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Selb

Gemeinsam älteren Menschen helfen

Wer kann zu einem guten Leben im Alter beitragen? Und was kann man selbst dafür tun? Diese Fragen klärten Elisabeth Richter und Theo Marberg.



Der Präsident des Lions Clubs Selb an der Porzellanstraße, Wilfried Erhard (Mitte) dankte Diakonin Elisabeth Richter und Theo Marberg für ihren aufschlussreichen Vortrag zum Thema "Caring Community". Foto: Hanna Cordes
Der Präsident des Lions Clubs Selb an der Porzellanstraße, Wilfried Erhard (Mitte) dankte Diakonin Elisabeth Richter und Theo Marberg für ihren aufschlussreichen Vortrag zum Thema "Caring Community". Foto: Hanna Cordes  

Selb - "Wie kann ich im Alter gut leben?" - Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Vortrags, zu dem der Präsident des Lions Clubs "Selb an der Porzellanstraße", Wilfried Erhard, eingeladen hatte. Diakonin Elisabeth Richter, Leiterin der Kontaktstelle Seniorenberatung des Evangelischen Dekanats Selb, und Theo Marberg von der Seniorengemeinschaft Fichtelgebirge gaben fachkundige Auskunft zu diesem Thema.

Der Begriff "Caring Community", der sorgenden Gemeinschaft, gewinne als Leitbegriff zunehmend an Bedeutung, erläuterte die Diakonin. Er stehe für eine neue Weise, sozialstaatliche Verantwortung und lokales Engagement miteinander zu verbinden.

"Der gesellschaftliche, soziale und demografische Wandel stellt uns vor neue Herausforderungen. Fast überall in Deutschland steigt der Anteil der alten und hochbetagten Menschen - Damit nimmt auch die Zahl der auf Pflege angewiesenen älteren Menschen zu", informierte Richter. In einer von Erwerbstätigkeit dominierten Welt sei es immer weniger selbstverständlich, dass Pflege und Unterstützung innerhalb der Familie erbracht würden. Diese Situation werde durch einen sich bereits abzeichnenden Fachkräftemangel in der professionellen Pflege noch verschärft, da der Staat sich nicht in der Lage sehe, alle Risiken abzudecken.

"Die sorgende, fürsorgende Gemeinschaft und das bürgerschaftliche Engagement gewinnen deshalb immer mehr an Bedeutung", betonte Diakonin Elisabeth Richter: "Nachbarn, Freunde und freiwillig Engagierte können dazu beitragen, pflegebedürftige Menschen zu Hause zu unterstützen."
Es ist besonders hoch anzuerkennen, dass gerade ältere Menschen dabei häufig Verantwortung übernehmen und sich für andere engagieren, sagte Richter. Ein gutes Beispiel dafür: die Seniorengemeinschaft Fichtelgebirge, der auch Theo Marberg angehört. Unter dem Motto "Miteinander - füreinander" haben sie es sich zum Ziel gesetzt, zu helfen, Hilfe anzunehmen, Selbstbestimmung zu erhalten und den nachbarschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. "Wir helfen auf einfache, unkomplizierte Art", beschreibt Theo Marberg. Per Anruf werde Hilfe vermittelt und monatlich pro geleistete Hilfsstunde ein Betrag von 8 Euro abgebucht. "Derzeit haben wir bereits 500 Mitglieder", freute er sich Marberg: "Wir sind froh, wenn sich auch jüngere Mitmenschen melden und engagieren, damit wir mit unserem Hilfsangebot auch die Generationen überbrücken". Auf das breite Spektrum an Hilfsangeboten wies auch Diakonin Elisabeth Richter hin: "Das Ziel der Kontaktstelle Seniorenberatung des Evangelischen Dekanats Selb ist es, hier einen Überblick zu geben und Beratung anzubieten".

Präsident Wilfried Erhard dankte den beiden im Namen der Lionsmitglieder für das informative und aufschlussreiche Referat, dem sich ein lebhafter Gedankenaustausch anschloss.

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Hanna Cordes
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Veröffentlicht am:
08. 02. 2019
17:04 Uhr

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08. 02. 2019
17:04 Uhr



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