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Selb

Künftig auf getrennten Wegen

Der CSU-Ortsverband und die Freien Wähler Selb werden bei der Kommunalwahl jeweils mit einer eigenen Liste antreten. Grund sind inhaltliche Differenzen.



Seit 1972 gibt es die Liste 1, also die Fraktion der CSU und der Freien Wähler. Diese Zusammenarbeit endet mit der Kommunalwahl 2020.	Foto: adobe-stock.com/Montage: HCS
Seit 1972 gibt es die Liste 1, also die Fraktion der CSU und der Freien Wähler. Diese Zusammenarbeit endet mit der Kommunalwahl 2020. Foto: adobe-stock.com/Montage: HCS  

Selb - Nun ist es amtlich: Die Selber CSU und die Freien Wähler Selb (FWS) gehen zukünftig getrennte Wege. Das teilen die Vorstandssprecher der beiden Gruppierungen in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Zur Kommunalwahl im März 2020 werden sowohl der CSU-Ortsverband Selb als auch die FWS mit einer eigenen Liste antreten. Bis dahin aber setzt man in beiden Lagern auf die langjährige Zusammenarbeit in der Liste 1 des Selber Stadtrats.

Wie der Vorsitzende des CSU-Ortsverbands, Matthias Müller, und der Vorstandssprecher der FWS, Stephan Rummel, betonen, haben die jeweiligen Vorstände die Trennung ausgiebig diskutiert. Natürlich hätten auch mehrere Gespräche der Vorstände stattgefunden, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Sowohl Müller wie Rummel legen Wert auf die Feststellung, dass alle Gespräche zwar kontrovers, aber stets fair geführt worden seien. "Wir gehen nicht im Streit auseinander, das ist Fakt, und es gab auch nie persönliche, sondern lediglich inhaltliche Differenzen", heißt es in der Erklärung.

Die Trennung wird damit begründet, dass beide Gruppierungen zu viele Kandidaten für eine lediglich 24-köpfige Stadtratsliste haben. Auch seien die Ansichten hinsichtlich der Platzierung der Kandidaten beider Listen auseinandergegangen. "Wir sehen es aber auch als positives Zeichen, dass sich so viele Frauen und Männer zum Wohl der Stadt Selb engagieren möchten", heißt es. Die beiden Lager rechnen sich durch die Trennung zusätzliche Chancen aus, ihre jeweiligen Kandidaten besser zu platzieren und möglichst viele in den Stadtrat zu bekommen.

Die Liste 1 (CSU/Freie Wähler Selb) im Selber Stadtrat gibt es seit 1972, und die Zusammenarbeit sei zumeist harmonisch gewesen, heißt es in der Mitteilung. Deshalb kündigen CSU und FWS die Zusammenarbeit nicht abrupt auf. "Wir werden alle Türen offen halten für eine weitere Zusammenarbeit nach den Wahlen 2020", betont Matthias Müller. Er plädiert mit Stephan Rummel übereinstimmend dafür, die Zusammensetzung der Liste 1 im Stadtrat bis zur Wahl 2020 beizubehalten. Doch darüber muss die Fraktion in den kommenden Gesprächen entscheiden, heißt es weiter.

Beide Gruppierungen sehen in der Trennung die Chance, als eigenständige Gruppierung wahrgenommen zu werden und sich und ihre Ziele zum Wohl der Stadt Selb besser darstellen zu können. "Sowohl FWS wie CSU machen den Schritt der Trennung erhobenen Hauptes. Es gibt dabei keinen Verlierer, sondern eher zwei Gewinner", unterstreichen die Sprecher.

Für Stephan Rummel von den FWS birgt die Trennung noch einen weiteren positiven Aspekt: "Die Freien Wähler Selb waren schon immer eine eigenständige Vereinigung und die einzige parteifreie Gruppierung im Selber Stadtrat. Mit einer eigenen Liste können wir unsere Vorstellungen und Ideen völlig unabhängig und vor allem parteifrei darstellen. Und wir geben unseren zahlreichen jungen, neuen und engagierten Mitgliedern eine Chance, sich mit kommunalpolitischen und gesellschaftlichen Themen einzubringen und dabei auch noch Spaß zu haben. Es kommt viel Arbeit auf uns zu, nicht nur im Wahlkampf, den wir getrennt führen müssen, aber es ist eine Arbeit, die wir gerne machen, Arbeit für die Stadt Selb und ihre Bürger - nicht für eine Partei."

CSU-Ortsvorsitzender Matthias Müller sieht in der Trennung viele Chancen: "Für mich ist das kein harter Schnitt. Auch mit zwei Listen werden wir weiter konstruktiv im Sinne von Selb zusammenarbeiten. Für die CSU ist es gut, alle Mitglieder, die auf die Liste wollen, aufnehmen zu können und niemanden absagen zu müssen. Die größte Chance sehen wir darin, 24 Kandidaten aufstellen zu können und davon möglichst viele in den Stadtrat zu bekommen."

 
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Gisela König

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Veröffentlicht am:
26. 04. 2019
17:18 Uhr

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26. 04. 2019
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