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Selb

SPD gibt Amtsinhaber Rückenwind

Jürgen Hoffmann geht erneut ins Rennen um das Bürgermeisteramt in Hohenberg. Sein Orts- verein steht begeistert und geschlossen hinter ihm.



Gruppenbild mit Bürgermeistern: Bürgermeister Jürgen Hoffmann mit seiner Frau Heike sowie (hinten von links) SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hans-Jürgen Wohlrab, Bürgermeister Torsten Gebhardt (Röslau), Bezirksrat und Landratskandidat Holger Grießhammer, Bürgermeister Klaus Jaschke (Schönwald), die Landtagsabgeordnete Inge Aures, Bürgermeister Thomas Schobert (Thierstein), Bürgermeister Stefan Göcking (Arzberg) und Bürgermeister Frank Dreyer (Weißenstadt). Foto: Andreas Godawa
Gruppenbild mit Bürgermeistern: Bürgermeister Jürgen Hoffmann mit seiner Frau Heike sowie (hinten von links) SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hans-Jürgen Wohlrab, Bürgermeister Torsten Gebhardt (Röslau), Bezirksrat und Landratskandidat Holger Grießhammer, Bürgermeister Klaus Jaschke (Schönwald), die Landtagsabgeordnete Inge Aures, Bürgermeister Thomas Schobert (Thierstein), Bürgermeister Stefan Göcking (Arzberg) und Bürgermeister Frank Dreyer (Weißenstadt). Foto: Andreas Godawa  

Hohenberg - An Unterstützung mangelt es Jürgen Hoffmann wahrlich nicht: Am Montagabend nominierte ihn der SPD-Ortsverein im FC-Heim "Haidhölzl" einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten. In seiner Rede präsentierte sich der Amtsinhaber als erfolgreicher und kontinuierlicher Arbeiter, als ausgleichender und dennoch kämpferischer Lokalpolitiker, als heimat- und familienverbunden und als Realist mit großen Zielen. Dass diese Mischung ankam, zeigte sich an der Reaktion der Besucher: Nach Hoffmanns Rede spendeten sie ihm stehend und langanhaltend Beifall.

Ganz offensichtlich gelingt es Hoffmann, nicht nur die eigenen Parteimitglieder zu mobilisieren, immerhin war ein Gutteil der rund 70 Besucher bei der Nominierung nicht wahlberechtigt, gehören also nicht dem SPD-Ortsverein Hohenberg an.

Eine beherrschende Rolle in Hoffmanns souverän vorgetragener Rede spielte die Zahl 100 Prozent. Er werde 100 Prozent Einsatz und Ehrlichkeit zeigen, versprach der Amtsinhaber. Er habe in den vergangenen elf Jahren im Stadtrat, davon mehr als acht Jahre als Bürgermeister, bei zahlreichen Projekten wichtige Kontakte zu den Fördergebern, der Regierung, dem Landtag und dem Bundestag aufgebaut. Jetzt sei er an einem Punkt angekommen, an dem er genau diese Kontakte und die Erfahrung in eine kommende Amtszeit einbringen wolle.

In den vergangenen acht Jahren habe sich viel zum Positiven verändert, einige wichtige Projekte seien in den Startlöchern. Hoffmann erwähnte die Sicherung des Grundschulbetriebes in der VG und damit einhergehend den Umbau des Hohenberger Schulhauses zum Ärztehaus, erwähnte das Projekt sprudelndes Egerland zur touristischen Aufwertung der Grenzregion sowie der erkämpfte Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit Höchstförderung.

Natürlich habe man auch Misserfolge einstecken müssen, etwa bei den geplanten Windrädern auf dem Steinberg. "Ich habe aus diesem Projekt gelernt, mit Niederlagen umzugehen und andere Meinungen zu respektieren." In diese Rubrik falle auch die gescheiterte Burgfreilegung. Zwar werde versucht, die Entscheidung dem Bürgermeister in die Schuhe zu schieben, "für mich gilt aber das Motto: Abhaken, Ärmel hochkrempeln und nach neuen Chancen für Hohenberg suchen."

Ein für die ganze Region wichtiges Projekt habe die großzügige Spende von Kazuko Yamakawa ermöglicht, nämlich das gleichnamige Seniorenheim, das man trotz einiger Hindernisse umgesetzt habe. "Ich kämpfe bis zum Schluss, wo es Sinn macht. Und nicht sinnlos, wo kein Erfolg in Aussicht steht", sagte Hoffmann.

Aber auch die anstehenden Aufgaben listete Hoffmann auf: die Sanierung und Umfeldgestaltung des ehemaligen Rathauses gehöre genauso dazu wie die Sanierung und Erweiterung des Kinderhauses, der Breitbandausbau und die Schließung der Funklöcher in Neuhaus. Weitere Themen sind nach Hoffmanns Angaben die Sanierung des Wohnhauses Böttgerstraße 19, die Erneuerung der beiden Abwasserpumpwerke sowie Straßen- und Brückensanierungen. "Es gibt also auch in Zukunft genügend zu tun", sagte Hoffmann. "Wenn jemand behauptet, dass Hohenberg ein schlafender Riese ist, hat er die letzten Jahre buchstäblich verschlafen", verschoss er eine Spitze in Richtung CSU.

Neben diesen Vorhaben liege ihm die Stärkung des Ehrenamtes, die Unterstützung der Vereine, gerade auch in der Jugendarbeit, die Weiterentwicklung des Tourismus, die Sanierung der Burg, aber auch die Unterstützung der Senioren und junger Familien am Herzen. Wie Hoffmann abschließend sagte, wolle er den erfolgreich eingeschlagenen Weg "gemeinsam mit allen Beteiligten" gerne fortführen und wünsche sich dazu einen fairen Umgang miteinander, eine zielführende Zusammenarbeit und eine Arbeit zum "Wohle der Stadt und nicht zum Wohle einer Partei".

Eröffnet hatte die Nominierungsversammlung der Ortsvereinsvorsitzende Hans-Jürgen Wohlrab, der die SPD in einer glücklichen Lage sah: Erstens sei Jürgen Hoffmann der Wunschkandidat "und er ist die Bestbesetzung für diese Aufgabe. Wohlrab verwies auf den Schuldenabbau um drei Millionen Euro und die gleichzeitig erkämpften Zuschüsse und Fördergelder. Die Frage, ob der Bürgermeister haupt- oder ehrenamtlich sein soll, streifte Wohlrab nur kurz: Die SPD beantrage am Montag im Stadtrat ein Ratsbegehren zu diesem Thema. Darüber müssen seiner Meinung nach die Bürger entscheiden. "Und so, wie die Bürger entscheiden, ist es dann."

Schützenhilfe bekam Hoffmann nicht nur von mehreren Bürgermeistern aus der Region, sondern auch von Bezirksrat und Landratskandidat Holger Grießhammer, der auch die Nominierung leitete: "Jürgen Hoffmann ist ein wirklicher Volksvertreter." Er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm. Und die Landtagsabgeordnete Inge Aures sagte: "Euer Jürgen Hoffmann ist sehr zäh, wenn er was will. Und es ist wichtig, dass jemand Biss hat."

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Andreas Godawa

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Veröffentlicht am:
18. 06. 2019
17:20 Uhr

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95352 Hohenberg
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18. 06. 2019
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