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Leinwände füllen sich mit Leben

Stefan Medick stellt im Künstlerhaus Schirnding aus. Für ihn ist es mehr als ein Hobby, dem er sich nun verstärkt im Ruhestand widmen kann.



Ein bodenständiger Mensch ist der Künstler Stefan Medick, der mit der Familie zur Ausstellungseröffnung gekommen ist (von links): Schwiegersohn Alexander Schaab, Tochter Katrin Medick, Ehefrau Petra Medick, Künstler Stefan Medick und Tochter Sandra Greiner. Foto: Luzia Fischer
Ein bodenständiger Mensch ist der Künstler Stefan Medick, der mit der Familie zur Ausstellungseröffnung gekommen ist (von links): Schwiegersohn Alexander Schaab, Tochter Katrin Medick, Ehefrau Petra Medick, Künstler Stefan Medick und Tochter Sandra Greiner. Foto: Luzia Fischer  

Schirnding - Stefan Medick aus Weißenstadt stellt derzeit seine Werke im Künstlerhaus in Schirnding aus. "Fluss der Farben" heißt die Ausstellung, die eine Bandbreite seines Schaffens zeigt, von Porträts, Stillleben über Landschaftsmalerei bis hin zu Monochromien. Die Techniken fallen daher unterschiedlich aus - sie reichen von Naturalismus, über Impressionismus bis zum Abstrakten.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung "Fluss der Farben" von Stefan Medick ist bis 24. September zu sehen. Geöffnet ist das Künstlerhaus Schirnding jeweils samstags, an Sonn- und Feiertag von 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung. Weitere Informationen unter www.medickmalt.com.


Schon von klein auf war Kunst mehr als nur ein Hobby für den in Mühlbühl aufgewachsenen Medick. Als ein Künstler in die beschauliche Gemeinde gekommen war, stand für den jungen Stefan Medick die Welt Kopf. Denn schon früh war für ihn klar, dass er ebenfalls Maler werden wollte. Doch die Pläne seines Vaters sahen anders aus, denn der Bub sollte "was Gescheites" lernen. Obwohl Medick durchaus die Kunstakademie hätte besuchen können, beugte er sich dem Wunsch seines Vaters. Er studierte Maschinenbau und Betriebswirtschaft - doch die Kunst hat ihn nie losgelassen. Noch während der Studienzeit wird er Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler, Nürnberg. Später ist Medick in verschiedenen Unternehmen in Führungspositionen beschäftigt. 2009 geht er in den Ruhestand und damit kann er sich endlich seinen lang gehegten Traum erfüllen. In Weißenstadt richtete er sich ein eigenes Atelier ein.

Bei der Ausstellungseröffnung in Schirnding beteuerte Stefan Medick, dass Gegenständliches zu malen zwar gut sei, aber das Abstrakte viel schwieriger wäre. Zuerst existiere in seinem Kopf eine leere Leinwand, die allmählich mit Leben erfüllt werden müsse, sagte er. "Die Entstehung ist ein spannender Prozess, der zudem viel Zeit erfordert", erklärte Medick. "Dem Betrachter ergeht es genauso, er braucht Zeit, um den Sinn des Bildes zu verstehen."

Wie heißt es so treffend: Vor dem Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt und das bedeutet üben, üben, üben. Stefan Medick behauptete bei der Vernissage im Künstlerhaus, ein Hobbykünstler zu sein, fasziniert seit frühester Jugend von Form und Farbe. Ob Hobby oder nicht - das sei dahingestellt. Denn Stefan Medick malt mit großer Leidenschaft, für den Betrachter deutlich erkennbar. Ebenso wie die Freude, sich zu steigern, sich weiterzuentwickeln. Gerade seine abstrakten Bilder glänzen durch Geometrie, ohne dass sie aufgesetzt oder gar kastenförmig wirken. Es sind Malereien, die beweglich erscheinen - lebendig und eigenständig, denn dieser Künstler hat seinen Weg gefunden und seinen eigenen Stil.

Der Vorsitzende des Fördervereins des Künstlerhauses, Reiner Wohlrab, kündigte den Künstler an und begrüßte eine stattliche Anzahl von Gästen, darunter Jürgen Hoffmann, Bürgermeister der Nachbarstadt Hohenberg, Horst Weidner, Seniorenbeauftragter des Landkreises Wunsiedel, und weitere Künstler wie das Ehepaar Bärbel und Horst Kießling, Roland Lein und Helga Wickermann - sie wird dann im November ihre Werke im Künstlerhaus präsentieren.

Gesanglich und instrumentell überraschten bei der Ausstellungseröffnung Celine Herold aus Rehau und Alexander Fischer aus Hohenberg. Sie starteten mit dem Lied "Moonriver" und gaben nach der offiziellen Eröffnung noch weitere Balladen und Chansons zum Besten. Die beiden Musiker, die sich wunderbar ergänzten, legten eine große Virtualität an den Tag.

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Lucia Fischer
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Veröffentlicht am:
07. 09. 2017
19:36 Uhr

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Lucia Fischer

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Veröffentlicht am:
07. 09. 2017
19:36 Uhr



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