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Mehr Werbung für Fifty-Fifty

Die Situation des Taxi- Angebots in Selb ist ausbaufähig. CSU und Mietauto-Anbieter Licha diskutieren Lösungen.



Der CSU-Ortsverband Selb diskutierte mit dem Unternehmen "Mietauto Licha" über Fahrdienstleistungen in Selb. Das Bild zeigt (von links): René Licha, Fraktionsvorsitzender von CSU und FWS, Carsten Hentschel, Thomas Kilz, Geschäftsführerin Tanja Licha, JU-Ortsvorsitzende Anne-Sophie Göbel, Ulrich Dietrich, CSU-Stadtrat Stefan Merz, Roland Grund und Heike Kilz. Foto: pr.
Der CSU-Ortsverband Selb diskutierte mit dem Unternehmen "Mietauto Licha" über Fahrdienstleistungen in Selb. Das Bild zeigt (von links): René Licha, Fraktionsvorsitzender von CSU und FWS, Carsten Hentschel, Thomas Kilz, Geschäftsführerin Tanja Licha, JU-Ortsvorsitzende Anne-Sophie Göbel, Ulrich Dietrich, CSU-Stadtrat Stefan Merz, Roland Grund und Heike Kilz. Foto: pr.  

Selb - Wegen zahlreicher Anfragen aus der Bevölkerung und entsprechender Reaktion des Mietauto-Unternehmens Licha zum Thema "Fahrdienste in Selb" bestand aus Sicht der Selber CSU dringender Redebedarf. Bei einem Treffen mit den Stadträten der Liste 1 und Vertretern des Mietauto-Unternehmens suchte man gemeinsam nach Lösungen.

Zu Beginn des Jahres hatte das Mietwagen-Unternehmen den Betrieb bis 24 Uhr an Wochentagen in einer viermonatigen Probephase angeboten. Wegen zu geringer Nachfrage habe der Betrieb allerdings wieder eingestellt werden müssen, berichtete Geschäftsführerin Tanja Licha. Dass einige Kunden ein Mietauto bestellten und dann nicht auffindbar waren, bestärkte sie noch zusätzlich, Fahrten nach 22 Uhr nicht mehr anzubieten.

Auf Nachfrage von Fraktionsvorsitzendem Carsten Hentschel, ob diese Uhrzeit in Stein gemeißelt sei, zeigte sich Tanja Licha, wie es in einer Mitteilung heißt, kompromissbereit. "Wenn wir bis 20 Uhr wissen, dass nach 22 Uhr noch eine Fahrt gewünscht wird, dann machen wir das; auf jeden Fall bis 23 Uhr." Stadtrat Stefan Merz appellierte an die Bürger, das Auto unter gewissen Umständen stehen zu lassen: "Ein paar Euro für die Heimfahrt sind gut investiert."

Weiterhin will sich das Unternehmen flexibel gegenüber individuellen Kundenwünschen zeigen - auch nachts unter der Woche: "Wir möchten alle Selberinnen und Selber sicher nach Hause bringen und stehen bei rechtzeitiger Anmeldung jederzeit zur Verfügung", betonte die Geschäftsführerin. Egal, ob für große Familienfeste, späte Meetings oder andere Sonderfahrten, das Unternehmen bitte lediglich um frühzeitige und verbindliche Buchungen.

Welche Erfahrungen Licha mit dem landkreisweiten Fifty-fifty-Taxi gemacht habe, wollte dann Stadtrat Dr. Hermann Friedl wissen. Als eines von vier Unternehmen im Landkreis beteiligt sich Licha an dessen Fifty-fifty-Projekt. Seit Beginn der Probephase Mitte Juli zahlen junge Leute zwischen 16 und 27 Jahren nur die Hälfte des Fahrpreises bei Taxi- und Mietautofahrten innerhalb des Landkreises Wunsiedel, die andere Hälfte übernimmt die Kommune. Das Angebot gilt zwischen 21 und 5 Uhr an Wochenenden und Feiertagen und nur für Jugendliche mit Erst- oder Zweitwohnsitz im Landkreis. "Wir weisen Jugendliche stets auf dieses Angebot hin, jedoch ist die Bekanntheit des Projekts noch ausbaufähig", teilte Tanja Licha mit.

"Mit dem Fifty-fifty-Taxi kommen Jugendliche nun flexibel, sicher und günstig von Partys und Festen im ganzen Landkreis nach Hause. Super, dass ein Selber Unternehmen dabei mitmacht", lobte JU-Ortsvorsitzende Anne-Sophie Göbel und bat um mehr Werbung für dieses Angebot. Sie forderte in diesem Zusammenhang aber auch, die Bedingung "Wohnsitz" unbürokratischer zu behandeln, da zahlreiche junge Fahrgäste wegen Studium und Ausbildung momentan nicht mehr oder noch nicht in der Region gemeldet seien.

Nicht nur junge Menschen, die am Wochenende weggehen wollen, auch ältere Bürger, Azubis, Schüler, Familien oder Berufstätige sind auf den öffentlichen Nahverkehr und individuelle Fahrdienste angewiesen. Daher denkt der CSU-Ortsverband Selb noch einen Schritt weiter: Mit dem Rufbus "Baxi" könnte, so der Vorschlag, die individuelle Mobilität generationsübergreifend gesteigert werden. Seit fünf Jahren fahre das Baxi, eine Mischung aus Bus und Taxi, erfolgreich im Landkreis Tirschenreuth. Passagiere könnten sich telefonisch für den Zustieg an einer von 800 Haltestellen im ganzen Landkreis anmelden. Der Ausstieg sei, wie beim Taxi, individuell möglich. Nach Meinung von Fraktionsvorsitzenden Carsten Hentschel ist dies ein Thema, mit dem sich die Verwaltungen in Stadt und Landkreis dringend befassen müssten. "Leere Busse und Menschen, die nicht dort hinkommen, wo sie hinwollen - hier brauchen wir vielleicht eine große Lösung."

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Veröffentlicht am:
20. 08. 2019
16:24 Uhr

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20. 08. 2019
16:24 Uhr



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