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Selb

Projekt vernetzt kreative Keramiker

"Ceramic City" bringt Fachleute zusammen. Das machen Datenbanken, interaktive Karten und Studienmaterial möglich.



Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, Museumsdirektor Wilhelm Siemen, Hermann Hohenberger vom Digitalen Gründerzentrum, Förderberater Robert Jodlbauer, Hauptkuratorin Dr. Jana Göbel, stellvertretender Museumsleiter Wolfgang Schilling, Euregio Egrensis-Geschäftsführer Harald Ehm und Maik Hagemann, Marketing-Service-Manager der Rosenthal GmbH (von links) erhoffen sich Impulse vom Projekt "Ceramic City".	Foto: Silke Meier
Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, Museumsdirektor Wilhelm Siemen, Hermann Hohenberger vom Digitalen Gründerzentrum, Förderberater Robert Jodlbauer, Hauptkuratorin Dr. Jana Göbel, stellvertretender Museumsleiter Wolfgang Schilling, Euregio Egrensis-Geschäftsführer Harald Ehm und Maik Hagemann, Marketing-Service-Manager der Rosenthal GmbH (von links) erhoffen sich Impulse vom Projekt "Ceramic City". Foto: Silke Meier  

Selb - Die Porzellanwelt in Europa vernetzt sich digital und das Porzellanikon, staatliches Museum für Porzellan in Hohenberg an der Eger und Selb, ist internationaler Vorreiter. Acht Partner in Europa bauen in den nächsten drei Jahren an der virtuellen Welt "Ceramic City". Träger des Projektes "Cerdee", das junge kreative Menschen wirtschaftlich stärken soll, einen Beitrag zur Wissensgesellschaft leistet und die Digitalisierung voranbringt, ist das Porzellanikon.

Die Partner

Zu den angegliederten, den "associated" Partnern zählen die Stadt Selb, Rosenthal GmbH, Bayern Design GmbH München, Akademie für Gestaltung und Design der Handwerkskammer München, Meissen Porzellan-Stiftung GmbH, Netzwerk Digitales Gründerzentrum GmbH sowie Partner in Italien, Slowenien und Tschechien.


Die Förderinitiative Interreg VB Central Europe fördert das 2,2 Millionen Euro teure Projekt mit 1,8 Millionen. Die Beratungsstelle Oberfranken der Euregio Egrensis, Geschäftsführer Harald Ehm und Förderberater Robert Jodlbauer, waren für das Porzellanikon seit 2016 bei der Vernetzung mit Partnern im In- und Ausland tätig, berieten bei der Anschubfinanzierung, wählten die Förderprogramme und helfen bei der Antragstellung.

Im Porzellanikon stellten Museumsdirektor Wilhelm Siemen, stellvertretender Leiter Wolfgang Schilling und Hauptkuratorin Dr. Jana Göbel das Projekt vor, das am 1. Mai startet und nach drei Jahren, am 30. April 2022, endet. Die Partner sind Museen und Universitäten in Polen, Italien, Slowenien, Tschechien, Deutschland und Österreich. Die Technische Universität Ilmenau erstellt ein Konzept zur Öffentlichkeitsarbeit im keramischen Bereich. Das Netzwerk erweitern Associated Partner, die "gleichen Rang haben", sagt Schilling. "Europäisch denken ist eine Motivation für unser Haus", betonte Siemen und dankte den internationalen Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Administration. Wie Siemen erläuterte, wird das Projekt die Keramiker zusammenbringen und den Austausch zwischen den Regionen ermöglichen. Damit werde die Basis für die Zielgruppe geschaffen, um auf dem Markt zu bestehen und die Branche mit Einfallsreichtum zu beleben. Auf politischer Ebene soll "Cerdee" die Stimme der Kreativen in der europäischen Keramikindustrie stärken.

Wie das funktioniert, erläuterten Schilling und Göbel. Vier "Workpackages", für die jeweils ein Partner verantwortlich zeichnet, entwickeln Konzepte und erarbeiten Ergebnisse. Die erste Arbeitseinheit, in der Verantwortung der University of West Bohemia, erfasst erstmalig alle in den Regionen tätigen Kreativen im Keramikbereich. Das Ziel ist eine interaktive Karte, die Nutzern und Wirtschaftsförderern zur Verfügung steht. Das National Museum of Slovenia wird mit den Partnern eine Datenbank mit Vorlagen aus Design, Kunst und Kunsthandwerk erstellen, die an Universitäten dem Studium dienen. Jungunternehmer und Keramiker werden sich weiterbilden und vernetzen. In Selb und in Kranj beraten die Partner mit Experten über neue Arbeitsformen und dauerhafte Fortbildungsmöglichkeiten im nicht-universitären Bereich. Das Porzellanikon verantwortet die Entwicklung und den Aufbau innovativer Verkaufsverfahren und Marketingstrategien sowie eine E-Commerce-Plattform, auf der Angebote und Verkaufsmöglichkeiten gebündelt werden. Das Programm "Cerdee" fördert den Austausch von Wissen und grundlegender Kenntnisse stilistischer, technologischer und betriebswirtschaftlicher Aspekte. Medium ist das Internet, über das Portal "Ceramic City" werden die Informationen veröffentlicht. Veranstaltungen werden per Livestream übertragen.

"Ausdrücklich streben wir die Interaktivität mit Keramikern, Kreativen, aber auch Verantwortlichen in den Regionen für die wirtschaftliche und Bildungsentwicklung an", betonte Schilling. "Es ist ein Pilotprojekt, von dem wir uns Nachhaltigkeit erhoffen." Das immer größer werdende gesammelte Wissen soll für alle verfügbar sein und zentralen Stellenwert haben.

"Allen Respekt" zollte Harald Ehm dem Porzellanikon, nach seinen Worten ein Staatsmuseum mit großer europäischer Projekterfahrung. "Ein Projekt, das junge Leute ausbildet und mit Keramik umzugehen weiß, ist ein Format, das zu Selb passt", stellte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch fest. Maik Hagemann, Marketing Service Manager bei Rosenthal, hob die Bedeutung gesammelten Wissens hervor, das für alle bereitgestellt werde. Rosenthal freue sich, sich einbringen zu können, und sei gespannt darauf, wie Design und Märkte abgebildet würden.

Der Geschäftsführer des Digitalen Gründerzentrums, Hermann Hohenberger, dankte der Euregio Egrensis für die Unterstützung sowie den Partnern für den Willen zur Historie, zur Zukunft und zur Digitalisierung.

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Silke Meier
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Veröffentlicht am:
19. 04. 2019
15:22 Uhr

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