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Selb

Pfingsten steht im Zeichen der Genüsse

Das Porzellanikon lädt am Wochenende zum Markt "Handgemacht" ein. Die dritte Auflage erstreckt sich über zwei Tage. Besucher sollen schlemmen und staunen.



André Zaus und Alexandra Oppitz vom Eventmanagement des Porzellanikons und Museumsdirektor Wilhelm Siemen (rechts) freuen sich schon auf das bevorstehende Marktwochenende.	Foto: Tamara Pohl
André Zaus und Alexandra Oppitz vom Eventmanagement des Porzellanikons und Museumsdirektor Wilhelm Siemen (rechts) freuen sich schon auf das bevorstehende Marktwochenende. Foto: Tamara Pohl  

Selb - Liebe geht durch den Magen. Vielleicht auch deshalb kombiniert das Team vom Porzellanikon für seine Veranstaltung "Handgemacht" zwei eigentlich völlig unterschiedliche Genüsse: die Kulinarischen auf der einen Seite, die Ästhetischen auf der anderen. Am kommenden Wochenende geht der Mix aus Food-Truck-Festival und Kunsthandwerkermarkt in die dritte Runde.

Zwei Tage auf einen Blick

"Handgemacht" heißt der Mix aus Food-Truck-Festival und Kunsthandwerkermarkt am Porzellanikon in Selb-Plößberg.

Die Veranstaltung findet dieses Jahr zum ersten Mal an zwei Tagen statt: Am Pfingstsonntag, 20. Mai, und am Pfingstmontag, 21. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Livemusik spielt am Sonntag "Capone & The Prohibition Band", am Montag die "Barrelhouse Blues Band".

Für Kinder gibt es eine Schminkstation, eine Hüpfburg und ein Freiluft-Experimentierfeld.

Der Eintritt ins Museum ist an beiden Tagen frei. Dort können Familien an den "Hands on"-Experimentierstationen selbst Hand anlegen und Interessierte durch die Ausstellungen streifen.

 

Neu ist in diesem Jahr, dass das Fest gleich zwei Tage dauern wird. "Die Veranstaltung ist in den vergangenen beiden Jahren sehr gut angenommen worden, deshalb weiten wir sie jetzt aus", erklärt Alexandra Oppitz vom Eventmanagement des Museums. Ihr Kollege André Zaus nickt: "Letztes Mal hatten wir etwa 4000 Gäste. Der Zulauf war überwältigend." Deshalb wagen das Museumsteam und die Food-Trucker auch, in die Verlängerung zu gehen. "Das ist ein Testballon", sagt André Zaus, "kann auch sein, dass zwei Tage zu viel sind. Aber das wissen wir erst, wenn wir es ausprobiert haben."

 

Ausprobieren ist das passende Stichwort: Für die beiden Pfingstfeiertage haben sich die Verantwortlichen wieder allerhand einfallen lassen. Besonders für Familien ist Vieles geboten, wie Museumsdirektor Wilhelm Siemen unterstreicht: "Wir wollen ein Museum für alle sein." Das zeige sich beim "kleinen Volksfest" auf dem Gelände, nämlich dem Besenbrennen in Zusammenarbeit mit der katholischen Gemeinde, und das soll sich bei den "großen Volksfesten" zeigen, wie etwa der Summerlounge und eben dem Markt "Handgemacht". Der sei "ein weiteres Statement", um den Wunsch des Hauses zu unterstreichen, ein Treffpunkt für jedermann zu sein.

Zum Programm gehört deshalb eine Experimentierecke im Innenhof der Ruine, in der Besucher spielerisch forschen dürfen. Kreative Gäste können Motivstempel selbst gestalten und verschiedene Gegenstände damit bedrucken. Unter dem Motto "Aus Alt mach Neu" entstehen aus gebrauchten Verpackungsmaterialien kreative Bastelarbeiten und verblüffende Experimente. Und im Mini-Trickfilm-Studio sind kleine und große Filmfans dazu eingeladen, aus Knete und Porzellan einen Film nach eigenem Drehbuch zu produzieren. Junge Besucher locken außerdem eine Hüpfburg und eine Schminkstation. "Und wer mag, kann dann im Museum noch an den jüngst eingeweihten Experimentierstationen allerhand ausprobieren", wirbt André Zaus. Der Eintritt ins Museum ist an beiden Tagen frei.

Dass sich ein Besuch beim "Handgemacht" immer wieder lohnt, ist den Organisatoren wichtig. "Deshalb wechseln die Aussteller und Anbieter auch - es soll nicht jedes Jahr dasselbe sein", sagt André Zaus. Die Kunsthandwerker bieten heuer unter anderem Schmuck aus Aluminium, Näharbeiten, Dekoartikel und Lampen an. Aber auch die Buchbinderei Löhr aus Pegnitz und die Druckerei Keltsch aus Wunsiedel sind mit ihren Waren vertreten.

Ähnlich bunt setzt sich die Reihe der Food-Trucker zusammen. "Auch da haben wir regionale und überregionale Anbieter dabei", sagt André Zaus. Der "Bullentruck" aus Pechbrunn ist ebenso dabei wie der Tröstauer "Naschbär" und die "Burgerwehr" der Metzgerei Max aus Hof. "Die haben einen alten Feuerwehrwagen aus Chicago umgebaut", weiß André Zaus. Das Food-Truck-Festival ist also nicht nur etwas für den Gaumen, sondern durchaus auch etwas fürs Auge.

Für die Ohren servieren die Musiker von "Capone & The Prohibition Band" und der "Barrellhouse Blues Band" ausgesuchte Stücke. Spielen werden sie wie gewohnt am eingetischten Vorplatz. Dort, wo Industriecharme auf viel Grün trifft, lässt es sich aushalten. Und Parkplätze für die Besucher aus der Region, aus Böhmen, dem Vogtland und der Oberpfalz gibt es auch genug.

Autor

Tamara Pohl
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Veröffentlicht am:
14. 05. 2018
17:10 Uhr

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Tamara Pohl

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14. 05. 2018
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