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Selb

Kandidaten stehen Rede und Antwort

Zu einem Bürgergespräch lädt die Selber SPD ein. Holger Grießhammer und Inge Aures stellen sich den Fragen der Besucher.



Informierten bei einem Bürgergespräch: (von links) Bezirkstagskandidat Holger Grießhammer, stellvertretende Bürgermeisterin Dorothea Schmid, Landtagskandidatin Inge Aures, SPD-Fraktionsvorsitzender Walter Wejmelka und der Selber Ortsvorsitzende Roland Graf.	Foto: Rainer Pohl
Informierten bei einem Bürgergespräch: (von links) Bezirkstagskandidat Holger Grießhammer, stellvertretende Bürgermeisterin Dorothea Schmid, Landtagskandidatin Inge Aures, SPD-Fraktionsvorsitzender Walter Wejmelka und der Selber Ortsvorsitzende Roland Graf. Foto: Rainer Pohl  

Selb - Unter das Motto "Jetzt frag i" hat der SPD-Ortsverein Selb einen Abend mit Landtagsabgeordneter Inge Aures und Bezirkstagskandidat Holger Grießhammer gestellt. Zur Gesprächsrunde in den Räumen der Firma Graf waren zahlreiche Interessierte gekommen. SPD-Ortsvorsitzender Roland Graf begrüßte die Anwesenden und freute sich besonders, dass auch aus den umliegenden Ortschaften Teilnehmer nach Selb gekommen waren.

Nach einer kurzen Vorstellung informierten beide Kandidaten über ihren persönlichen und politischen Werdegang. Die Staatsregierung proklamiere zwar gleiche Lebensbedingungen in Bayern, aber sie mache keine Politik danach, sagte Inge Aures. Sie zeigte anhand der Themen Öffentlicher Nahverkehr, Bildung, Studienplätze und Ärzte im ländlichen Raum auf, wie groß die Ungleichbehandlung gegenüber den Ballungszentren ist. Sie erläuterte, dass 23 Kliniken in Bayern, die rote Zahlen schreiben, vom Staat finanziert werden. Das Klinikum Fichtelgebirge habe in den vergangenen Jahren nur einmal Plus gemacht, und das wegen eines Sanierungstarifvertrages mit Lohnkürzungen. "Gleiche Lebensbedingungen sehen anders aus", monierte Aures. Eine "Mogelpackung" sei die Grenzpolizei: Keine einzige Polizistenstelle sei geschaffen worden. Lediglich die Türschilder wurden ausgetauscht und damit 32 Fahnder zu Grenzpolizisten.

Zu der Frage, warum die Landkreise Wunsiedel, Kulmbach und Hof sowie die Stadt Hof nicht dem Verkehrsverbund Nürnberg beitreten, erklärte Inge Aures, dass die Städte und Landkreise das Geld nicht hätten, um sich einzukaufen. Hier müsste das Land sämtliche Kosten für die Kommunen übernehmen. Für die Pendler und für den Tourismus gleichermaßen würden die Kombitickets des Verkehrsverbunds Nürnberg große Einsparungen bedeuten. Zum Thema Versorgung mit Kitaplätzen stellte Aures fest, dass die Kommunen mehr Förderungen für den Ausbau, Betrieb und Instandhaltung benötigten. Sie betonte die vorschulische Bildung und die Forderung nach Abschaffung der Gebühren. Zum Volksbegehren "Stoppt den Pflegenotstand" sammelte die SPD Unterschriften. Vielerorts fehlten Pflegekräfte, ganze Stationen in verschiedenen Einrichtungen seien deswegen geschlossen, erklärte Inge Aures und forderte, Pflegekräfte besser zu entlohnen.

Holger Grießhammer beantwortete folgende Fragen: Welche Stellung und Aufgaben haben die Bezirkstage in Bayern und welche Aufgaben sieht er als besonders wichtig an? Wie steht die Oberfrankenstiftung zum Bezirkstag und wie sieht der Bezirkstagkandidat die Entwicklung der Region in den nächsten Jahren?

Der Bezirk ist die dritte kommunale Ebene. Die Aufgaben des Bezirks liegen in den Bereichen Soziales, Kultur, Landwirtschaftliche Ausbildung und Fischereiwesen. Grießhammers Ziel ist die Stärkung und der Erhalt der bezirklichen Einrichtungen. Er hatte beantragt, dass die Höhenklinik in Bischofsgrün vom Bezirk übernommen werde, wenn die Deutsche Rentenversicherung das neue Reha-Zentrum in Bayreuth bezieht. Er sieht die Einrichtungen als regionalen Wirtschaftsfaktor mit Auswirkungen für weite Teile des Handwerks. Die bezirklichen Pflegekräfte müssten wieder nach Tarif entlohnt und personell entlastet werden. Es gelte, Menschen mit Behinderung zu stärken sowie Kultur und landwirtschaftliche Lehranstalten zu fördern. Das komme der Genussregion Oberfranken zugute. Zur Frage nach der Oberfrankenstiftung informierte Holger Grießhammer, dass der Bezirkstag Mitglieder in die Stiftung entsendet, die unter anderem für die Denkmalpflege zuständig ist.

Die letzte Frage aufgreifend, sah Grießhammer eine positive Entwicklung der Region. Von Einrichtungen wie dem Rosenthal-Theater Selb, dem Kurzentrum und der Siebenquelltherme in Weißenstadt profitiere die gesamte Region. Oft fehlten Mittel und Möglichkeiten, um tätig zu werden. Die Staatsregierung solle die Kommunalmittel zur freien Verfügung von zwölf auf 15 Prozent erhöhen, wie es bereits in anderen Bundesländern praktiziert wird.

Der SPD-Fraktionssprecher im Selber Stadtrat, Walter Wejmelka, bat Aures, in München für eine bessere Finanzausstattung der Kommunen zu kämpfen. Ferner bat er um Unterstützung für den geplanten Neubau der Designstudios der Fachschule für Produktdesign und um Finanzmittel für die Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen. Vieles, was München in Aussicht stellte, sei wieder gestrichen worden. Rainer Pohl

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Veröffentlicht am:
05. 10. 2018
17:20 Uhr

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05. 10. 2018
17:20 Uhr



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