm klagten. Hier müsse mehr Geld in den Haushalt eingestellt werden.

In Sachen Wertstoffcontainer bat Rummel die FWS-Stadträte, sich für bessere Stellplätze wie am Grafenmühlweiher stark zu machen. Nach Informationen von Adolf Lindner stehen die Garagen im südlichen Vorwerk zum Verkauf und zum Abriss. In diesem Zusammenhang empfehle man, den dortigen Containerstellplatz in Angriff zu nehmen.

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Veröffentlicht am:
11. 09. 2018
17:56 Uhr

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