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Paradebeispiel für Wachstum

Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung besucht Rausch & Pausch. Die Stadträte bekommen einen Einblick in die Produktion der neuen Fahrwerkskomponente für Daimler.



Einen Einblick in die Produktion gewährte die Firma Rausch & Pausch dem Ausschuss für Wirtschaftsförderung am Dienstag. Karl-Heinz Greeß (links), Bereichsleiter Produktion, erläutert Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch (rechts) und den Stadträten die Fertigung. Foto: Andreas Godawa
Einen Einblick in die Produktion gewährte die Firma Rausch & Pausch dem Ausschuss für Wirtschaftsförderung am Dienstag. Karl-Heinz Greeß (links), Bereichsleiter Produktion, erläutert Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch (rechts) und den Stadträten die Fertigung. Foto: Andreas Godawa  

Selb - In den vergangenen sechs Jahren haben die Selber Unternehmen insgesamt 130 Millionen Euro in den Standort investiert. Darauf hat Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Fremdenverkehr hingewiesen. Ein Unternehmen, das ganz besonderen Anteil daran hat, ist Rausch & Pausch (Rapa). Die Ausschussmitglieder statteten dem Selber Familienunternehmen am Montag vor ihrer Sitzung einen Besuch ab.

Geschäftsführerin Karin Wolf und der Bereichsleiter Produktion Karl-Heinz Greeß führten die Mitglieder des Ausschusses durch die Hallen 4 und 5. In der Halle 5 wird eine weltweit einzigartige Motor-Pumpen-Einheit für das "E-Active Body Control Fahrwerk" produziert.

Für diese Entwicklung hatte das Unternehmen vor wenigen Wochen in Stuttgart den Daimler Special Award für Innovation erhalten. Die Teile werden in den neuen Mercedes-Benz GLE eingebaut. Das voll vernetzte eABC-Fahrwerk regelt als einziges System auf dem Markt die Feder- und Dämpferkräfte an jedem Rad individuell. Somit wirkt es nicht nur Wank-, sondern auch Nick- und Hubbewegungen entgegen, sorgt also dafür, dass die Fahrgastzelle immer horizontal ausgerichtet ist.

Wie Greeß bei der Führung berichtete, produziert Rapa vor allem für die Autoindustrie, allerdings auch für den Bereich Medizintechnik. Die vollautomatisierten Produktionsanlagen sind nach seinen Worten linear aufgebaut.

Jedes hergestellte Teil sei zu 100 Prozent geprüft und mit einer "Geburtsurkunde" versehen: "So können wir jederzeit nachprüfen, wann was wo gebaut wurde."

Es dauere zwischen drei und fünf Jahren, bis ein Projekt - also Bauteil inklusive Produktionsanlage entwickelt sei. "Die Planung für die Bauteile, die sie hier sehen, hat also bereits vor etwa fünf Jahren begonnen."

Der Produktionsleiter erläuterte den Stadträten sowohl die Arbeitsorganisation als auch die verschiedenen Arbeitsschritte.

Nach Angaben von Karin Wolf liegt in der Halle 5 über der Produktionsebene eine weitere Etage mit rund 150 Arbeitsplätzen. In diesem "Projekthaus" arbeiten die Techniker, Entwickler und alle anderen Beteiligten in räumlich zusammengefassten Teams.

Auch zur neuesten Halle, die zurzeit im Anschluss an den bestehenden Komplex entsteht, äußerte sich Wolf. Diese Halle 6 bekommt demnach zwei Stockwerke über der Produktionsebene. Im ersten Obergeschoss wird ein zentrales Labor entstehen, im zweiten Obergeschoss ebenfalls ein Projekthaus samt einem neuen Rechenzentrum.

Die Kosten für die Halle 6 gab die Geschäftsführerin mit rund 31 Millionen Euro für das Gebäude und die Maschinen an. Das Erdgeschoss sei bereits bezugsfertig, bis zum Spätherbst soll die Halle komplett fertig sein.

Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch dankte den Rapa-Verantwortlichen für die Führung und das große Engagement, das der ganzen Stadt zugute komme.

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Andreas Godawa

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Veröffentlicht am:
12. 03. 2019
17:12 Uhr

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