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Selb

Jugend lernt Respekt vor Tieren

Mit der Geflügelschau will der Kreisverband der Züchter auch den Nachwuchs ansprechen. Die Aussteller in Selb-Plößberg zeigen sich durchwegs zufrieden.



Ausstellungsleiter Jürgen Beck (links), Aussteller, Vereinsfunktionäre, Ehrengäste und Jugendliche freuten sich, nach einem Jahr Pause wegen der Gefahr von Vogelgrippe die 65. Kreisflügelschau mit 495 Tieren in Selb-Plößberg eröffnen zu können. Foto: Silke Meier
Ausstellungsleiter Jürgen Beck (links), Aussteller, Vereinsfunktionäre, Ehrengäste und Jugendliche freuten sich, nach einem Jahr Pause wegen der Gefahr von Vogelgrippe die 65. Kreisflügelschau mit 495 Tieren in Selb-Plößberg eröffnen zu können. Foto: Silke Meier  

Selb - Die Artenvielfalt in der Zucht war bei der 65. Geflügelschau des Kreisverbandes Hof-Rehau in Selb-Plößberg zu sehen. Streicher-
enten silber-wildfarbig, altenglische Zwerg-Kämpfer schwarz mit Messingrücken, arabische Trommeltauben, niederländische Schönheitsbrieftauben blaugehämmert und Thüringer Schnippe lauteten ein paar der prächtigen Tiernamen.

Guido Kiesl, Vorsitzender des ausrichtenden Geflügel- und Kaninchenzuchtvereins Selb-Plößberg, dankte Ausstellungsleiter Jürgen Beck, den Ausstellern, Ehrengästen und Besuchern für die Mühen mit dem aufwendigen Hobby. "Wir sehen heute, welche Vielfalt und Farbenpracht es bei der Rassegeflügelzucht gibt", sagte Kiesl und freute sich über ein erfolgreiches Zuchtjahr. Viel Fleiß, Ausdauer und Können wandten die Züchter in der Freizeit auf. Kiesl wünschte den Besuchern, einen Eindruck der Naturverbundenheit der Züchter gewinnen zu können. Mit guter Jugendarbeit will der Verein den Nachwuchs begeistern. Kiesl dankte Behörden, Firmen und Spendern sowie dem Schirmherrn Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch. Dem Wunsch, die Jugend für das Hobby der Geflügelzucht zu begeistern, schloss sich stellvertretender Landrat Gerald Schade an.

Wie Kreisvorsitzender Uwe Kaiser erläuterte, sind die Aussteller nach einem Jahr Pause zufrieden, eine Kreisschau mit 435 Tieren und 60 Tieren in der Jugend zeigen zu können. Im Vorjahr musste die Ausstellung wegen der Gefahr von Vogelgrippe ausfallen. Die Züchter im Kreisverband blieben verschont.

"Nach der schweren Zeit im letzten Jahr durch die Vogelgrippe ist diese Eröffnung und die Schau für uns Rassegeflügelzüchter ein Fest", meinte Andreas Vogel, Bezirksvorsitzender der Rassegeflügelzüchter in Oberfranken. Er klagte, die Politiker auf Landes- und Bundesebene würden sich nicht stark genug für die Belange der Züchter einsetzen.

Vogel sagte auch, es wäre schade, wenn es aus Unwissenheit und Fraktionszwang die Rassegeflügelzucht und damit gesellschaftliches Leben, Vereine, Kulturgut, Artenvielfalt und vom Aussterben bedrohte Geflügelrassen nicht mehr gebe. "Eine landes- und bundesweite Aufstallung darf es für kleine Geflügelbestände nicht mehr geben", forderte Vogel und ebenso die Genehmigung, Schauen auf Lokal- und Kreisebenen durchzuführen, solange kein akuter Vogelgrippebefall vorliegt.

Beeindruckt von der Schau zeigte sich Schirmherr Ulrich Pötzsch. "Die präsentierten Tiere sind das Ergebnis intensiver Arbeit von Züchtern und geprägt von der Liebe zu den Tieren", stellte das Stadtoberhaupt fest und warb um bewussten Einkauf, auch von Geflügelfleisch. Der Anspruch, bis Samstagabend frisches Fleisch zu bekommen, sei nicht richtig, kritisierte Pötzsch. Zudem sei es eine große Aufgabe, der nächsten Generation zu zeigen, wie respektvoller Umgang auch mit Tieren funktioniere. Dies könne gelingen, wenn die junge Generation mit Tieren aufwächst.

Die Besten bei der 65. Kreisgeflügelschau sind in der Kategorie Groß- und Wassergeflügel: Gerlinde Müller mit Streicherenten silber-wildfarbig, einer v-Bewertung (vorzüglich) von 97 Punkten und der Landesverbandsprämie. In der Kategorie Hühner und Zwerghühner: Jan Dlugos, ebenfalls 97 Punkte und Landesverbandsprämie. In der Kategorie Taube: Philipp Schmaußer, 97 Punkte und Landesverbandsprämie für die Arabische Trommeltaube. Das Grenzlandband erhielten Gerlinde Müller, Rainer Krauß, Jürgen Beck, Wilfried Fischer und Paul Walther.

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Silke Meier
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Veröffentlicht am:
28. 11. 2017
17:30 Uhr

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Silke Meier

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Veröffentlicht am:
28. 11. 2017
17:30 Uhr



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