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Selb

Fast 7800 Beschäftigte in Selb

Wirtschaftsförderin Nadja Hochmuth legt die aktuellen Zahlen zur Wirtschaft und zum Tourismus vor. Der Trend geht weiter nach oben.



Fast 7800 Beschäftigte in Selb
Fast 7800 Beschäftigte in Selb  

Selb - Der Wirtschaftsstandort Selb wächst kontinuierlich. Das geht aus den aktuellen statistischen Kennzahlen hervor, die Wirtschaftsförderin Nadja Hochmuth in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Fremdenverkehr vorgelegt hat.

So ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seit 2009 stetig gewachsen. Registrierte man 2009 noch 6212 Beschäftigte, waren es 2014 schon 7197. Für 2018 gibt die Statistik 7793 Beschäftigte an.

Dementsprechend positiv ist auch der Pendlersaldo. Täglich kommen 4597 Frauen und Männer zu ihrem Arbeitsplatz nach Selb, während rund 2600 Selberinnen und Selber zum Arbeiten in andere Städte fahren. Somit ergibt sich unter dem Strich ein positiver Saldo von 1923 Einpendlern. Ihren Wohn- und Arbeitsort in Selb hatten im vergangenen Jahr laut Hochmuth 3191 Arbeitnehmer.

Die Wirtschaftsförderin legte auch eine Einteilung der Beschäftigten in der Porzellanstadt vor, verwies allerdings darauf, dass dies nur eine grobe Berechnung sei. Im produzierenden Gewerbe arbeiten demnach 3030 Beschäftigte, was einem Anteil von 45 Prozent entspricht. Im Bereich "öffentliche und private Dienstleister" sind 1232 Menschen (19 Prozent) beschäftigt, im Bereich "Unternehmensdienstleister 1271 (ebenfalls 19 Prozent). In Handel, Gastgewerbe und Verkehr arbeiten 1113 Frauen und Männer (17 Prozent). Weitere 21 Arbeitnehmer verzeichnen die Land- und Forstwirtschaft sowie die Fischerei.

Ebenfalls positiv ist nach der Statistik die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen. So lag die Arbeitslosenquote im Jahr 2018 bei 4,96 Prozent. Zum Vergleich: 2003 lag sie bei 12,8 Prozent, 2009 immer noch bei 7,6 Prozent. Das sei im Langzeitvergleich eine deutliche Besserung, zumal je nach Definition eine Quote von unter fünf Prozent als Vollbeschäftigung gelte, sagte Hochmuth. Wie groß die Nachfrage nach Arbeitskräften sei, zeige sich daran, dass die Selber Unternehmen sich zunehmend schwer tun, Fachkräfte zu finden. Die Arbeitslosenquote im Freistaat lag allerdings im vergangenen Jahr bei drei Prozent.

An diesem Punkt hakte Kai Hammerschmidt (SPD) ein. Trotz der sehr positiv anmutenden Zahlen dürfe man nicht vergessen, dass die Region im Vergleich zum Freistaat immer noch schlechter dastehe. Das dürfe man in München nicht aus den Augen verlieren.

Hochmuth legte auch die Tourismus-Kennzahlen vor. Demnach wurden 2018 in Selb 39 118 Übernachtungen gezählt. 2017 waren es 40 883, 2016 überraschenderweise 45 673, ein Jahr zuvor 39 691. "Wir scheinen uns, von dem Ausreißer 2016 mal abgesehen, auf einem Niveau von rund 40 000 Übernachtungen einzupendeln", sagt Hochmuth. Sie verwies darauf, dass sich gerade in dieser Statistik auch das globale Geschehen widerspiegele. Bei internationalen Krisen oder anderen Entwicklungen steige die Zahl der Urlauber in Deutschland.

Auch wies sie darauf hin, dass seit Mitte 2017 weniger Betten in Selb zur Verfügung stehen. Aktuell gebe es 230 Betten statt vorher 280 Betten.

Damit bewege sich Selb im Landkreis im Mittelfeld. Wie Hochmuth auflistete, gibt es in Weißenstadt mit seinen beiden Kurhotels über 600 Betten und in Bad Alexandersbad über 500 Betten. In Wunsiedel stehen 250 Betten zur Verfügung, in Marktredwitz 270.

Walter Wejmelka sprach in diesem Zusammenhang die Planungen für ein Hotel in Selb an. Immerhin seien im Stadtrat schon mehrere mögliche Großprojekte vorgestellt worden, so etwa am Zeidlersberg oberhalb des Theaters oder auch im Park zwischen dem Bahnhof und der Post. "Ist in diesem Bereich aktuell etwas diskutierbar?", wollte er von Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch wissen.

Der Oberbürgermeister antwortete, dass das Interesse an einem Hotelbau in Selb groß sei. Man spreche mit vielen Interessenten. Die beiden von Wejmelka angesprochenen Areale seien die "Filetstücke" für ein Hotel. "Die Interessenten, die wir begrüßen können, zeigen aber auch eine gewisse abwartende Haltung." Von außen werde die Entwicklung der Wirtschaft und auch des Outlets genau verfolgt.

Grundsätzlich hätten alle Interessenten signalisiert, dass sie zu gegebener Zeit wieder auf die Stadt zukommen wollen. ago

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Veröffentlicht am:
12. 03. 2019
17:12 Uhr

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