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Selb

Hohe Auflagen für Straßenausbau

Der Stadtrat Schönwald beschließt die Sanierung der Strecke von Reichenbach in Richtung Lauterbach. Sie führt durch das Wasserschutzgebiet.



Hohe Auflagen für Straßenausbau
Hohe Auflagen für Straßenausbau  

Schönwald - Seit mehreren Jahren ist diese Maßnahme fällig. Nun hat sie der Stadtrat bei der Sitzung am Donnerstag beschlossen: Noch in diesem Jahr soll die Straße von Reichenbach in Richtung Lauterbach bis zur Stadtgrenze zwischen Schönwald und Selb ausgebaut werden. Für den Ausbau gibt es strenge Auflagen von Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt. Denn die Strecke führt durch das Wasserschutzgebiet, größtenteils sogar durch die engere Schutzzone.

Anträge bis Jahresende

Noch bis Ende dieses Jahres können Schönwalder, die durch Straßenausbaubeitragskosten unzumutbar belastet werden, Anträge zur Entlastung bei der Härtefallkommission stellen. Darüber informierte Bürgermeister Klaus Jaschke.


Dass der Ausbau dringend ist, das verdeutlichte Richard Steppan von der Planungsgruppe Steppan und Wick anhand einiger Fotos vom heutigen Zustand: Die Straße weist viele Schlaglöcher auf, ist nur noch ein Flickwerk, und an vielen Stellen sind die Bankette ausgefahren. Auch künftig soll die Fahrbahn drei Meter breit sein. Dazu kommen die Bankette von jeweils 50 Zentimetern und an sensiblen Stellen das sogenannte Ecoraster, das 66 Zentimeter breit sein wird. Es soll verhindern, dass die Straßenränder in Kurven und an Ausweichstellen wie derzeit stärker ausgefahren werden.

Die Ausbaustrecke ist 720 Meter lang und führt vom Ortsende von Reichenbach bis zur Stadtgrenze nach Selb in Richtung Lauterbach. Komplett fachkundig entsorgt werden muss nach den Worten des Planers die derzeitige Teerdecke. Nach dem Neuaufbau mit modernsten unweltschonenden Materialien wird die Straße etwa 20 Zentimeter höher liegen als bisher. Während der gesamten Bauzeit, voraussichtlich im September und Oktober dieses Jahres, muss ein Geologe die Arbeiten begleiten.

Darüber hinaus haben die Fachbehörden der Stadt und den Planern noch folgende Auflagen mitgegeben: Beschränkung des Gesamtgewichtes für Fahrzeuge auf 7,5 Tonnen, also Sperrung für Schwerverkehr, Begrenzung der Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer sowie Verzicht auf Salz und Streumittel durch den Winterdienst. Die Kurven sind so angelegt, dass das Gefälle vom Quellgebiet gesehen nach außen zeigt. Die Kosten des Aufbaues bezifferte Petra Wick vom Planungsbüro auf brutto 332 000 Euro. Dazu kommen etwa 30 000 Euro an Kosten für die Entsorgungen auf der Deponie Sandmühle.

Auf Nachfrage von Stadtrat Michael Rehwagen schätzte Richard Steppan, dass die Straße bei guter Pflege zwischen zehn und 15 Jahre halten dürfte. Das Gremium folgte geschlossen einer Anregung von Rehwagen, die Tempobeschränkung auf den gesamten Ortsteil auszuweiten. Nach der Sanierung der Straße darf also auch in Reichenbach selbst nicht schneller als 30 Stundenkilometer gefahren werden.

Die Rahmenplanung für die Innenstadt ist zwei Schritte weiter gekommen. Dr. Ulrich Wieler vom Büro Umbau-Stadt Weimar stellte den Räten zum einen das Ergebnis der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange vor - und die von der Regierung geforderte Gestaltungsfibel. Dieses "sanfte Instrument" dient nach den Worten des Fachmannes als Richtschnur, um bei sanierungswilligen Bürgern ein Gefühl für den Umgang mit der Bausubstanz zu schaffen: "Hier wird nichts verboten." Die Fibel enthält beispielsweise eine Fotomontage, wie der Kirchplatz aussehen könnte oder die Hauptstraße nach einer angepassten Sanierung. In der Praxis könnte das Ganze so vor sich gehen: Ehe die Stadt einem Zuschuss zustimmt, prüft sie, ob ein Vorhaben in etwa den Vorgaben in der Fibel entspricht. Letztere kostet die Stadt 10 500 Euro, weitere 1500 fallen für die Prüfung der Träger öffentlicher Belange an.

Fünf weitere Jahre lang will die Arbeitsgemeinschaft Dreiländereck mit Schönwald, Rehau und Regnitzlosau an der ländlichen Entwicklung dieses Bereiches arbeiten. Dies beschloss der Stadtrat einhellig - mit der Ergänzung, die Stelle des Regionalmanagers neu auszuschreiben und ein geeignetes Büro mit der Planung zu beauftragen. Denn ein im Jahr 2016 vom Büro Böhringer erstelltes Konzept hat nach den Worten von Bürgermeister Klaus Jaschke zentrale Punkte wie etwa Dorferneuerung nicht enthalten. So habe der Regionalmanager in dieser Richtung auch nicht tätig werden können. "Wir sollten den Schwenk probieren", stimmte Ursula Tuscher dem Stadtoberhaupt zu.

Ausgelegt wird nach Beteiligung der Träger öffentlicher Belange der Flächennutzungsplan für die Fläche des ehemaligen Schützenheimes.

Die Stadt hat im ersten Halbjahr sparsam gewirtschaftet und den Haushalt gegenüber der Planung um über 400 000 Euro unterschritten. Die Fraktionssprecher dankten Kämmerin Tina Pinkert für den aufschlussreichen Zwischenbericht.

Die Mitarbeiter im Rathaus werden den Bürgern vom 1. August an zwei Stunden weniger als bisher zur Verfügung stehen. Am Montag schließen die Büros statt wie bisher um 17.30 Uhr bereits um 16 Uhr. An Mittwochen wird künftig das Haus von 8 bis 13 Uhr geöffnet sein, bisher lagen die Zeiten von 8 bis 12 und 14 bis 15.30 Uhr. "Nun können die Bürger auch in der Mittagszeit ihre Anliegen vorbringen", sagte Klaus Jaschke.

Eine ausgewiesene Stelle als Bautechniker konnte die Stadt bisher nicht besetzen. "Das kann kein Dauerzustand sein", sagte Bürgermeister Klaus Jaschke.

Sehr beliebt ist nach einer Bekanntgabe des Bürgermeisters die städtische Bücherei. Sie habe im Jahr 2018 über 16 Prozent mehr Bücher und andere Medien entliehen als im Jahr zuvor.

Autor

Wolfgang Neidhardt
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Veröffentlicht am:
15. 07. 2019
18:24 Uhr

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Wolfgang Neidhardt

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Veröffentlicht am:
15. 07. 2019
18:24 Uhr



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