Topthemen: Hofer Kaufhof wird HotelHilfe für NachbarnBenefiz-BallStromtrasse durch die RegionGrabung bei NailaGerch

Selb

Mit IT-Dienstleistungen an die Spitze

Einen rasanten Aufstieg legt die Schönwalder Firma Bexo hin. Eine Delegation um den Bayern-SPD-Chef Markus Rinderspacher informiert sich.



Vom steilen Aufstieg ihrer Firma berichtete Bexo-Chefin Melanie Kapfer (sitzend) der SPD-Delegation um Inge Aures, Markus Rinderspacher (Zweite und Dritter von links) und Bürgermeister Klaus Jaschke (Zweiter von rechts). Foto: Herbert Scharf
Vom steilen Aufstieg ihrer Firma berichtete Bexo-Chefin Melanie Kapfer (sitzend) der SPD-Delegation um Inge Aures, Markus Rinderspacher (Zweite und Dritter von links) und Bürgermeister Klaus Jaschke (Zweiter von rechts). Foto: Herbert Scharf  

Schönwald - Eine erstaunliche Entwicklung in der IT-Branche verzeichnet das Schönwalder Unternehmen Bexo. Der Dienstleister hat sich am Markt etabliert und sucht händeringend weitere Mitarbeiter.

Bexo, die Buchstaben stehen für Beratung, Entwicklung und Organisation. Vor nur fünf Jahren von dem Ehepaar Kapfer gegründet, hat sich die Firma bereits einen guten Namen in der IT-Branche gemacht und eine erlesene Kundenliste erarbeitet. Bei einem Besuch in der Firma überzeugten sich der Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag, Markus Rinderspacher, Landtagsvizepräsidentin Inge Aures, Landtagsabgeordneter Klaus Adelt, Bezirkstagskandidat Holger Grießhammer und eine Delegation der Schönwalder SPD mit Bürgermeister Klaus Jaschke an der Spitze von der rasanten Entwicklung der Firma.

Bürgermeister Jaschke blickte zunächst auf die junge Geschichte des IT-Anbieters zurück. Vor fünf Jahren im eigenen Wohnhaus gegründet, bekam die Firma vor zwei Jahren beim Neubau neben dem Wohnhaus der Familie Hilfe von der Kommune. Dort standen vier baufällige stadteigene Wohngebäude, die mit Hilfe der Städtebauförderung weggerissen wurden. An ihrer Stelle entstand nun ein neues und modernes Betriebsgebäude für die IT-Firma, das allerdings jetzt schon wieder zu klein wird.

Der Bürgermeister sprach von einem "Leuchtturm-Projekt" für die Stadt und einer Win-Win-Situation. Die Stadt habe beim Bau geholfen und die Firma schaffe Arbeitsplätze und spende für öffentliche Einrichtungen, freute er sich.

Firmenchefin Melanie Kapfer, die zusammen mit ihrem Mann das Unternehmen führt, berichtet von derzeit neun Mitarbeitern. Allerdings habe man sich inzwischen so gut am Markt etabliert, dass man händeringend weitere Mitarbeiter suche, was sich sehr schwierig gestalte.

Dabei kann die Firma in ihrem Kundenstamm auf klangvolle Namen wie Adidas, Hamm AG, Recaro oder Rosenthal verweisen. Die Chefin unterstreicht das soziale Engagement der Firma. So könnten Mitarbeiter bei Bedarf auch im Homeoffice arbeiten und die Kleinen betreuen, wenn sie wollten.

Melanie Kapfer hat selbst zwölf Jahre in einem SAP-Haus gearbeitet, bis sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Für die Technik ist ihr Mann Marco Kapfer zuständig. Das Angebot der Firma reiche von der Entwicklung über Projekt- und Qualitätsmanagement bis zur Beratung in allen IT-Fragen.

"Unser Ziel für die nächsten Jahre ist es, den Betrieb auf 25 Mitarbeiter aufzustocken und einen weiteren Bau ins Auge zu fassen", fuhr die Firmenchefin fort. Ein Manko sei allerdings das Fehlen leistungsfähiger Datenleitungen, wofür die Telekom zuständig sei. Beim Abschied sprachen Bürgermeister Jaschke und Rinderspacher dem Betrieb große Anerkennung für seine Leistungen aus.

Nächster Treffpunkt in Schönwald war der seit mehr als zehn Jahren bestehende Dorfladen. Als damals der Edeka-Markt an den Stadtrand zog und neu baute, übernahm eine private Betreiberin den Laden. Sie bietet seitdem vorzugsweise heimische Produkte an. Unterstützt wird sie von einer Bäckerei-Kette.

Damit, stellte Rinderspacher fest, geht es den Bewohnern im Schönwalder Zentrum besser als den Einwohnern von fast 600 Kommunen in Bayern, die am Ort selber keine Möglichkeit mehr zum Einkaufen haben. Er lobte das regionale Angebot des Dorfladens - und kaufte auch gleich ein bisschen ein.

