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Mehr Leben und freundliche Optik die Ziele

Wie können Marienplatz und Marienstraße schöner und belebter werden? Nach dem Wettbewerb der Architekten erkundet die Stadt nun die Meinungen der Immobilienbesitzer.



Den Marienplatz hält Oberbürgermeister Uli Pötzsch für einen besonders wichtigen Platz in Selb.	Foto: T. S.
Den Marienplatz hält Oberbürgermeister Uli Pötzsch für einen besonders wichtigen Platz in Selb. Foto: T. S.  

Selb - Der Leiter des Selber Bauamtes ist in den nächsten Tagen viel unterwegs: Mit einem Laptop unterm Arm besucht Helmut Resch ab heute die Immobilienbesitzer in der Marienstraße und auf dem Marienplatz, um mit ihnen gemeinsam einen Fragebogen durchzugehen. Punkt für Punkt will er damit erkunden, was die Eigentümer in den kommenden Jahren mit ihren Häusern planen - von der Nutzung bis zur Renovierung. Er will erfragen, ob die Immobilienbesitzer Beratungsbedarf zu Planungs-, Abschreibungs- und Fördermöglichkeiten haben. Und zudem will Resch wissen, ob sie bereit sind, an einem Neuordnungskonzept für diesenStraßenzug mitzuwirken.

Die Stadt Selb beschäftigt sich schon lange damit, wie das Areal Marienstraße und Marienplatz, das derzeit weitgehend von Leerstand geprägt ist, einmal aussehen kann. Helmut Resch spricht in diesem Zusammenhang von einem Fernziel. Und das sieht so aus: "Wir wollen die Marienstraße nicht nur aufhübschen, sondern mit neuem Leben erfüllen. Wir wollen Nutzungen finden, die in den Häusern stattfinden können." Auch Oberbürgermeister Uli Pötzsch hält Marienplatz und Marienstraße für besonders wichtig. Schließlich seien das die Orte, die viele Gäste als Erstes von Selb wahrnähmen. Die Gestaltung des Marienplatzes ist dem Oberbürgermeister zufolge aber auch wegen der hohen Kundenfrequenz durch das nahe Factory In und als Verbindungsachse zur Innenstadt und zur geplanten Ludwigspassage von Bedeutung.

Um Ideen zu bekommen, hatte sich die Stadt an der nunmehr elften Staffel von Europan beteiligt. Dieser größte Ideenwettbewerb für Städtebau und Architektur ging an 55 Standorten in 16 Ländern Europas über die Bühne. Junge Architekt aus ganz Europa befassten sich mit dem Bereich Marienplatz, im Februar 2012 hat eine internationale Jury die Arbeiten von 25 Architektenteams ausgewertet. Die ersten Preise gingen an das Büro NAP in Amsterdam und an das Studio Z in Dresden. Laut Resch handelt es sich bei den Arbeiten um Ideen und Visionen, die sicher nicht eins zu eins umgesetzt werden können. Um praxisgerechte Lösungen zu finden, spricht der Bauamtsleiter nun mit den Hauseigentümern und Nutzern und füllt die Fragebögen aus. Danach sollen sich die Preisträger mit den Ergebnissen der Fragebögen befassen und ihre ursprünglichen Ideen mit den Vorstellungen der Eigentümer in Einklang bringen. Die Architekten sollen sich damit in einer Planungswerkstatt vor Ort beschäftigen. Die Kosten hierfür trägt die Europan-Gesellschaft.

In einem nächsten Schritt wird dann geprüft, wie die Konzepte realisiert werden können. Bei diesem Prozess ist sich laut Resch die Stadt bewusst, "dass sie die privaten Aufgaben der Eigentümer nicht lösen kann". Aber sie will als Partner beratend und fördernd zu Seite stehen.

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Von Thomas Scharnagl
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Veröffentlicht am:
14. 11. 2013
00:00 Uhr

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Von Thomas Scharnagl

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Veröffentlicht am:
14. 11. 2013
00:00 Uhr



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