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Selb

Freundliche Formen aus weichen Wellen

Marion Lucka aus Thierstein zeigt in Selb einen Querschnitt ihrer Bilder. Der Betrachter ist zum Mitdenken eingeladen.



Erste Vernissage bei der Selbkultur (von links): Redner Sigurd Bischoff, Künstlerin Marion Lucka sowie der Selber Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch. Foto: Meier
Erste Vernissage bei der Selbkultur (von links): Redner Sigurd Bischoff, Künstlerin Marion Lucka sowie der Selber Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch. Foto: Meier  

Selb - Premiere in den Räumen der Selbkultur am Marktplatz: Mit den Werken der Thiersteinerin Marion Lucka ist hier erstmals eine Ausstellung zu sehen. Bei der Eröffnung begrüßte Vorsitzende Anneliese Schade die Künstlerin, die hier Werke aus 24 Jahren ihres Schaffens zeigt. An zwei Samstagen - am 20. und 27. Oktober jeweils von 11 bis 14 Uhr - wird sie für Gespräche bereit stehen. Tom Hapke, preisgekrönter Schüler der Musikschule Selb, umrahmte die Veranstaltung musikalisch.

Sigurd Bischoff zeigte in seiner Rede zur Ausstellungseröffnung mehrere Wege auf, die es dem Betrachter ermöglichen sollten, sich die Werke zu erschließen. "Musik verklingt, die Bilder bleiben", meinte er. Der Betrachter könne sich über Jahrzehnte den Bildern annähern, die Werke analysieren und interpretieren. Während Musik vergehe, bleibe Bildende Kunst mitunter über Jahrtausende. Die Werke von Marion Lucka lassen weiche, runde, wellenhafte Formen erkennen. "Formen, die freundlich sind und unserer Seele entsprechen", befand Bischoff. Die Künstlerin hat nach seinen Worten einen Wirkungsgrad erzielt, der harmonisch sei.

Die Bilder erzählten variable Momente und Porträtgeschichten. Die Gleichzeitigkeit von Klang gebe es in ihren Werken - anders als in der Musik - nicht. "Die Formen variieren und haben nicht den Zwang, ein Porträt herstellen zu müssen." Proportionen seien mitunter ausgeweitet. Die Interpretation eines Bildes ist nach Ansicht des Kunsterziehers die "Freiheit eines Betrachters, selbst zu denken."

Die Erzählkunst der Malerin Marion Lucka liege im Bereich des Fantastischen, geformt von Licht und Schatten, mit Wimpern zu Pfeilspitzen und Geistesgeschichten. "Wir dürfen die Fantasie der Künstlerin bewundern", fuhr Bischoff fort und stieß einen Dialog an über systematische Raumgebung, die Betrachtung stiller Gegenstände sowie die geistige Bewegung des Surrealismus. Die Lebenskunst der Surrealisten lasse der Fantasie freien Lauf, zertrümmere Proportionen und stelle die Farbgebung infrage. Den Besuchern der Ausstellung wünschte der Redner abschließend bei der Betrachtung "geistige und seelische Freude".

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Anneliese Schade lud zu weiteren

Veranstaltungen des Vereins ein: Am

13. Oktober von 11 bis 14 Uhr gibt es ein Herbstbasteln, am 19. Oktober bearbeitet Peter Kellermeier von 16 bis 19 Uhr Häuselloh-Granit.

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Silke Meier
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Veröffentlicht am:
07. 10. 2018
17:42 Uhr

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Silke Meier

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07. 10. 2018
17:42 Uhr



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