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Selb

Rainer König liest Jan Král

Im Jugend- und Kultur- zentrum Jam stellt der Selber Krimiautor sein jüngstes Werk vor. Und er gibt auch schon einen Ausblick auf die Zukunft.



Rainer König mit dem sechsten Fall von Král, "Totensteine", den er mit seiner Tochter Birgit geschrieben hat, bei der Vorstellung im JAM. Foto: Uwe von Dorn
Rainer König mit dem sechsten Fall von Král, "Totensteine", den er mit seiner Tochter Birgit geschrieben hat, bei der Vorstellung im JAM. Foto: Uwe von Dorn  

Selb - Der Andrang war enorm bei der Vorstellung des neuen Buches "Totensteine", das der Selber Krimiautor Rainer König im Jugend- und Kulturzentrum Jam präsentierte. König - seine Tochter und Co-Autorin Birgit König konnte an dem Abend nicht dabei sein - begrüßte neben Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch auch den zweiten Ascher Bürgermeister Pavel Klepácek sowie einige tschechische Gäste und Besucher aus Adorf.

Autoren-Paar

Rainer König, Jahrgang 1943, lebt seit 1976 in Selb. Nach einigen Jahren als Seemann wirkte der Deutsch-, Geschichts- und Geografielehrer lange Jahre am Selber Gymnasium. Eventuelle Ähnlichkeiten mit seinem Protagonisten Jan Král sind nicht völlig zufällig. Seine Tochter Birgit König, Jahrgang 1979, arbeitet als Zollbeamtin und bringt ihre beruflichen Kenntnisse in die gemeinsame Arbeit ein. Die Königs haben inzwischen sieben Romane vorgelegt: "Wilder Mann" (2008), "Wilde Grenze" (2010, in Tschechien unter dem Titel "Divoká hranice"), "Wildes Erwachen" (2012), "Wilde Visionen" (2014), "Limes - Zeit der Abrechnung" (2014), "Wildes Kristall" (2016), "Totensteine" (2018).


Politisch aktuell gab der Autor auch augenzwinkernd einen Ausblick in die Zukunft: "Der nächste Král ist weder ein Selb- noch ein Fichtelgebirgskrimi, sondern es wird ein Roman sein, der in die Zukunft weist. Es ist nämlich ein Oberzentrumskrimi. Wir werden dann einige Einrichtungen in Selb haben, die die Ascher schon längst haben. Wir werden dann eine eigene Stadtpolizei haben und müssen nicht mehr betteln um die Anwesenheit der Landespolizei. Und wir werden auch eine Berufsfeuerwehr haben wie in Asch."

Für die Lesung aus seinem neuen Werk hatte König seine Frau Eva, Dr. Albrecht Bald, Inge Bergmaier, Steffen Guttau und Matthias Heinritz als Unterstützung mit am Tisch. "Der Roman bietet eine Haupthandlung, Nebenhandlungen und außerdem eine Binnenerzählung - also eine Geschichte in der Geschichte. Rein lassen will ich Sie nicht in den Roman, wir machen nur ein paar Fenster auf, damit Sie hineingucken können und sich ein paar Eindrücke holen." Eine Auflösung des Falles dürfe das Publikum nicht erwarten, - "der Roman will noch gelesen werden".

Zum Inhalt von "Totensteine": Felix Overbeck studiert mit einem gefälschten Abiturzeugnis Archäologie. Als der sympathische Hochstapler mit einer tödlichen Schussverletzung aus dem Selbbach gefischt wird, führt eine Spur nach Tschechien. Aber die Polizeibehörden der beiden Seiten landen schnell im Niemandsland der Zuständigkeiten. Was liegt näher, als bewährte Kräfte, die frei von den Fesseln der Vorschriften sind, in die Ermittlungen einzubeziehen?

Die Hauptprotagonisten in "Totenstein" sind der in Tschechien geborene fränkische Lehrer Jan Král (der Nachname heißt übersetzt bezeichnenderweise "König") und Josef Brückner, ein tschechischer Polizeioffizier mit deutschen Wurzeln. Der pensionierte Lehrer Král aus Selb und der ehemalige Major Brückner aus Asch stoßen auf eine explosive Mischung aus Drogenschmuggel, Eifersucht und Psychoterror. Schließlich werden die beiden Ermittler in einen verzweifelten Kampf um das Leben einer jungen Frau geführt. Gelingt die Rettung?

Die Leser bekommen in diesem packenden Fichtelgebirgskrimi einen authentischen Einblick in kriminelle Strukturen des Grenzlandes. Die Milieustudien stützen sich auf das Fachwissen der Zollfahnderin Birgit König. Die soziokulturellen Verwicklungen, das nicht immer vorurteilsfreie Miteinander der deutsch-tschechischen Ermittler entwickelt Rainer König trefflich. Er verbindet, wie auch sein schwedisches Vorbild Henning Mankell, mit der mysteriösen Handlung auch eine soziale Botschaft: Die Grenze in den Köpfen ist da, um überwunden zu werden. Das ist wohl das größte Verdienst des schreibenden Vater-Tochter-Duos: Einen Beitrag zu leisten zum besseren Verständnis der Menschen diesseits und jenseits der immer noch vorhandenen Grenze mitten in Europa.

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Uwe von Dorn
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Veröffentlicht am:
21. 11. 2018
18:00 Uhr

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21. 11. 2018
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