Beim Eintrag in das Goldene Buch der Stadt im Rathaussaal forderte der Fraktionschef der bayerischen SPD im Landtag auf, endlich gleichwertige Lebensbedingungen in Bayern zu schaffen, so wie es im Landesentwicklungsplan festgelegt ist. 2300 neue Einwohner meldeten sich alljährlich in München an, sagte Rinderspacher. Mit der Folge, dass nicht nur die Infrastruktur und die Schulen das kaum mehr bewältigen könnten, sondern dass auch die Mieten angesichts fehlender bezahlbarer Wohnungen stiegen. Das belaste auch zunehmend die Münchner selber. Bei gleichwertigen Lebensbedingungen im ganzen Land würde sich das relativieren.

"Damit ist eine stärkere Förderung des ländlichen Raums im beiderseitigen Interesse", sagte Markus Rinderspacher. Behördenverlagerungen alleine reichten nicht aus. "Mehr Butter aufs Brot", forderte der Politiker für die Kommunen auf dem flachen Land. Konkret heiße das, den Steueranteil von bisher 12,7 auf 15 Prozent anzuheben. Nach Kaffee und Kuchen oder einem selbstgemachten Eis im Café in der neuen Ortsmitte von Schönwald ging es weiter nach Kirchenlamitz.

Autor

Herbert Scharf
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
12. 09. 2018
16:56 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Adidas AG Deutsche Telekom AG Entwicklung Großbäckereien und Bäckereiketten IT-Services IT-Unternehmen Inge Aures Klaus Adelt Kundenlisten Lebensbedingungen Markus Rinderspacher Personal SPD Wohnhäuser
95173 Schönwald
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Ehrungen bei der SDP Schönwald (von links): Vorsitzende Sonja Schuster, Zweiter Bürgermeister Rudolf Stich, Fraktionssprecher Michael Rehwagen, Anita Keil und Lothar Werner (60 Jahre), Bürgermeister Klaus Jaschke sowie stellvertretender Kreisvorsitzender Holger Grießhammer.	Foto: pr.

15.05.2018

SPD dankt treuen Mitgliedern

60 Jahre gehören Anita Keil und Lothar Werner dem Schönwalder Ortsverein an. Die Fraktion lobt die gute Zusammenarbeit im Stadtrat. Wichtig ist allen der Erhalt des Freibads. » mehr

Beim ersten Bürgerforum zur Gestaltung der Kernstadt in Schönwald diskutierten die Teilnehmer über die einzelnen Themen engagiert und brachten ihre Ideen ein. Ihre Anregungen sammelte Marcus Hamberger (Dritter von rechts) vom Büro "Freiraumpioniere". Foto: Gerald Lippert

19.04.2018

Bürger sollen ihre Stadt mitgestalten

Schönwald verändert sich weiter: Beim ersten Bürgerforum zur Kernstadt diskutieren die Bürger mit einem Planerteam die Möglichkeiten zur Entwicklung des Ortskerns. » mehr

Stofftaschen gestalteten die Kinder kreativ mit Stempeln und Stiften.

24.09.2018

Spaß beim Klettern und Kopfkegeln

Einen Nachmittag lang halten Feuerwehr, Parteien und Vereine in Schönwald Kinder bei Laune. Ziel der Aktionen ist es, auf die Rechte der Jüngsten hinzuweisen. » mehr

Viel Platz für die Schönwalder: Bürgermeister Klaus Jaschke in der neuen Mitte am Denkmal für den Gestalter Dr. Hermann Gretsch. Foto: Florian Miedl

06.09.2017

Schönwald feiert die neue Mitte

Die gute Stube in der Innenstadt ist fertig. Am Samstag übergibt Bürgermeister Klaus Jaschke den schmucken Ortskern offiziell an die Bürger. Das Programm dauert bis in den Abend. » mehr

Diskutierten Ansätze für eine Sanierung des Freibades (von links): Bürgermeister Klaus Jaschke, der SPD-Bundestagskandidat Jörg Nürnberger, Landtagsvizepräsidentin Inge Aures sowie die SPD-Stadträte Günter Kirsch, Sonja Schuster und Michael Rehwagen. Foto: pr.

28.07.2017

SPD möchte nahezu energieautarkes Freibad

Für die Sanierung der Schönwalder Einrichtung gibt es viele Ideen. Nur die Finanzierung fehlt. Inge Aures und Jörg Nürnberger informieren sich. » mehr

SPD Ortsvereinsvorsitzender Roland Graf und Bezirkstagskandidat Holger Grießhammer begrüßten Neumitglied Jürgen Kuhn (von links) bei den Sozialdemokraten und übergaben ihm seinen Mitgliedsausweis. Foto: pr.

08.05.2018

SPD will Selb als Standort für Grenzpolizei

Das Schicksal des Kinos und des Klinikums beschäftigt die Selber SPD. Die Mitglieder wählen Delegierte für die Europakonferenz und freuen sich über ein neues Mitglied. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

WG: Schwerer Unfall B2 zw Töpen und Juchöh 12.11.2018

Tödlicher Unfall auf der B2 bei Töpen | 12.11.2018 Töpen
» 4 Bilder ansehen

Wunsiedel

19. Wunsiedler Kneipennacht | 10.11.2018 Wunsiedel
» 104 Bilder ansehen

SpVgg Bayern Hof - SV Seligenporten 1:1

SpVgg Bayern Hof - SV Seligenporten 1:1 | 11.11.2018 Hof
» 59 Bilder ansehen

Autor

Herbert Scharf

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
12. 09. 2018
16:56 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".