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Selb

Feines Gespür für Momente und Orte

Der Preis für den schönsten Schauplatz geht an ein Werk aus dem Fichtelgebirge. Die besten Dokumentar-, Spiel- und Kurzfilme wählt das Publikum.



Reinhard Honig, Sparkassenfilialdirektor (Dritter von links), zweite Bürgermeisterin Dorothea Schmid (Vierte von links) und Michael von Hohenberg (Zweiter von rechts) gratulierten den Gewinnern der Filmpreise der 41. Grenzlandfilmtage. Foto: Silke Meier
Reinhard Honig, Sparkassenfilialdirektor (Dritter von links), zweite Bürgermeisterin Dorothea Schmid (Vierte von links) und Michael von Hohenberg (Zweiter von rechts) gratulierten den Gewinnern der Filmpreise der 41. Grenzlandfilmtage. Foto: Silke Meier  

Selb - Ein Granitblock mit Bergkristall ist ein Preis, der am Filmtage-Sonntag im Jam, Jugend- und Kulturzentrum in Selb, zum ersten Mal verliehen worden ist. Gestiftet haben den Preis Schauspieler und Regisseur Michael von Hohenberg und die Filmregion Fichtelgebirge. "Jede Location kann ein Juwel sein", sagte von Hohenberg. Der Preis ist deshalb ausgelobt für einen Kurzfilm mit dem Drehort, der als am schönsten empfunden worden ist. Gewonnen hat "Dissonanz", ein 28-minütiger Spielfilm über zwei Zweifelnde, deren Unstimmigkeiten zugleich ihre größten Gemeinsamkeiten sind. Der Film sei in der Region Fichtelgebirge gedreht worden, erläuterte von Hohenberg, der zwischen Bayreuth und Kulmbach, im Fichtelgebirge und bis Tirschenreuth nach einem Schloss für einen Disneyfilm sucht.

05.04.2018 - Selber Grenzlandfilmtage - Foto: Florian Miedl

Grenzlandfilmtage Selb
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Die Sparkasse Hochfranken, Sponsor des Nachwuchsfilmpreises, vertrat Filialdirektor Reinhard Honig. Der mit 500 Euro dotierte Preis ging an Mascha Schilinsky, Regisseurin des Familiendramas "Die Tochter". Die Jury bestätigte Schilinsky, "ein feines Gespür für Momente ohne Worte" zu haben. Nach dem Erstlingswerk über 103 Minuten und der Geschichte eines getrennten Paares mit Tochter, das auf einer griechischen Insel einen Käufer für das frühere Ferienhaus sucht, mache Lust auf weitere Werke der Filmschaffenden.

Zweite Bürgermeisterin Dorothea Schmid erläuterte die Wahl der beiden osteuropäischen Filme. Gewonnen haben "Big Boom" und "A Month". "Big Boom" erklärt die Evolution kurz und knapp in vier Minuten. "A Month" erzählt die Lebensgeschichte einer blinden Frau, die für jeweils einen Monat bei einer ihrer vier Schwestern lebt. "Das kann gut und das kann schlecht sein", sagte Schmid. "Ich weiß nicht, ob es gut ist, alle vier Wochen die Heimat zu wechseln." Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch betonte, die Grenzlandfilmtage seien für die Stadt Selb und die Region elementar. Den Scheck, gesamt über 500 Euro, riss Pötzsch kurzerhand entzwei und gab jedem der Gewinner die Hälfte des Papiers.

Die besten Dokumentar-, Spiel- und Kurzfilme wählte das Publikum. Moderator Philipp Spiegel und Dagmar Franke, Vorsitzende des Vereins zur Förderung grenzüberschreitender Film- und Kinokultur, überreichten die hochwertigen Porzellanobjekte. Das Publikum entschied sich für die Dokumentation über die westirischen Aran-Inseln, die wilde Natur sowie das Leben und die Legenden der Einwohner auf Platz drei. Die "Topographie einer Autobahnausfahrt", eine satirische Beobachtung über Gewerbegebiete an Anschlussstellen der Autobahnen, landete auf Platz zwei.

Der Siegespreis im Genre der Dokumentationen ging an Marco Hülser, der nach einem Freiwilligendienst in Indien und über die Geschichte von Teeköchen dem Publikum mit "Masala Chai" einen Einblick in die indische Kultur gewähren möchte. Die beliebtesten Kurzfilme des Jahres 2018 sind "MMF", die Story peinlicher Momente nach einer Liebesnacht, auf Platz drei, "Schokoladenwind" auf Platz zwei und die schwarze Komödie zweier Zwillingsbrüder, "Second to none", auf Platz eins.

Überzeugt, den drittplatzierten Spielfilm "Phantomschmerz" in den Kinos zu sehen, ist Bundestagsvizepräsident Dr. Hans-Peter Friedrich. Das Drama eines Taxifahrers, der nach dem Schuldigen am Tod seines Bruders sucht, nimmt seinen Lauf, als der damals behandelnde Chefarzt in sein Taxi steigt. "Der Film wurde mit kleinem Budget hochprofessionell gemacht", meinte Friedrich.

Auf den zweiten Platz wählte das Publikum den Film, der auch als bester Nachwuchsfilm auffiel: "Die Tochter". Nach der Premiere in Deutschland nahm Dimitri de Clercq, Regisseur von "You go to my head", das Porzellan für den Gewinner des beliebtesten Spielfilms entgegen. De Clercq lässt nach einem mysteriösen Autounfall in der Sandwüste eine junge Frau hilflos umherirren. Der Mann, der sie findet und zum Arzt bringt, gibt sich als ihr Ehemann aus. Zum besten Mittellang-Spielfilm wurde "Waldsterben", ein Thriller über Menschenhandel, Verschleppung von Frauen und Vergewaltigung gekürt.

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Silke Meier
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Veröffentlicht am:
08. 04. 2018
15:28 Uhr

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Silke Meier

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08. 04. 2018
15:28 Uhr



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