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Selb

Junge Fachkräfte holen sich Zeugnisse ab

Das IHK-Gremium Marktredwitz-Selb verabschiedet seine Absolventen. Denen stehen alle Türen offen. Die Betriebe buhlen um Nachwuchs.



Junge Fachkräfte holen sich Zeugnisse ab
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Selb - 121 von 125 Auszubildenden aus dem IHK-Gremiumsbezirk Marktredwitz-Selb haben erfolgreich ihre Abschlussprüfungen abgelegt. 48 bei den kaufmännischen Berufen, 77 bei den gewerblich-technischen Berufen, davon waren sechs Einser-Abschlüsse und 46 Zweier-Abschlüsse. Im Rosenthal-Theater in Selb wurden die ehemaligen Auszubildenden nun offiziell verabschiedet.

Die Vizepräsidentin der IHK für Oberfranken, Dr. Laura Krainz-Leupoldt, begrüßte neben zahlreichen Ehrengästen vor allem die Absolventen. "Sie haben die Berufsausbildung erfolgreich beendet", sagte sie und gratulierte den Absolventen. Ihr Dank ging an alle, die die jungen Leute auf dem Weg begleitet hatten: Eltern, Familien und Freunde, die Unternehmen, Ausbilder, Vorgesetzten und Kollegen, die Lehrer der Berufsschulen sowie die ehrenamtliche Prüfer. "Sie alle sind Säulen des dualen Ausbildungssystems, das Deutschland im internationalen Vergleich so besonders macht." Laura Krainz-Leupoldt zeichnete kurz die Entwicklungen nach, die die Absolventen in den zurückliegenden zwei bis drei Jahren durchlaufen hatten. Nun würden sie die Abschlusszeugnisse erhalten. "Jetzt sind Sie Fachkräfte. Nehmen Sie den Schwung mit. Mit dem Berufsabschluss haben Sie die besten Voraussetzungen." Die IHK-Vizepräsidentin brach eine Lanze für lebenslanges Lernen: "Mit Weiterbildungen können Sie Abschlüsse erreichen, die dem Bachelor oder Master gleichgestellt sind." Sie wünschte den Absolventen viel Glück auf dem weiteren beruflichen Weg.

Mit einem Zitat von Friedrich Nietzsche begann Landrat Dr. Karl Döhler seine Ansprache: "Ein Beruf ist das Rückgrat des Lebens." Dieses Rückgrat hätten die Absolventen nun erreicht. "Es hat sich gelohnt, sich anzustrengen, und bestimmt war es für sie nicht immer ganz leicht, allen Erwartungen gerecht zu werden." Jetzt aber stünden den Absolventen alle Wege offen, sagte Karl Döhler.

Den Vergleich zum Fußball zog Werner Gebhardt, Vorstandsmitglied des IHK-Gremiums Marktredwitz-Selb und Geschäftsführer von Vishay Europa. Der Teamleiter ist der Kapitän, der mit dem Vorgesetzten, also dem Trainer, die Taktik bespreche. "Ein Stürmer oder eine Stürmerin haben das Ziel fest im Blick, strotzen vor Energie und setzen Ideen um. Sie sind extrovertierte Macher, denen aber manchmal der Blick für das Detail fehlt", sagte er. Wer habe den Willen, für das Team zu punkten? "Die Mittelfeldspieler befinden sich an einer wichtigen Schaltstelle, denn aus ihrem Wirkungsfeld entwickeln sich die Spielzüge, werden Projektideen geboren", sagte Gebhardt. Zu den Stärken der Mittelfeldspieler gehöre es, im Team gut zu kommunizieren. Sie seien teamfähig, kompromissbereit und belastbar wie Dauerläufer. Die Verteidiger hielten sich im Hintergrund, analysierten die Dinge und seien an der Absicherung des Projektes interessiert. "Sie achten auf Details und grätschen zur Not mit ihrer Expertise herein." Der Torwart halte den Kasten sauber. So verglich Werner Gebhardt den Mann zwischen den Pfosten mit der finalen Qualitätssicherung. "In Krisensituationen schwingt er sich auch mal zum Feldspieler auf, um dem Team aus der Patsche zu helfen." Aber zu seinen Eigenschaften gehöre es, nicht dauernd im Rampenlicht zu stehen. Stattdessen beobachte er aufmerksam das Spiel der Kollegen, um dann und wann mit einer Parade zu glänzen. "Haben Sie sich oder Ihre Kollegen in den verschiedenen Typen wiedererkannt? Ausbildung und Sport haben viele Gemeinsamkeiten", verdeutlichte Gebhardt und blieb bildlich beim Thema Fußball. "Nach Ihrem Ausbildungsabschluss sind Sie reif für die erste Bundesliga: einen Arbeitsplatz auf Augenhöhe mit alten oder neuen Kolleginnen und Kollegen", wandte sich der Vishay-Geschäftsführer an die Absolventen. "Nutzen Sie die Chancen, die Ihnen die regionalen Unternehmen bieten. Sie sind die Fachkräfte, die wir brauchen." Die Unternehmen in der Region böten Chancen für berufliche und persönliche Weiterentwicklungen. Manchmal, so Gebhardt, habe er den Eindruck, dass die Welt aus den Fugen gerate. "Aber bei uns in Oberfranken waren die Chancen für die Absolventen der Ausbildung selten besser als heute", machte Werner Gebhardt Mut. Die geburtsstarken Jahrgänge würden in den kommenden zehn bis zwanzig Jahren in den Ruhestand gehen. Dementsprechend hätten die Unternehmer die Lücken zu schließen. "Das ist ihre Chance, in einer intakten Umwelt mit hoher Lebensqualität ihre Berufs- und Familienplanung voranzutreiben", sagte er. Den Absolventen gab er noch einen Gedanken mit: "Finden Sie heraus, wer Sie sind und wo Ihre Stärken liegen und stecken Sie da Ihre Energie hinein. "

Für die Absolventen sprach Elisabeth Meyer von der Firma Rausch & Pausch. Die Band Huebnotix sorgte für die musikalische Umrahmung der Abschlussfeier.

Dr. Laura Krainz-Leupoldt, Dr. Karl Döhler und Robert Göbel, Geschäftsführer des IHK-Gremiums, ehrten die besten Absolventen und übergaben die Prüfungszeugnisse.

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Uwe von Dorn
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Veröffentlicht am:
10. 04. 2019
17:08 Uhr

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Uwe von Dorn

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10. 04. 2019
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