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Selb

Leselaune an der frischen Luft

Von morgen an wird ein Teil von Selb zur Bücherei unter freiem Himmel: Wer mag, kann schmökern; es locken auch Lesungen und die Junge Luisenburg.



Selb - Die Initiative "StadtLesen" kommt ins Fichtelgebirge, und zwar vom morgigen Donnerstag, 9. Mai, bis Sonntag, 12. Mai.
Selb - Die Initiative "StadtLesen" kommt ins Fichtelgebirge, und zwar vom morgigen Donnerstag, 9. Mai, bis Sonntag, 12. Mai.  

Selb - Die Initiative "StadtLesen" kommt ins Fichtelgebirge, und zwar vom morgigen Donnerstag, 9. Mai, bis Sonntag, 12. Mai. Dann verwandelt sich der Martin-Luther-Platz in Selb in ein Wohnzimmer unter freiem Himmel. Bücherschränke und allerhand Sitzmöbel laden ein, sich eins von gut 3000 Büchern aus allen erdenklichen Genres zu nehmen, Platz zu nehmen und zu schmökern. Der Eintritt ist frei.

Ausgedacht hat sich das Projekt Sebastian Mettler von der Innovationswerkstatt aus Salzburg. Zum elften Mal geht das mobile "StadtLesen"-Wohnzimmer auf Tour und besucht in diesem Sommer rund 30 Städte, von Köln über München bis Graz. Selb ist die kleinste Stadt, die es im Nominierungs- und Auswahlverfahren unter 241 Konkurrenten zum Erfolg gebracht hat. Umso größer war die Freude in der Stadtverwaltung, als der Zuschlag kam.

Groß ist auch das Begleitprogramm: Am Donnerstag um 9 Uhr öffnet das Lesewohnzimmer und steht bis zum Einbruch der Dunkelheit offen zum Schmökern, Literatur besprechen, Werke und Literaten empfehlen. Um 19 Uhr wird die mehrtägige Veranstaltung dann offiziell von Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch eröffnet, gefolgt von einer Lesung um 19.30 Uhr: Die Coburger Autorin Friederike Schmöe wird aus ihrem neuen Buch "Geisterflug" lesen. Darin geht es um das seit März 2014 vermisste Verkehrsflugzeug MH370, das mit 239 Menschen an Bord einfach von den Radarschirmen verschwand. Friederike Schmöes Kriminalroman befasst sich mit diesem Rätsel der Luftfahrtgeschichte. Bei Regen findet die Lesung in den Räumlichkeiten des Kulturvereins "SelbKultur", Marktplatz 1, statt.

Am Freitag, dem Integrationslesetag, stehen die Bücher in den Büchertürmen ab 9 Uhr bereit. Bürger mit Migrationshintergrund sind dazu eingeladen, selbst verfasste Texte in ihrer Muttersprache vorzulesen. Um 17 Uhr liest dann die Nürnbergerin Ute Schelhorn aus ihrem Roman "Wiedersehen im nächsten Leben", in dem sie sich mit der Möglichkeit der Wiedergeburt auseinandersetzt.

Am Samstag können sich Besucher ab 9 Uhr dem grenzenlosen Buchgenuss hingeben, der ab 18 Uhr um kulinarische Genüsse ergänzt wird: Dann beginnt in der Selber Innenstadt die nächste Schlemmernacht.

Am Sonntag steht ab 9 Uhr die Kinder- und Jugendliteratur im Fokus. Um 14 Uhr lädt der Verein "SelbKultur" auf den Martin-Luther-Platz unter dem Motto "I like to move it!" ein. Die Theaterpädagoginnen Fenja Makosch und Kira Söllner von der Jungen Luisenburg geben einen spannenden Einblick in die Vorbereitungen für das Kindermusical "Madagascar", das als deutschsprachige Erstaufführung in der aktuellen Saison der Luisenburg-Festspiele gezeigt wird. Musikalisch unterstützt werden sie dabei von Thomas Beer und Benjamin Spitzl. Um 15 Uhr wartet dann schon das nächste Programmhighlight. Martina Groh-Schad, Robert Mück und Hündin Gipsy stellen das Buch "Mit Fremden gehen wir nicht mit" vor. Auch diese Programmpunkte finden bei schlechtem Wetter im Gebäude Marktplatz 1 statt.

Am Freitag und Samstag bietet das BRK-Sozialdienstteam außerdem jeweils von 14 bis 17 Uhr Kaffee und Kuchen am Martin-Luther-Platz zum Verkauf an.

Das Projekt "StadtLesen" hat in den vergangenen Jahren bereits in 209 Städten haltgemacht und insgesamt 836 Tage zum Lesen eingeladen; nach Angaben der Veranstalter haben sie dabei über zehn Millionen Menschen erreicht.

Initiator Sebastian Mettler folgt seiner Devise: "Lesen bringt keine Welt in den Kopf, Lesen ist eine Welt im Kopf." Inspiriert von Michael Endes Klassiker "Momo" hat er es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen für Bücher zu begeistern. Computer und Smartphone könnten seiner Auffassung nach die Fantasie des Menschen einschränken. Bücher hingegen würden sie fördern. Deshalb liegt ihm die Leseförderung am Herzen. "Ich behandle mit ,StadtLesen‘ die Entfantasierung der Gesellschaft", fasst er zusammen.

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Veröffentlicht am:
07. 05. 2019
16:42 Uhr

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