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Selb

Landesbischof zückt Handy

Der EKD-Ratsvorsitzende lobt die Zusammenarbeit von Kirche und Kommunen. In Selb trägt er sich ins Goldene Buch ein.



Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm knipst im Selber Rathaus seinen Eintrag im Goldenen Buch. Die beiden Logos der EKD und der Landeskirche haben es ihm angetan. Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und Pfarrerin Daniela Schmid schauen zu. Foto: Jürgen Henkel
Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm knipst im Selber Rathaus seinen Eintrag im Goldenen Buch. Die beiden Logos der EKD und der Landeskirche haben es ihm angetan. Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und Pfarrerin Daniela Schmid schauen zu. Foto: Jürgen Henkel  

Selb - Am Samstag hielt sich der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayerns und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Dr. Heinrich Bedford-Strohm, in der Porzellanstadt auf. Der ranghöchste Repräsentant der Protestanten Deutschlands nahm an der Herbstsynode des Dekanats Selb teil, predigte beim Festgottesdienst zur Synode und beteiligte sich im Porzellanikon an einer Podiumsdiskussion mit Wirtschafts- und Arbeitnehmervertretern zum Thema "Industrie 4.0" (siehe auch Seite 7).

Im Selber Rathaus lobte Heinrich Bedford-Strohm die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Kommunen und trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch dankte dem hohen Kirchengast mit den Worten: "Es freut uns, dass sich der Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende für Selb interessiert. Es ist uns eine Ehre." Pötzsch ging in seiner Darstellung der Stadt auch auf die ethnische und kulturelle Vielfalt der Menschen in Selb ein und betonte: "Bei uns in Selb leben über 60 Nationalitäten gut miteinander. Die Menschen halten zusammen." Besonders deutlich werde dies in der Betreuung von Asylbewerbern und Flüchtlingen. "Hier wird gemeinsam angepackt."

Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch würdigte die "gute Zusammenarbeit" zwischen Kirche und Kommunen. Als Beispiel erwähnte er die Kinderbetreuung in den Kindergärten, die von der Kirche als Träger unterhalten werden. "Das hat sich über viele Jahrzehnte bewährt." Im Anschluss lud der Oberbürgermeister den bayerischen Landesbischof ein, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen. Dabei schauten dem Kirchenmann außer dem Stadtoberhaupt auch Dekan Dr. Volker Pröbstl, stellvertretender Dekan Markus Rausch, Pfarrer Johannes Herold sowie die Pfarrerinnen Daniela Schmid und Elke Pröbstl über die Schulter. Seitens des Stadtrates waren unter anderem die Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Kreil (CSU/Freie Wähler) und Walter Wejmelka (SPD) im Sitzungssaal dabei und verfolgten das Geschehen.

Der Landesbischof machte in seiner Ansprache deutlich: "Es ist wichtig, dass die Kirchen und die Kommunen bei aller Getrenntheit und Unterschiedlichkeit der Rollen gut zusammenarbeiten. Jenseits aller notwendigen politischen Diskussionen habe ich es immer wieder erlebt, dass die Menschen in Bayern vor Ort an einem Strang ziehen und Lösungen gefunden werden. Das ist der Geist, den wir auch in der großen Politik brauchen. Wichtig ist, dass alle gemeinsam anpacken, damit es den Menschen gut geht und dem Wohl der Menschen gemäß zusammengearbeitet wird."

Besonders erfreut zeigte sich Heinrich Bedford-Strohm bei der Eintragung ins Goldene Buch der Stadt darüber, dass sowohl das Logo der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, als auch das der EKD abgedruckt war. "Das habe ich so noch in keinem Goldenen Buch gesehen." Bedford-Strohm zückte an Ort und Stelle sein Handy und fotografierte die Seite mit den beiden Logos und seinem Eintrag. Vielleicht eine schöne Erinnerung an den Besuch in der Stadt des Porzellans.

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Jürgen Henkel
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Veröffentlicht am:
08. 10. 2017
18:48 Uhr

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Jürgen Henkel

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Veröffentlicht am:
08. 10. 2017
18:48 Uhr



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