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SPD zeichnet treue Mitglieder aus

Die Sozialdemokraten aus Hohenberg blicken auf das Jahr zurück. Der Vorsitzende und der Bürgermeister nehmen Stellung zur Kritik aus CSU-Reihen.



Bei der Jahreshauptversammlung der SPD im Gasthof "Zur Burg" (von links): Landratskandidat Holger Grießhammer, die Geehrten Siegfried Röder und Maik Meinhardt, Ortsvorsitzender Hans Jürgen Wohlrab und Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Foto: Berndt Amann
Bei der Jahreshauptversammlung der SPD im Gasthof "Zur Burg" (von links): Landratskandidat Holger Grießhammer, die Geehrten Siegfried Röder und Maik Meinhardt, Ortsvorsitzender Hans Jürgen Wohlrab und Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Foto: Berndt Amann  

Hohenberg - Die Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Hohenberg hat Vorsitzender Hans-Jürgen Wohlrab genutzt, um auf Äußerungen der politischen Konkurrenz zu antworten. So hatte die Hohenberger CSU behauptet, die Stadt "spare sich zu Tode".

Was mehr als neun Millionen Euro Investition und ein gleichzeitiger Schuldenabbau von 4.9 Millionen Euro mit "zu Tode sparen" zu tun haben, könne er beim besten Willen nicht nachvollziehen, sagte Wohlrab. Auch die Aussage, Hohenberg spare sich mit der Wiedereinführung eines ehrenamtlichen Bürgermeisters gut 300 000 Euro in sechs Jahren, wollte der Ortsvorsitzende nicht stehen lassen. Hans-Jürgen Wohlrab hatte bei der Verwaltung in Schirnding nachgefragt. Bedingt durch die neue Bauhof-Zweckvereinbarung würde sich die Entlastung auf 23 500 Euro im Jahr belaufen. Wobei Schirnding über die VG-Umlage für die Bauhofkosten dann einen zusätzlichen Aufwand von 23 000 Euro leisten müsse. Aus Sicht der Verwaltungsgemeinschaft betrage die Einsparung gerade 3186 Euro in sechs Jahren. "Das ist etwa ein Prozent der von der CSU genannten Summe", sagte Wohlrab. Der Ortsvorsitzende blickte zurück auf das Vereinsleben der Hohenberger SPD mit Brunnenschmücken, Luftballonaktion, Sommerfest und Rommé-Turnier. Die Ehrenamtsurkunde habe Dieter Seidel erhalten. Zum Jahresausklang habe es eine kleine Feier als Dankeschön für alle Helfer während des ganzen Jahres gegeben.

Auch Bürgermeister Jürgen Hoffmann begann seinen Tätigkeitsbericht mit einer Klarstellung. So habe zweiter Bürgermeister Christian Paulus bei einer CSU-Versammlung kritisiert, er, Hoffmann, habe einen einstimmigen Stadtratsbeschluss in Bezug auf die Burgfreilegung nicht konsequent ausgeführt. Diese Behauptung sei definitiv falsch, sagte der Bürgermeister. "Ich habe eine andere Meinung akzeptiert, Vorschriften eingehalten und nicht versucht, mich über Gesetze hinwegzusetzen." Paulus habe scheinbar vergessen, dass er selbst die Termine unter anderem bei den zuständigen Behörden vorgeschlagen und auch daran teilgenommen habe. Dabei hätte er erkennen müssen, dass man sich Vorschriften beugen müsse und Grundstückseigentümer durchaus eine andere Meinung haben können.

Dann ging Hoffmann auf die finanzielle Situation der Stadt Hohenberg ein. Die Stadt habe im Jahr 2012 mit rund 7,5 Millionen Euro den höchsten Schuldenstand gehabt. Durch Konsolidierungs- und Stabilisierungshilfen des Freistaates Bayern sowie umsichtiges Wirtschaften habe die Verschuldung auf derzeit 2,47 Mio Euro gesenkt werden können. Zusätzlich zur vorgeschriebenen Schuldenreduzierung habe man aber nie die Zukunftsentwicklung der Stadt aus den Augen verloren und in wichtige und unumgängliche Projekt investiert. In den zurückliegenden fünf Jahren seien knapp vier Millionen Euro in die Entwicklung der Stadt geflossen - ohne das Yamakawa-Seniorenhaus. Dazu komme noch die Investition in das Kinderhaus. Das nächste geplante Projekt sei der Breitbandausbau. Seit Jahren ein großes Problem ist laut Jürgen Hoffmann der fehlende Handyempfang in Neuhaus, daran werde mit Hochdruck gearbeitet. Für die Sanierung und den Umbau des alten Rathauses zu einem Gemeinschaftshaus liefen die Planungen und die Vorbereitung der Ausschreibungen. Ein großes Thema sei die Förderung von Privatmaßnahmen, so der Bürgermeister weiter. Die könne die Stadt mit bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützen.

Seit Längerem befasse sich der Stadtrat mit der Umgestaltung der Schulstraße, vor allem, um bessere Parkmöglichkeiten zu schaffen. Die beiden Abwasser-Pumpwerke in Hohenberg müssten erneuert und das Wohngebäude Böttgerstraße 19 energetisch saniert werden. Bei den Feuerwehren stünden Ersatzanschaffungen, für das LF 16 in Hohenberg und das LF 8 in Neuhaus, an.

Eine Herkulesaufgabe nannte der Bürgermeister die Sanierung der maroden Straßen, Gehwege und Brücken. Hier müssten alle Bürgermeister auf den Freistaat einwirken, besonders finanzschwachen Kommunen finanziell zu helfen. Die Burganlage werde durch den Freistaat komplett saniert und in ein paar Jahren eine der modernsten Jugend- und Erwachsenenbildungsstätten in ganz Oberfranken werden, schloss Hoffmann seine Ausführungen.

Hans-Jürgen Wohlrab bedankte sich bei allen, die ihn während des Jahres bei seiner Arbeit unterstützt hatten. Nach dem Kassenbericht von Jürgen Hasenkopf entlasteten die Mitglieder den Vorstand. Holger Grießhammer berichtete über seine Arbeit aus dem Bezirkstag.

Hans Jürgen Wohlrab und Jürgen Hoffmann wurden zu Delegierten, Jürgen Hasenkopf und Jürgen Lang zu Ersatzdelegierten für die Aufstellungsversammlung zur Kommunalwahl 2020 gewählt. Auch Ehrungen standen bei der Hohenberger SPD an: Für zehnjährige Mitgliedschaft wurde Maik Meinhardt, für 50 Jahre Siegfried Röder geehrt.

Abschließend gab Jürgen Wohlrab noch einige Termine bekannt: Am 1. Juni findet wieder ein Treffpunkt Burgplatz statt. Ihr 100. Jubiläum begeht die SPD Hohenberg am 23. November im Haidhölzl.

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Berndt Amann
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Veröffentlicht am:
16. 04. 2019
16:16 Uhr

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Berndt Amann

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Veröffentlicht am:
16. 04. 2019
16:16 Uhr



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