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Kulturvisionen auf hohem Niveau

Einen Blick voraus in die Spielzeit 2020/21 im Rosenthal-Theater werfen die Mitglieder des Selber Kulturausschusses. Sie stimmen den Programm- Vorschlägen einhellig zu.



"The Soul of New York’s Spanish Harlem" zeigen ihre Show mit Latin music am 28. November 2020. Fotos: PR
"The Soul of New York’s Spanish Harlem" zeigen ihre Show mit Latin music am 28. November 2020. Fotos: PR  

Selb - Mozart und Carmen. Mutter Courage und Blues Brothers. Märchen, Travestie-Show und Latin Music: Mit großem Wohlwollen haben die Mitglieder des Kulturausschusses der Stadt Selb in ihrer jüngsten Sitzung die Vorschläge der Kulturpartner Hofer Symphoniker und Theater Hof sowie von Kulturamtsleiter Hans-Peter Goritzka für das Programm 2020/21 im Rosenthal-Theater gehört. Die Zustimmung erfolgte jeweils einstimmig. Auch für die im Dezember zur Abstimmung anstehende Erhöhung des Kultur-Budgets machte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch Goritzka Hoffnung: "Alle Fraktionen ziehen an einem Strang."

Zu Orchesterdirektorin Stefanie Müller-Lietzau und dem Künstlerischen Betriebsdirektor des Theaters Hof, Andreas Bühring, sagte Pötzsch: "Wir freuen uns über die schon traditionelle Zusammenarbeit mit Ihnen. Unsere Gäste im Rosenthal-Theater kommen von weither. Sie und die Kooperation mit Ihnen sind Grundlagen für den Erhalt unseres Hauses." Ein Kompliment, das beide Gäste gerne zurückgaben. "Die Hofer Symphoniker kommen immer gerne ins Rosenthal-Theater", sagte Müller-Lietzau. "Das Selber Publikum ist sehr offen für alles Neue und vertraut unserer Programmauswahl." Eine Aussage, die Bühring für das Theater Hof bestätigte. Er bedankte sich zudem ausdrücklich für die Unterstützung der Mitarbeiter in Kulturamt und Rosenthal-Theater: "Sie stehen uns immer mit Rat und Tat zur Seite."

Die Orchesterdirektorin kündigte zunächst vier Konzerte für die Spielzeit 2020/21 an. Nach einem Symphoniekonzert im Rahmen des Dirigentenforums am 19. November 2020 können sich die Selber auf ein besonderes Neujahrskonzert am 7. Januar freuen, bei dem sie musikalisch ein "Hogmanay", das Silvesterfest Schottlands, im Rosenthal-Theater erleben. Am 25. März spielt das Orchester Werke von Mendelssohn Bartholdy, Mozart und Tschaikowsky, und für den 20. Mai bereitet es das Konzert "Eviva España!" mit Werken von Rimski Korsakow, Joaquin Rodrigo und Georges Bizet vor; Solistin wird die Gitarristin Xuefei Yang sein.

Darüber hinaus kündigte Kulturamtsleiter Goritzka im Konzertabonnement ein Gastspiel des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt am 8. Oktober an sowie voraussichtlich ein Konzert des Bayreuther Osterfestivals im Frühling 2021. Mit der Entwicklung der Konzertabo-Zahlen ist der Kulturamtsleiter nicht unzufrieden. "Für die laufende Spielzeit 2019/20 sind 163 Abos gebucht, fünf weniger als in der vorigen Spielzeit. Das liegt aber im normalen Schwankungsbereich." Durchschnittlich hätten die Abo-Konzerte 400 Besucher.

Im Theaterabonnement sieht es ähnlich aus. Hier bezifferte Goritzka die Zahl der Abos in der laufenden Saison auf 194.

Bevor Andreas Bühring dann acht Aufführungen des Theaters Hof für die Spielzeit 2020/21 vorstellte, schickte er voraus, dass das Theater Hof in der nächsten Spielzeit auf eine Interimsspielstätte ausweichen müsse, da das Gebäude technisch saniert wird. Diese räumliche Veränderung wirke sich auch auf den Spielplan aus.

Nichtsdestotrotz kommt das Hofer Haus als erstes am 15. Oktober 2020 mit einer Uraufführung nach Selb: "Das kalte Herz", einer Produktion des Musiktheaters nach dem Märchen von Wilhelm Hauff. Am 12. November erlebt das Publikum das Broadway-Musical "The Producers" von Mel Brooks. Als vorweihnachtliches Familienstück zeigt das Hofer Theater am 7. und 8. Dezember drei Aufführungen des Kinderballetts "Der kleine Muck".

Die Operette schlechthin präsentiert das Theater Hof am 28. Januar in Selb: "Die Fledermaus" von Johann Strauß. Eine Hommage an einen legendären Komiker folgt am 25. Februar mit dem Ballettabend "Chaplin" von Barbara Buser; die Hofer Ballettdirektorin verwendet dazu unter anderem Musik und Choreografien von Charlie Chaplin selbst. Einen Klassiker des modernen Dramas kündigte Bühring für den 18. März 2021 an: "Mutter Courage und ihre Kinder - Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg" von Bertolt Brecht.

Wesentlich lockerer geht es am 6. Mai zu, wenn die Blues Brothers über die Bühne des Rosenthal-Theaters toben. Am 17. Juni sehen die Zuschauer das Shakespeare-Stück "Der Sturm" und am 8. Juli die Studioproduktion "A Walk on the Wild Side" mit Musik unter anderem von Dylan, Marley und Springfield; dabei bekommen sie auch eine Vorschau auf das Programm des folgenden Jahres.

Stadtrat Walter Weijmelka (SPD) fragte nach, warum das Theater Hof für 2020/21 keine Oper anbiete. Dies sei, so Bühring, zum einen der begrenzten Möglichkeiten in der Interimsspielstätte geschuldet. In Hof spiele man die moderne Strawinsky-Oper "The Rake’s Progress" und ganz am Ende der Spielzeit "Idomeneo" von Mozart. Für Letztere jedoch sei nach der Hofer Premiere am 19. Juni in Selb kein Termin mehr möglich. Weijmelka regte daraufhin an, für die Jugend eines der in Hof geplanten Studio-Stücke wie "Draußen vor der Tür" oder "Bruder Eichmann" zusätzlich in Selb zu zeigen.

Zur Spielzeit 2020/21 werden im Rosenthal-Theater aber noch weitere Angebote beitragen, die Hans-Peter Goritzka dem Kulturausschuss präsentierte. Darunter sind eine Elvis-Show, eine "Nacht der italienischen Welthits", die zweite Selber Lachnacht, das Pasadena Roof Orchestra, die Show "The Soul of New York’s Spanish Harlem", das Ballett "Schwanensee", die "Story of Irish Whiskey", "Bibi Blocksberg", die zwölf Tenöre, das Singspiel "Im weißen Rössl" in der modernen Fassung der Berliner "Bar-jeder-Vernunft", Auftritte von Bembers, Regenauer und Boettcher oder die Travestie-Show "Femmes Fa-Gee". Und nicht zu vergessen die "kleinen" Programme im Rahmen von "Kultur am Sonntagnachmittag" unter anderem mit dem Chansonabend "Madame Piaf", einem Weihnachts-Chorkonzert, einem Märchenprogramm, einer Gala mit Deborah Sasson und Gunther Emmerlich sowie einem Comedy-Programm.

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Kerstin Starke
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Veröffentlicht am:
21. 11. 2019
16:08 Uhr

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Kerstin Starke

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Veröffentlicht am:
21. 11. 2019
16:08 Uhr



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