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Selb

Schwesterstädte ergänzen das Familienalbum

Das deutsch-tschechische Kunstprojekt "Wir2/My2" ist abgeschlossen. Was bleibt, sind Werke im öffentlichen Raum. Aber auch Bilder und Videos.



Hans-Joachim Goller ist überzeugt, dass das Projekt "Wir 2/My 2" einen echten Mehrwert für Selb und Asch gebracht hat.	Foto: Silke Meier
Hans-Joachim Goller ist überzeugt, dass das Projekt "Wir 2/My 2" einen echten Mehrwert für Selb und Asch gebracht hat. Foto: Silke Meier  

Selb/Asch - Mit einem Katalog und Filmen ist das deutsch-tschechische Kunstprojekt "Wir2/My2 - Selb + Asch: Hüben und Drüben" nachhaltig dokumentiert. Sieben Aktionen während des Projektzeitraums haben die Schwesterstädte Selb und As näher zusammengebracht. Dabei sind zahlreiche Bilder entstanden, auch bewegte, die nun gewissermaßen das Familienalbum bereichern.

Im Foyer des Rosenthal-Theaters stellten Claus Triebel, Vorsitzender im Kunstverein Hochfranken Selb, und Projektleiter Hans-Joachim Goller die Veranstaltungen noch einmal vor. "Wir haben der Bevölkerung von Selb und Asch nicht nur viel Schönes, sondern ganz besonders viel Anregendes geboten", betonte Triebel. Durch Film und Katalog blieben die Ergebnisse der Kunstausstellungen in Selb und Karlsbad erhalten. Auch das Gesprächsforum, der Akustik-Beitrag mit dem Wandel von Geräusch in Klang, die Ergebnisse aus dem Symposium für Stahl-Skulpturen, Symposium für Wandbilder und aus dem Kinder-Kunst-Workshop sind festgehalten. Triebel dankte der Europäischen Union, dem Programm Ziel Etz, Interreg V, der Regierung von Oberfranken und der Oberfrankenstiftung sowie allen Sponsoren für die Unterstützung.

Einen Schlusspunkt will Projektleiter Hans-Joachim Goller mit der Präsentation von Katalog und Filmen nicht setzen. Die kreativ-künstlerischen Aktivitäten der Beteiligten seien zwar zu Ende, die Nachhaltigkeit des Projektes aber wirke weiter. Ein bleibendes Ergebnis seien die Kunstwerke, die zu "Die Tour - kultureller Themenweg" zwischen Selb und Asch installiert wurden. Dazu seien durch den Kunstverein auch Begegnungen angeregt worden. "Urban Radio" habe akustische Stadtaufnahmen klanglich erfasst. Die Jubiläums-Komposition von Wolfram Grafs "Bewegungen" sei mit dem vierten Satz vollendet. Die Gymnasiasten aus Selb und Asch begegneten sich bei gemeinsamen Drahtarbeiten und die Kinder im Kunst-Workshop lernten von- und miteinander.

Im November wird das Projekt "Wir 2/ My 2" bei der zweitägigen Konferenz "Kulturelle Bildung und Gesellschaft" in Prag vorgestellt. Die Konferenz veranstalten tschechische Ministerien und das Goethe-Institut. Dauerhaft werde "Die Tour" auffallen, sagte Goller. Die zehn einzelnen Kunstwerke seien als Einheit zu verstehen, die eine Art "Lebensader" zwischen den zwei Teilen der sich zu entwickelnden "Europastadt Selb-Asch" sei. Vier Wandbilder zeigen kombiniert Elemente aus beiden Städten. Sechs Stahlskulpturen symbolisieren durch Rost eine Form der Vergänglichkeit. "Ziel des Projektes ist es nicht gewesen, die Städte zu dekorieren, sondern echten Mehrwert nach Selb und nach Asch zu bringen", betonte Goller. Dies sei gelungen, und davon konnten sich die Gäste bei der Vorstellung des Kataloges sowie des Filmes und der akustischen Stadtaufnahme überzeugen.

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Silke Meier
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Veröffentlicht am:
08. 10. 2017
17:27 Uhr

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Silke Meier

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Veröffentlicht am:
08. 10. 2017
17:27 Uhr



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